Via Claudia Augusta prämiert aktivste Gemeinden bei Radstaffel 2010
700 km – über 100 Gemeinden – drei Staaten – ca. 3000 direkt Beteiligte
Erstmals rollte 2010 die Rastaffel Via Claudia Augusta von der Donau an die Adria. Abordnungen von über 100 Gemeinden radelten eine lateinische Botschaft von einer Gemeinde zur nächsten. Die aktivsten und kreativsten Gemeinden wurden von einer bunt zusammengestellten Jury bewertet und werden nun von der Via Claudia Augusta prämiert:
In Bayern sind das:
die Gemeinde Mertingen, wo der ganze Museumsverein inkl. eines Teils der Museumssammlung ausrückte
die Gemeinde Igling, wo der historische Radverein sich und seine historischen Räder passend für die Via Claudia Augusta herausputzte und sogar eine Übergabezeremonie entwickelte
Der Ort Epfach in der Gemeinde Denklingen, wo eine einheitlich gedresste Staffel zu einem römischen Empfang beim römischen Museum geleitete
die Stadt Füssen, wo Bürgermeister Paul Iacob mit Alphörnern vor dem Festspielhaus empfing und die Botschaft mit Rikschas eskortiert von Schüler transportiert wurde.
In Tirol sind das:
die kleine Gemeinde Pinswang an der deutsch-österreichischen Grenze inszenierte am nicht mehr bedeutsamen Grenzbalken eine humorvolle Grenzkontrolle. Anschließend wurden die Nachbarn mit einer Jause und Blasmusik willkommen geheißen.
Die Hauptschüler der Gemeinden Lermoos, Ehrwald und Biberwier transportierten die lateinische Botschaft in Coproduktion durch das Moos zwischen den 3 Orten. Auf den Fernpass radelte dann der Gemeindesekretär von Biberwier.
In der kleinen Gemeinde Mils bei Imst war die komplette Volksschule am Start – mit Rädern, Rollern und Rollerblades.
Jugendliche eskortiert von Guides der Mountainbikeregion aus der Gemeinde Nauders transportierten die lateinische Botschaft über den schwierigen Abschnitt von Altfinstermünz nach Nauders. Trotz Regens ließen es sich die Nauderer Volksschüler am nächsten Tag nicht nehmen, die Botschaft zum Reschenpass zu radeln.
In Südtirol sind das:
Für die Gemeinde Schluderns radelte eine bunt gemischte Gruppe – darunte rauch ein Handbiker.
Die Gemeinden Naturns, Plaus und Partschins ließen die Botschaft in einer Flasche vom Etsch transportieren und radelten am flussbegleitenden Radweg mit.
Die Gemeinde Leifers war durch den Radsport-Nachwuchs vertreten, der sogar eine eigene Via Claudia Augusta Schrift fürs Foto fabriziert hatte.
Für die Gemeinde Kaltern trat die Umweltgruppe in die Pedale, die damit auf Klimaziele und die schöne Natur in der Gemeine aufmerksam machte.
Im Trentino sind das:
die Gemeinde Roverè della Luna empfing direkt an der Gemeindegrenze mit Wein aus der Piana Rotaliana und dem Nachbau eines Römischen Steins, der im Gemeindegebiet gefunden wurde.
Für die Gemeinde Mezzocorona waren die kleinsten Rennradler der Tour am Start. Am nächsten Tag radelten Stadträtin und Proloco-Präsident mit Schirm nach Mezzlombardo.
Die Radler der Gemeinden Lavis und Trento radelten trotz strömendem Regen und wenigen Graden über 0.
In der kleinen Gemeinde Spera war der halbe Ort für die Radstaffel auf den Beinen – weil’s bergauf ging zu Fuß.
Die Gemeinde Castello Tesino empfing die Botschaft mit einer regionstypischen Gruppe in alten Trachten. Eskortiert wurde sie von Nachwuchs-Mountainbikern.
In der Provinz Belluno:
Die Gemeinde Lamon bereitete den Nachbarn aus dem Trentino einen rührenden Empfang mit Jause und historischen Trachten in der malerischen Schlucht zwischen den beiden Orten, fern von den nächsten Häusern.
In der Stadt Feltre transportierte eine große Gruppe von jungen Rennradlern aller Altersklassen die Botschaft ins Gemeindezentrum und am nächsten Tag weiter nach Cesiomaggiore.
13 – 14jährige Nachwuchs-Radsportler aus der Stadt Mel mit ihren Betreuern bezwangen den letzten Pass mit teilweise 20 % Steigung. Trotzdem hatten sich noch die überschüssige Kraft, fürs Foto auf einem Rad zu fahren.
In der Provinz Treviso
Die Gemeinde Breda di Piave empfing die Radstaffel mit einer mittelalterlich gekleideten Gruppe.
Eine riesige Abordnung von Radlern aus der Stadt Treviso übernahm gemeinsam mit dem Präsidenten und dem Vizepresidenten der Provinz sowie dem Tourismus-Assessor von Treviso beim Provinzpalast die Botschaft und radelte sie anschließend durch die Stadt. Beim Rathaus wurden sie vom Vizebügermeister mit einer flammenden Rede empfangen.
Die Stadt Roncade hatte eigens für die Radstaffel T-Shirts passend zum Motto der Radstaffel „Sumus omnes Via Claudia Augusta“ drucken lassen.
Die 2. Radstaffel Via Claudia Augusta vom 12. bis 25. Mai ist bereit voll in Vorbereitung. Mehr Info, Diashows und alle Fotos aus 2010 auf www.viaclaudia.org/de/die-via-claudia-lebt/. Viele Gemeinden nutzen den Anlass, um im zeitlichen Zusammenhang ihre Bevölkerung die gemeinsame Geschichte und Gemeinschaftsgefühl erleben zu lassen. Neumarkt in Südtirol, das sehr stolz auf eine von 2 bekannten römischen Straßenstationen im Land ist, feiert im historischen Zentrum bei den bekannten Lauben ein Römerfest, zu dem es alle Gemeinden und deren Bürger im weiten Umkreis einlädt. Quarto D’Altino bei Venedig lädt eine Woche vor Beginn der Staffel, am 7. und 8. Mai zu einem Fest und Markt der Kostbarkeiten entlang der Via Claudia Augusta: Gemeinden, örtliche Vereine, Tourismusorganisationen, Produzenten und Vermarkter typischer Produkte, ...
Wie die Römerstraße vor 2000 Jahren – die Radstaffel verbindet Europa. Sie zeigt eindrucksvoll, dass die Via Claudia Augusta mehr ihr als eine der erfolgreichsten Radrouten, nämlich ein großes Stück Geschichte, das die Gemeinden teilen und die zunehmend wieder zum Teil der Identität wird – getreu dem 1. Staffelmotto „Sumus omnes Via Claudia Augusta“ (= Wir sind die Via Claudia Augusta). Und die Radstaffel zeigt auch einen Weg aus der öffentlichen Haushaltskrise: gemeinsam etwas nachhaltiges entwickeln. Die Radler haben den leichtesten Alpenübergang für Radler bereits zur zweitbeliebtesten nach dem Donauradweg gewählt und bis heute 70 Mio Euro an der Route gelassen. Auch diesbezüglich sind die Gemeinden entlang der Via Claudia Augusta Vorbild in Europa.
Mehr Info: ARGE Gastlichkeit an der Via Claudia Augusta, Mag. Christoph Tschaikner, backoffice@viaclaudia.at, 0043 664 142 55 88