Ist die Via Claudia Augusta Radroute auch von Süden nach Norden beschildert?
Grundsätzlich ist die Route in beide Richtungen beschildert. Da 99 % der Radler von Norden nach Süden radeln, ist aber anzunehmen, dass nicht in allen Regionen gleich viel Augenmerk auf die umgekehrte Beschilderung gelegt wurde. Auch gibt es praktisch kein Rückmeldung von Radlern zur Beschilderung, die ermöglichen würden, die Beschilderung laufend zu verbessern, wie es bei der Beschilderung von Nord nach Süd der Fall ist.
Wieviele Kilometer schafft man an einem Tag
Die Via Claudia Augusta ist vom Schwierigkeitsgrad Flussradrouten vergleichbar. Durch die Radshuttle muss man keine längeren stärkeren Steigungen rechnen. Pauschalreiseveranstalter planen für Radtouristen, die nicht top-trainiert sind, aber immer mal wieder radfahren, Tagesetappen von 40 - 60 km. Sie haben den Vorteil, dass Sie sich eine Tour an der touristisch gut entwickelten Via Claudia Augusta auch selbst planen können. Als Individualradler können Sie jeden Morgen oder sogar während des Tages entscheiden, wie gut sie drauf sind, und wie weit sie fahren möchten. Auch abhängig vom Wetter. Es gibt Radler, die sich viel ansehen und nur 30 km Tag machen. Zu sehen gibt es dafür an der Via Claudia Augusta genug. So viel, dass Radler in viele Gegenden noch einmal besuchen, um sich wirklich alles und vor allem alles genau anzusehen. Es gibt aber auch sportliche Radler, die 100 km am Tag radeln.
Wie lange benötigt ein Radler für die Via Claudia Augusta?
Das ist abhängig von der Tagesleistung. Bei Radtouristen, die nicht top-trainiert sind, aber immer wieder am Rad sitzen, rechnet man mit 40 - 60 Kilometer pro Tag. Mit diesem Tempo benötigt man für die gesamte ca. 700 km lange Radroute von der Donau über die Alpen bis an die Adria bzw. zum Po 14 Tage. Viele Radler machen deshalb über mehrere Jahre immer wieder einen Teil: z. B. erstmal von der Donau über Augsburg, Füssen, Fernpass und Reschenpass nach Südtirol (mit Shuttle ca. 8 Tage) und dann einmal von Südtirol über Trento, das Valsugana und die Venetianischen Provinzen Belluno und Treviso nach Altino (ca. 6 Tage) sowie von Südtirol über Trento, Rovereto und Verona nach Ostiglia (ca. 4 Tage). Nimmt man sich viel Zeit, um alles Sehenswerte entlang der Route mitzunehmen und Land und Leute zu erleben, wird einem auch in über 20 Tagen Radtour (30 - 35 Tageskilometer) nicht langweilig. Sportliche Radler schaffen die Radler auch in 7 Tagen (100 Tageskilometer).
Muss man Quartiere vorreservieren?
In Ferienregionen kann man von den Gastgebern nicht verlangen, dass sie langfristig ein Zimmer für eine Nacht zu blockieren, das sie auch für eine Woche vermieten können. Der Via Claudia Augusta Gastgeber ihrer Wahl hilft ihnen aber gerne weiter, wenn Sie während der Tagesetappe anrufen, und er selbst kein Zimmer mehr frei hat. Die flexible Buchung während des Tages hat den Vorteil, dass Sie unterwegs - abhängig von den für Sie interessanten Sehenswürdigkeiten, der Tagesform oder dem Wetter - entscheiden können, wie weit sie an dem jeweiligen Tag radeln. Wenn Sie sich nicht auf ein Quartier festlegen und ev. mal ein zwei Orte weiter radeln als geplant, dann ist es kaum einmal ein Problem, ein Zimmer zu bekommen - ausgenommen zu Ferragosto, wenn die traditionell halb Italien zu gleich auf Urlaub fährt. Dann sollten sie bei ihrer Toureinteilung am besten die Ferienregionen meiden und eher in Gegenden nächtigen, in denen normalerweise eher Geschäftsreisende übernachten.
Wer schafft die Via Claudia Augusta?
Durch die Radshuttle kommt die Radroute nicht über 1000 Höhenmeter hinaus, wenn man das nicht will. Ist man bereit notfalls ein mal ein paar Meter zu schieben, wie es auch die Römer gemacht haben, ist die Radroute deshalb von jedermann zu machen - auch von rüstigen Senioren und Familien mit etwas älteren Kindern. Die jüngsten Radler, die uns bekannt sind, waren 6 Jahre. Der älteste 87.