Nagelneue Fernwanderroute auf den Spuren der Römer über die Alpen
Kaiser Claudius ließ die Via Claudia Augusta zur ersten richtigen Straße über die Alpen ausbauen, die den Adriahafen Altinum mit der Donau verband. Die meisten Römer reisten zu Fuß. Deshalb waren im Abstand eines Tagesmarsches Straßenstationen eingerichtet, in denen man übernachten und sich stärken konnte. In der Regel gab es auch eine kleine Therme und ein Heiligtum. In Anlehnung daran hat die ARGE Gastlichkeit der Regionen und Gastbetriebe entlang der Via Claudia Augusta eine Wanderroute ausgearbeitet. Sie führt durch eine bunte Vielfalt an Natur- und Kulturlandschaften, die die alte Straße über die Jahrhunderte bis zum heutigen Tag geprägt hat. Hunderte Zeugnisse wechselvoller Geschichte und von ihr geprägter Kulturen warten darauf, entdeckt zu werden. Danach locken Köstlichkeiten aus Küche und Keller. Die empfohlenen Nächtigungsorte unterteilen die Route in Tagesetappen. 170 Gastgeber entlang der Route haben sich speziell auf Weitwanderer eingestellt. Einige haben sogar wieder Gerichte auf der Speisekarte, wie sie in der Römerzeit gewesen sein könnten.
Exemplarisch die Wanderroute durch unsere Region – die Tiroler Zugspitz Arena:
Auf dem Weg hinauf, vom Lechtal in die Tiroler Zugspitz Arena, führt die Fernwanderroute zunächst durch die Europäische Burgenwelt Ehrenberg mit dem Erlebnismuseum „Dem Ritter auf der Spur“. Der Mähberg, der noch bis vor wenigen Jahrzehnten bis oben hin gemäht wurde, ist Zeugnis davon, dass es rund um Deutschlands höchsten Berg bedeutend schwerer fällt, der Natur das abzuringen, was die Bevölkerung und die zahlreichen Durchreisenden Menschen und Zugtiere zum Überleben brauchten. Die Wanderroute führt in die in die Nähe des Heiterwanger Sees, auf dem ein kleines Ausflugsschiff verkehrt, und anschließend auf dem malerischen Panoramaweg dem Berghang entlang. In Bichlbach, dem ehemaligen Zentrum der Außerferner Zünfte, lockt Österreichs einzige Zumftkirche und das Zunftmsueum. Im ausgedehnte Feuchtgebiet „Moos“ zwischen Lermoos, Biberwier und Ehrwald, durch das einst auf 1000en Baumstämmen schwimmend die Römerstraße führte, wird klar, warum die Region Tiroler Zugspitz Arena heißt. Das Becken, umrahmt von hohen Bergen, mutet wie eine riesige Arena an, in den Logenplätzen die drei Orte. Danach steigt die Route zum Fernpass an, einem Bergsturz, der sich den Reisenden vor 10.000 Jahren in den Weg legte. Eingebettet in die Bergsturzlandschaft finden sich 7 smaragdgrüne Gebirgsseen.
Und das war erst eine der malerischen Kultur- und Naturlandschaften, durch, die Fernwanderroute Via Claudia Augusta führt.
Unzählige Eindrücke sammeln, unsere Wurzeln entdecken und dabei zu sich selbst finden – das ist Fernwandern an der Via Claudia Augusta.
Distanz: 29 Tagesetappen à 4 – 6 Gehstunden oder ca. 600 Kilometer
Unterstützende Logistik: Rückholbus entlang der Route an jeden beliebigen Ausgangspunkt der Wanderung.
Streckenprofil: auf Forstwegen, Wandersteigen und ruhigen Nebenstraßen, großteils am Fuß der sonnenseitigen Berghänge, wie die historische Route.
Reiseunterlagen: Flugblätter zur den Tagesetappen durch Tirol auf www.viaclaudia.org. Ab Sommer 2010 Hikeline-Tourenbuch für die gesamte Strecke.