Römisch speisen ? bei den Gastgebern an der Via Claudia Augusta
Ab sofort finden sich als besonderes Erlebnis wieder Gerichte wie zur Römerzeit auf Speisekarten und Menüplänen zahlreicher Häuser entlang der Rad-Route, Fernwander-Route und Postkutschenlinie Via Claudia Augusta. Das Culinarium Via Claudia Augusta ergänzt die reichen regionalen Küchen der Gegenwart mit Speisen wie sie vermutlich vor 2000 Jahren entlang der Route gekocht und gegessen wurden. Die Via Claudia Augusta trägt damit noch besser den Trends zu Aktivurlaub und authentischer Erfahrung Rechung. Geschichte, Natur und Kultur erradeln und erwandern – bis in den Gastbetrieb hinein. Möglich wurde das durch das enge Zusammenwirken der ARGE Gastlichkeit an der Via Claudia Augusta mit der renommierten Innsbrucker Hotelfachschule Villa Blanka, Fachleuten der Universität Innsbruck und dem Gastronomie-Profi Handelshaus Wedl. Gestern Abend wurde der neue römische Küchenschwerpunkt in Innsbruck bei einem Römischen Abend mit römischer Kost für Gaumen, Augen und Ohren vorgestellt, den die Meisterklasse der Villa Blanka gestaltete.
Wie darf man sich die römische Küche an der Via Claudia Augusta vorstellen? Die römische Küche war eine sehr reiche Küche. Auch wenn das Transportwesen hoch entwickelt war, baute sie primär auf regionale Produkte. Die Römer schätzten aber auch alles, was das große Reich und die bekannte Welt darüber hinaus an Besonderheiten zu bieten hatte. Im Vergleich zu heute fehlten allerdings die Zutaten, die erst später aus Amerika oder Australien kamen, und verderbliche oder voluminösere Lebensmittel aus Asien. Römische Köche kombinierten gekonnt süß, scharf und sauer zu neuen Geschmackskompositionen. Sie spielten auch gekonnt mit einer breiten Palette an Gewürzen und frischen Kräutern, die dem Geschmack, Geruch verfeinerten und für eine ansprechende Optik und gute Verdaulichkeit sorgten. An der heutigen Via Claudia Augusta erwarten Sie Gerichte von bodenständig-regional bis verspielt-international. Lassen Sie sich und ihren Gaumen überraschen.
Exemplarisch ein Streifzug entlang der Via Claudia Augusta durch die römische Küchenlandschaft in der Naturparkregion Reutte:
... eine der aktivsten Regionen im Culinarium Via Claudia Augusta ist nördlichste Tiroler Region entlang der Route – die Naturparkregion Reutte oder das Tor zu Tirol, wie sie sich auch nennt. Radelt man von Füssen nach Pinswang oder wandert über den Stieglberg gelangt man als erstes zum traditionsreichen Ausflugsgasthof Guthof zum Schluxen, in dem es Karotten-Ingwer-Suppe, Hirschrückensteak mit Roggenbuchteln mit Kräuter-Pilz-Fülle in einer Feigen-Aprikosensauce und als Nachtisch Zimt-Creme mit karamellisierten Datteln gibt. Im malerischen Marktzentrum von Reutte, vis-a-vis vom Heimatmuseum Grünes Haus, wird im alten Gasthof und heutigen Komforthotel Zum Mohren wieder römisch gekocht. Er hat seinen Gersteneintopf nach dem wohl bekanntesten römischen Feinschmecker Apicius benannt. Auch im angrenzenden Breitenwang, durch das einst schnurgerade die Römerstraße führte, wird man auf der Suche nach römischen Genüssen fündig. Das Restaurant des Hotels Moserhof hat mariniertes Schweinefilet in der Kräuterkruste vom Grill mit sautierten Pilzen und Naturweizen auf der Speisekarte. Bevor die Route hinaufführt, zur Europäischen Burgenwelt Ehrenberg wartet am Fuß noch das familiäre Wanderhotel Maximilian in Ehenbichl. Der Küchenchef hat an „Patrizier“ (so hieß die römische Oberschicht) genauso gedacht, wie ans einfache Volk, die „Plebejer“. Er verwöhnt mit Wildschweinrücken an Honig-Dattel-Sauce mit Griestalern und Linseneintopf mit geräucherten Hauswürsten. Auch der neue Landgasthof Klause, in der Europäischen Burgenwelt Ehrenberg oberhalb von Reutte, kocht römisch. Dort bereitet die Köchin eine Mini-Grillhaxe mit Kräuter-Pfeffer-Honig-Marinade auf Gerste mit Datteln in Speckmantel und Honig-Rotwein-Sauce. Für Gruppen ist es auf Vorbestellung auch möglich im Klausenkeller in der ehemaligen Zollstation Klause Ehrenberg zu speisen.
Und das ist erst eine der Genuss-Regionen entlang der Route, die als besonderes Erlebnis römische Gerichte aus heimischen Lebensmitteln und viele Schmankerl aus der heutigen regionalen Küche bieten. Zu erleben u. A.
am leichtesten Alpenübergang für Radler
auf der Fernwanderung auf den Spuren der Römer über die Alpen
auf einer Reise mit der Postkutsche in 7 Tagen über die Alpen