Kaiserstraße über die Alpen
für Auto, Camper, Bus, ...
(Variante "Altinate")

Klause Ehrenberg bei Nacht

Das Inhaltverzeichnis am Anfang der Routenbeschreibung erlaubt direkt in einzelne Teilabschnitte zu springen. Mit der Navigation am Ende jedes Teilabschnittes können Sie außerdem einfach zwischen den beiden Varianten der Reiseroute für Auto, Camper, Bus, ... "Altinate" und "Padana", hin- und her-wechseln. Gemeinsam mit den hier downzuloadenden Karten kann die detaillierte Routenbeschreibung auch als Unterlage während einer Fernwanderung dienen. Alternativ gibt es Offline-Navi-Apps für iPhone und Android oder gedruckte Tourenbücher.





In einen bestimmten Teil-Abschnitt springen

BAYERN

01 ... Donauwörth und Donau-Ries

02 ... Zwischen Donauwörth und Augsburg

03 ... Augsburg

04 ... Zwischen Augsburg und Landsberg am Lech

05 ... Landsberg am Lech

06 ... Zwischen Landsberg am Lech und Schongau

07 ... Altenstadt, Schongau und Peiting

08 ... Zwischen Schongau und Füssen

09 ... Füssen und Schwangau

TIROL

10 ... Zwischen Füssen und Reutte

11 ... Breitenwang, Reutte und Ehrenberg

12 ... Heiterwang und Bichlbach

13 ... Lermoos, Ehrwald und Biberwier

14 ... Über den Fernpass

15 ... Zwischen Fernpass und Imst

16 ... Imst

17 ... Zwischen Imst und Landeck

18 ... Zams, Landeck und Fließ

19 ... Zwischen Landeck und dem Reschenpass

Reschenpass > Trento (SÜDTIROL, TRENTINO)

20 ... Der Reschenpass

21 ... Der obere Vinschgau

22 ... Laas und Schlanders

23 ... Goldrain, Latsch und Kastelbell

24 ... Der untere Vinschgau

25 ... Algund, Meran und Marling

26 ... Zwischen Meran und Bozen

27 ... Bozen

28 ... In Südtirols Süden

29 ... Durch die Piana Rotaliana

30 ... Val di Cembra, Pinè

leer ... Trento > Altino/Venezia (TRENTINO, VENETO)

31a ... Trento (Richtung Feltre, Treviso, Altino, Venedig)

32a ... Die obere Valsugana

33a ... Die mittlere Valsugana

34a ... Hochtal Tesino, Lamon, Sovramonte

35a ... Feltre und das Feltrino

36a ... Die Valbelluna

37a ... Die Altamarca

38a ... Rechts des Piave

39a ... Treviso

40a ... Silea, Roncade, Quarto D'Altino

41a ... Die Lagune


DRUCK
Donauspitz, Mündung, Wörnitz, in die Donau, Donauwörth, Via Claudia Augusta, Bayern, Foto Donauwörth
Der Frühling in Donauwörth
Foto von einer Staudammmauer in Donauwörth
Reichsstraße in Donauwörth, Foto von Lois Lammerhuber
Donauwörth, Frühling, Zusammenfluss
Luftbild von Goldberg in Donau Ries
Dorf mit Burg in Huisheim, Donau Ries
Foto von Radfahrern in Donau Ries

Spaziergang durch Donauwörth

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Passend zum Start einer Reise entlang der historischen Straße befifindet sich im Tanzhaus in der Reichsstraße das Archäologische Museum. Auch das imposante Rathaus fibefifindet sich an der Straße. Durch das Rieder Tor, in dem sich das Haus der Stadtgeschichte befifindet, geht es auf die Altstadtinsel Ried, wo die Entwicklung der Stadt ihren Ausgang nahm. Dort befifindet sich auch das Heimatmuseum. Zurück auf der Reichsstraße führt der Spaziergang am Liebfrauenmünster und Fuggerhaus vorbei.  Mit einem Besuch im Käthe-Kruse-Puppen-Museum, das in der Heimatstadt der berühmten Puppen deren Geschichte erzählt, schließt der Rundgang. Die Tourist-Info bietet auch zahlreiche Führungen.

Archäologisches Museum: Reichsstraße 34,

+49 (0)906 789-170, geöffnet Sa, So, Fei 14 — 17 Uhr.

Haus der Stadtgeschichte im Rieder Tor: Spitalstraße 11,

+49 (0)906 789—170 oder —151, öffnet auf Anfrage.

Heimatmuseum auf der Insel Ried: Museumsplatz 2,

+43 (0)906 789—170 oder —151, geöffnet Mai — Okt. Di — So 14 — 17 Uhr, Nov. — Apr. Mi, Sa, So und Fei 14 — 17 Uhr.Käthe-Kruse-Puppen-Museum: Pflflegstr. 21a, +43(0)906 789-170 oder — 151. geöffnet Mai — Sept. Di — So 11 — 18 Uhr, Okt. — April, Do — So 14 — 17 Uhr,  25. 12. — 6. 1. tägl. 14 — 17 Uhr, geschlossen 24. 12. und Karfreitag.

Tipp für die Fahrt aus der Stadt

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Am Ortsrand von Nordheim führt ein Fußweg, gleich nach der Brücke links, zu einer Nachbildung eines Meilensteins der Via Claudia Augusta, der den Startpunkt der Römerstraße markiert.

Exkurs: Nationaler Geopark Ries - Europas besterforschter Meteoritenkrater

Luftbild von Goldberg in Donau Ries

Vor 14,5 Millionen Jahren raste ein etwa 1 km großer Astereoid, begleitet von einem 150 m großen Trabanten, auf die Erde zu. Sie schlugen mit über 70.000 km/h auf der Albhochffllfläche ein und erzeugten zwei Krater mit Durchmessern von 25 und 4 km, das Nördlinger Ries und das Steinheimer Becken.

Am Einschlagspunkt entstand ein Druck von mehreren Mio bar und eine Temperatur von mehr als 20 000˚C: Der Asteroid und ein Teil der Gesteine schmolzen bzw. verdampften sogar. Eine Druckwelle raste mit Überschall durch das tiefer liegende Gestein, veränderten es und führten zur Bildung von Hochdruckmineralen wie Coesit, Stishovit und Diamant. In den ersten Sekunden nach dem Einschlag entstand ein hohler Krater, der eine Tiefe von 4,5 km erreichte. Die ausgeschleuderten Gesteinsmassen bildeten eine geschlossene Trümmerdecke, die bis zu einer Entfernung von 50 km reicht. Gleichzeitig schoss eine heiße Glutwolke über dem Krater in die hohe Atmosphäre. Der tiefe Krater bestand nur einige Sekunden lang. Der Kraterboden wölbte sich im Kraterinnern auf. Dabei rutschten vom steilen Kraterrand Gesteinsschollen und machten den ursprüngliche Rand immer undeutlicher. Schließlich kollabierte der Krater und wurde flflffllacher.  Nach wenigen Minuten waren alle Gesteinsbewegungen beendet. Die Glutwolke lagerte sich als heiße, mehrere 100 m mächtige Gesteinsdecke ab.

Alles zum Ries-Krater ist im gleichnamigen Museum im mittelalterlich geprägten  Nördlingen mit seiner komplett erhaltenen und begehbaren Stadtmauer zu erfahren. Die kosmische Katastrophe hinterließ nicht nur eine faszinierende fast kreisrunde Landschaft, die auf Themenpfaden und bei Führungen zu erleben ist. Sie schuf auch die Voraussetzung dafür, dass das Kraterbecken zur Kornkammer Bayerns wurde. Eiszeitliche Einwehungen hinterließen dann fruchtbare Böden. Historische Getreidesorten und weitere Spezialitäten genießt man mit Geopark Ries kulinarisch.

RiesKraterMuseum,  86720 Nördlingen, Eugene-Shoemaker-Platz 1,  +49 (0)9081 84 710, geöffnet Mai — Okt. Di — So 10 —16:30 und Nov. — Apr. Di — So 10 —12 und 13:30 — 16:30 Uhr. www.rieskrater-museum.de

Nationaler Geopark Ries, 86609 Donauwörth, Pflflffllegstraße 2, +49 (0)906 74 140,

www.geopark-ries.de

Fragen & Auskunft zum Teilabschnitt

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Auto Gast, historische interaktive Karte mit Symbolen


Diesen interaktiven Bereich können Sie nutzen unter:
https://www.viaclaudia.org/de/autotouring/detailierte-routen-beschreibung-altinate.html

Haben Sie Vorschläge / Ideen zur Verbesserung der Route für Auto, Camper, Bus, ...? Lassen Sie uns sie wissen /


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DRUCK
Ehemaliger Standort Submuntorium Burghöfe Druisheim Mertingen Lechtal, Foto Deininger
Kloster Holzen Allmannshofen im Lechtal, Foto Kloster Holzen Hotel GmbH
Merkurheiligtum Gersthofen Lechtal, Foto Deibler
Ballonmuseum Gersthofen Lechtal, Foto Gersthofen
Merkurheiligtum mit Leuten Gersthofen Lechtal, Foto Deibler

Von der Donau nach Augsburg

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Im Rathaus von Asbach-Bäumenheim dokumentieren mehrere Vitrinen die Römerzeit in der Gegend. Die Römerstraße, auf der die Straße den Ort verlässt, liegt direkt auf der historischen Trasse. Die Kreisstraße DON 28, über die die Reiseroute in den Ort Mertingen führt, ist die Straße, die die Via Claudia Augusta in späterer Zeit als Verbindung zwischen Donau und Augsburg ablöste. Die Reiseroute folgt ihr über weite Strecken, weil sie durch die schmucken Ortszentren führt. In ihrer Zeit war Verkehr kein Problem. Mertingen hat einen rührigen Museumsverein. In der „Sölde“ in der Mardostraße 10 erfährt man einiges über die Wohnkultur in einem bäuerlichen Anwesen im 18. und 19. Jh. Die „Alte Schule“ hinter dem Rathaus in der Fuggerstraße 3 zeigt Funde aus römischer und vorrömischer Zeit sowie Exponate zur alamannischen Gründung bzw. Besiedlung des Ortes. Im „Stadl“ in der Hilaria-Lechner-Straße 13  ist schließlich eine große Sammlung bäuerlicher Geräte, Kutschen, Räder und Schlitten zu sehen.  +49 (0)9078 9600 18, Öffnung auf Anmeldung, www.museumsfreunde.mertingen.de. Auf einer Anhöhe zwischen Mertingen und Druisheim informiert eine Thementafel über den Standort Submuntorium-Burghöfes und erklärt seine Funktion als Teil einer Feuerzeichenkette. Nach einem Abstecher zum ehemaligen Benediktinerinnenkloster Holzen, das im 13. Jh. gegründet und Ende des 17. Jh. neu errichtet wurde, geht es über Nordendorf und Westendorf nach Ostendorf, wo in der Außenmauer der Kirche St.—Michael ein Stein aus frühchristlicher Zeit eingemauert ist. Zwischen Waltershofen und dem Markt Meitingen liegt rechts ein Einkaufszentrum, das nach der Via Claudia Augusta benannt ist. Dieses liegt wie die Hauptstraße duch den Markt direkt auf der Trasse der Römerstraße, an die, bei der Raiffeisenkasse, ein Meilenstein erinnert.  Vor Herbertshofen stehen an der Straße eine Thementafel zum hoch entwickelten römischen Vermessungswesen und eine nachgebaute Groma, mit der Interessierte selbst Landvermessungsversuche unternehmen können. Am Lech vor Langweid findet sich ein Kraftwerk aus 1907 mit dem Lechmuseum Bayern.  Lechwerkstraße 19, 86462 Langweid am Lech, +49 (0)821 328—1658, geöffnet am 1. So im Monat, 10 — 18 Uhr oder nach Anmeldung. Im Ort Langweid entdeckten Archäologen vor wenigen Jahren ein Stück der Via Claudia Augusta. Im Norden der Stadt Gersthofen quert die Reiseroute zweimal ihre Trasse, die  an der oberen Kante eines zum Lech hin abfallenden Hanges Richtung Stadtzentrum führt. In einem kleinen Park ist ein Heiligtum mit einer Statue des Gottes Merkur eingerichtet. Ihn baten Händler und Reisenden um eine gute Reise. In Gersthofen erwartet den Reisenden das Ballonmuseum Gersthofen. Es erzählt die Entwicklung der Ballonfahrt.  Bahnhofstraße 12, 86368 Gersthofen, +49 (0)821 2491 ext. 506, geöffnet Mi, Fr 13 — 17 Uhr, Do 10 — 19 Uhr, Sa, So, Feiertag 10 — 17 Uhr, www.ballonmuseum-gersthofen.de.

Fragen & Auskunft zum Teilabschnitt

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Auto Gast, historische interaktive Karte mit Symbolen


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DRUCK
Augsburg bei Nacht, Maxstraße, Foto Regio Augsburg
Augsburg Goldener Saal im Rathaus, Foto Regio Augsburg
Römermauer in Augsburg, archäologische Nischen, Dom, Foto Regio Augsburg
Augsburg Rathausplatz, Foto Regio Augsburg, Christine Pemsl

Eine attraktive Route ins Stadtzentrum

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Auf der alten Verbindungsstraße, die bis zur Grenze zwischen den beiden Städten Augsburger und dann Donauwörther Straße heißt, geht es von Gersthofen nach Augsburg. Der nördlichste Teil der ehemaligen römischen Provinzstadt ist Oberhausen, wo die Römer nach dem Alpenfeldzug ihr erstes Lager einrichteten. Dann geht es über die Wertachbrücke in den Raum zwischen den Flüssen Wertach und Lech, wo sich die Stadt über die Jahrtausende entwickelte. Durch das Fischertor, das Teil der ehemaligen Ringmauer um die Stadt war, führt die Reiseroute in den ältesten Teil Augsburgs. Direkt am Weg, in der Frauentorstraße 30, liegt das Geburtshaus von Leopold Mozart. Nach einem Bogen um den Dom gelangt der Reisende schließlich geradewegs zum Rathausplatz, wo eine verkehrsberuhigte Zone beginnt.  Kurz zuvor zweigt rechts der Weg zur Parkgarage Ernst-Reuter-Platz ab.

2000 Jahre Augsburg

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Am bequemsten ist die Zeitreise mit Stadtführern am Taxi-Lenkrad um €29 Euro €pro Stunde, für bis zu 4 Personen. Die Sehenswürdigkeiten liegen aber auf relativ engem Raum, weshalb die Zeitreise auch zu Fuß gut möglich ist. Vom Parkhaus startend geht es am besten zuerst zur fürstbischöffllflichen Residenz, von wo aus lange Zeit die Geschicke des umliegenden Landes bis nach Tirol regiert wurde. Heute hat dort die Bezirksregierung von Schwaben ihren Sitz. Von dort umrundet der Streifzug durch die Stadt den Dom und bietet im Garten im Äußeren Pfaffengässchen archäologische Einblicke in das römische Augsburg. Ab 2014 gibt es in einem Renaissance Gartenhaus in der Straße außerdem das Fugger—und-—Welser— Erlebnismuseum zu entdecken, das mit Multimedia und Interaktionsmöglichkeiten einen Eindruck von der Bedeutung Augsburgs und vom wirtschaftlichen Einflflfflluss seiner Handelsgeschlechter im Europa und der Welt des 16. Jh. vermittelt. Nach der Besichtigung des Doms sind am südlichen Vorplatz an der Römermauer Steinskulpturen zu entdecken. Gegenüber steht in der Peutingerstraße 11 das Haus des Humanisten Peutinger. Der Kaufmann war Sammler von römischen Münzen und Steindenkmälern und begründete die Augsburger Römerforschung. Nach ihm ist übrigens auch die erste Straßenkarte Europas der Römer benannt, deren Kopie aus dem 12. Jh. er veröffentlichen wollte. An der Tordurchfahrt des Hauses wurden römische und jüdische Steindenkmäler eingemauert. Als nächstes wartet das Rathaus, das eines der bedeutendsten Profanbauten der Renaissance nördlich der Alpen darstellt. Gemeinsam mit dem Perlachturm, von dem man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt genießt, bildet es das Wahrzeichen von Augsburg. Im Inneren des Rathauses fiffiindet sich mit dem Goldenen Saal eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Spätrenaissance in Deutschland. Über den Vorplatz wacht — vom Monumentalbrunnen aus — Stadtgründer Augustus. Vom Rathaus bis zum weiter südlich gelegenen Merkur-Brunnen ist die Maximilianstraße ident mit der Römerstraße, die im Westen an der Stadt vorbeiführte. Noch ein wenig westlicher, am Fuggerplatz 1, beffiifindet sich das Maximilianmuseum. Es ist das Stammhaus der Kunstsammlungen und Museen der Stadt und umfasst drei Abteilungen: Skulpturen, Kunsthandwerk und Stadtgeschichte. Zu den Glanzstücken zählen eine Sammlung von Skulpturen aus der Spätrenaissance oder Goldschmiedearbeiten aus der Zeit, in der  die Fuggerstadt eine der bedeutendsten Goldschmiedemetropolen Mitteleuropas war. Hauptattraktion des Museums ist aber der glasüberdachte Innenhof. Im Viermetzhof befiffiifinden sich die restaurierten Hauptfiffiiguren der Augsburger Prachtbrunnen: Augustus-, Herkules- und Merkurbrunnen. Etwas weiter, am Zeugplatz 4, ist das barocke Zeughaus, einst Kaserne und Waffenarsenal, zu entdecken. Natürlich hatten auch die Fugger ihren Palast in der Maximilanstraße, nämlich auf Nr. 36. Ihre Sozialsiedlung „Fuggerei“ nimmt die Zeitreise durch Augsburgs Geschichte am Rückweg zum Parkhaus mit.

Fortsetzung der Reise Richtung Süden

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Die Reiseroute führt im Osten am Kern der Altstadt vorbei. Sie passiert ein weiteres Tor der ehemaligen Ringmauer, das Vogeltor, das Einlass in die Jakobervorstadt war. „Am Predigerberg“ wartet eine archäologischen Nische. Das Ende der Maximilianstraße bildet  die Basilika St. Ulrich und Afra. Aus der Stadt schnurgerade Richtung Stadt Königsbrunn führt die Route auf der Haunstetterstraße, die dem Verlauf der Römerstraße entspricht. Etwas östlich liegt der botanische Garten der Stadt.in dem ein römischer Garten daran erinnert, dass die Römer viele neue Pflffllflanzen und Anbaumethoden mitbrachten.

Exkurs: Die reichen Fugger - Weltimperium mit Sitz in Augsburg

1367 zog der Weber Hans Fugger von Graben im Lechfeld in die Freie Reichsstadt Augsburg und brachte es mit dem Handel mit Baumwolle aus Italien zu Vermögen. Einer seiner Söhne, Jakob, und seine Nachkommen machten daraus ein Wirtschaftsimperium von Weltrang. Sie engagierten sich im Bergbau und handelten in der gesamten damals bekannten Welt mit allen möglichen Waren , von Metallen, über Gewürzen zu Textilien und Arzneien. Schon Hans Fugger nutzte übrigens die Via Claudia Augusta für den Baumwollhandel mit Italien. Sie verband die Fugger auch mit dem einträglichen Bergbaugebieten in den Alpen. Die Familie stieg in den Hochadel auf und bekleideten hohe weltliche und kirchliche Ämter. Der Name Fugger wurde europaweit zu einem Synonym für Reichtum. Die Familie lieh selbst Kaisern und Päpsten Geld und machte Karl V. mit 850.000 Gulden zum Deutschen König. In Augsburg zeugen vor allem der Fugger-Stadtpalast in der Maximilianstraße 36 und die älteste Sozialsiedlung „Fuggerei“, von dieser Zeit. Auch einen Fuggerplatz gibt es. Ab Herbst 2014 vermittelt außerdem das Fugger-und-Welser-Erlebnismuseum einen lebendigen Eindruck von der wirtschaftlichen Bedeutung von Augsburg und seinen Handelsgeschlechtern. Zweige der Familie Fugger sind bis heute auf dem Fuggerschloss Babenhausen, auf Schloss Kirchheim und Schloss Oberkirchberg ansässig. Die „Fuggerei“ bietet auch noch heute Wohnraum für bedürftige Menschen.

www.fugger.de

Exkurs: Wittelsbacher Land - Wiege Altbaierns und Heimat Sisis

Im reizvollen Hügelland zwischen Augsburg, Ingolstadt und München  liegt  die Wiege Altbaierns, der Stammsitz des 800 Jahre regierenden bayerischen Königshauses der Wittelsbacher. Sie waren eines der bedeutendsten Hochadelsgeschlechter Europas und stellten auch Könige in Ungarn (1305), Schweden (1441 — 1448 und 1654 — 1720), Dänemark und Norwegen (1440), Griechenland (1832 — 1862) und dreimal im Römisch-Deutschen Reich (1328/1400/1743), darunter zwei Kaiser. Ihr Land gilt als eines der Schlösser und Burgen, in denen noch heute teilweise Adelsfamilien wohnen. Das Wasserschloss in Unterwittelbach ist besser als  „Sisi-Schloss“ bekannt. Die spätere Kaiserin soll dort mit ihrem Vater Max viel Zeit verbracht und diese für Reitübungen mit ihrem Pony genutzt haben. Das Wittelbacher Schloss Friedberg stammt im Wesentlichen aus der Renaissance und bietet im sehenswerten, arkadengesäumten Innenhof den idealen Rahmen für die bekannten Schlosskonzerte. Sehenswert sind auch die Wallfahrtskirchen des Klosters Maria Birnbaum in Sielenbach, St. Leonhard in Inchenhofen, Herrgottsruh in Friedberg, Maria Kappel in Schmiechen und  St. Afra im Felde sowie die Stadtkerne von Aichach und Friedberg. www.wittelsbacherland.de

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Auto Gast, historische interaktive Karte mit Symbolen


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DRUCK
Mercateum Königsbrunn Lechfeld Augsburger Land, Foto Königsbrunn
Mythräeum Heiligtum Lechfeld Augsburger Land, Foto Tschaikner
Historsche Radlergruppe Igling Ammersee, Foto Tschaikner
Schloss Igling Landkreis Landsberg, Foto Tschaikner

Bei den Königsbrunnen

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Auf Geheiß der königlichen Regierung von Schwaben und Neuburg wurden 1833 entlang der langen geraden Straße durch Königsbrunn, die weitgehend der römischen Trasse folgt, zwei Brunnen zur Labung von Mensch und Tier gegraben. Drei Jahre später errichteten die ersten Siedler bei den Königsbrunnen ihre Häuser. 1967 wurde Königsbrunn zur Stadt erhoben. Es hat viel zu bieten. Das Mercateum auf der Freifflläche ist der begehbare, größte auf historischer Kartograffiifie beruhende Globus der Welt.  U. a. zeigt er eine Kopie der Tabula Peutingeriana, der ersten Straßenkarte Europas, die die Römer gezeichnet haben. Beim Rathaus wartet ein Archäologisches Museum. Ein Mithras-Heiligtum im städtische Friedhof in der Wertachstraße ist jederzeit frei zugänglich. Der Mithras-Kult stammt aus Kleinasien und war Wegbereiter des Christentums. Als dieses im 4. Jh. Staatsreligion wurde, sah man den Kult als Konkurrenz.

Archäologisches Museum, Markpl. 7, 86343 Königsbrunn, +49 (0)8231 606 260, geöffnet jeden 3. So im Monat 10 — 12 Uhr, Führungen jeweils von 10 — 11 Uhr oder nach Vereinbarung.

Mercateum, Königsallee 1, +49 (0)8231 919 573, geöffnet 1. Mai — 31. Okt. jeden So und Fei 14 — 19 Uhr, Führungen um 14:30. Sonderführungen nach Vereinbarung, www.mercateum.de

Weiter durch das Lechfeld

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Gleich nach der Schnellstraßenquerung ist links und rechts ein Schotterweg zu sehen. Der Weg heißt Via Claudia Augstusta und ist auch tatsächlich die römische Trasse. Zwischen Königsbrunn und Untermeitingen liegt das mit 11 km längste, zusammenhängend sichtbare Teilstück einer Römerstraße in Deutschland. Besonders gut zu erkennen ist die Via Claudia Augusta auf diesen 11 km außerdem als Wiesendamm im nördlichen Neubaugebiet in Kleinaitingen und im Grünanger nördlich eines Meilenstein-Nachbaus in Untermeitingen. Die Reiseroute führt im Ort Oberottmarshaushausen nach links und dann immer geradeaus — auf der alten Verbindungsstraße — durch die  weiten,  ebenen Felder und Äcker sowie die beschaulichen  Ortskerne von Kleinaitingen, Graben, Unter- und Obermetingen, Hurlach und Unterigling. Auf Höhe von Untermeitingen gab es bis ins 19. Jh. eine Furt, die der einzige Lechübergang im gesamten Lechfeld war. Geprägt haben die Gemeinde auch die Adeligen von Imenhof. In ihrem kleinen Schloss ist heute die Gemeindebücherei untergebracht. Schloss Hurlach ist genauso wie Schloss Igling in Privatbesitz. Die Gemeinde Igling ist in einem  besonders schönen alten Gebäude untergebracht.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Auto Gast, historische interaktive Karte mit Symbolen


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DRUCK
Landsberg Am Lech, Foto Landsberg
Hauptplatz Landsberg Am Lech, Foto Landsberg
Landsberg Am Lech Mutterturm, Foto Landsberg

Route in die mittelalterliche geprägte Altstadt

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Die Altstadt liegt nicht direkt an der Via Claudia Augusta, sondern an der Salzstraße. Bevor sich dem Reisenden auf seinem Weg ins Zentrum den Blick auf die Altstadt hinter dem Lechwehr eröffnet, wartet in den Parkanlagen entlang des Flusses der Mutterturm auf seine Entdeckung. Hubert von Herkomer ließ ihn zum Gedenken an seine Mutter im Stil eines normannischen Burgfrieds bauen. Der renommierte Künstler lebte und arbeitete in England, hinterließ aber seiner ehemaligen Heimatstadt seine Gemälde und Graphiken. Sie sind im Herkomermuseum im Turm zu sehen, der auch ein extravagantes Beispiel des Wohn- und Arbeitsraumes eines Künstlers im 19 Jh. ist. Vorderer Anger 274, Tel. +49 (0)8191 42 296, Öffnungszeiten: nach telefonisicher Vereinbarung (außer SO). Während des Besuchs des Mutterturms, eines Fotostops vor dem Lechwehr oder einem Besuch in der Altstadt kann das Auto am Lech abgestellt werden. Weiters gibt es eine Parkgarage im Schlossberg.

Ein Spaziergang durch die Altstadt

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Ein Großteil des mittelalterlich geprägten Hauptplatzes der Stadt ist wie die meisten der schmucken Gassen der Altstadt Fußgängern vorbehalten. Der markante Turm ist der Schöne Turm, auch Schmalzturm genannt. Vis-a-vis, im aufwendigst verzierten Haus, dem historischen Rathaus, fibeffiindet sich die Tourist-Info.  Die Fassade trägt die Handschrift von Dominikus Zimmermann, dem Erbauer der Wieskirche, der auch Bürgermeister von Landsberg war. Links der Touristinfo gelangt der Besucher durch die Salzgasse zum Lech. Im Inselbad der Stadtwerke lässt es sich direkt am Lech herrlich baden. Die schmucken Gässchen der Altstadt reichen bis zum Sandauer Tor im Norden der Altstadt. Auf dem Weg dorthin liegt auch das Historische Schuhmuseum mit Schuhen aus 8 Jahrhunderten und von vielen Prominenten. Die barockisierte dreischiffififfiige Stadtpfarrkiriche Maria Himmelfahrt mit stattlichem Vorplatz verdeutlicht die noch weit größere Bedeutung der Stadt in der Vergangenheit. Hinauf auf den Lechberg geht es schließlich vom Hauptplatz durch den Schmalzturm in die gepflffllasterte „Alte Bergstraße“, die einst die Salzstraße war. Oben am Lechberg befiffiindet sich das Stadtmuseum und das spätgotische Bayertor.

Von-Helfenstein-Gasse 426, Tel. +49 (0)8191 128 360, geöffnet April-Jan., Di — Fr 14 — 17 Uhr und Sa, So, Fei 11 — 17 Uhr.

Hist. Schuhmuseum, Vorderer Anger 274, +49 (0)8191 42 296, öffnet nach telefonischer Vereinbarung (außer SO).

Route zurück zur Römerstraße

Auto, historische interaktive Karte mit Symbolen

Über die Brücke und weiter der Salzstraße folgend führt die Reiseroute zurück zur Römerstraße.

Exkurs: Der Ammersee - Drittgrößter See Bayerns

Historisch sind sie durch die Via Claudia Augusta und die Salzstraße verbunden, die Orte am Lech, die Stadt Landsberg und die Orte am Westufer des Ammersees. Heute verbindet sie ein ausgedehntes Rad- und Wandernetz und die gemeinsame Ferienregion „Ammersee-Lech“.  In der Region spannt der Gast gemeinsam mit der Bevölkerung aus und genießt die Vorzüge der Gegend. Der drittgrößte See Bayerns ist umgeben von sanften Hügeln, Wiesen, Mooren, Wäldern und idyllischen Ortschaften.

Am Ammersee gibt es jede Menge Abwechslung an wassersportlichen Aktivitäten — schwimmen, segeln, rudern, surfen oder Dampferfahrten. Motorboote sind verboten. Wer zwischen Baden, Sonnen, Wandern und Radeln eine Stärkung oder Erfrischung braucht, ist in den typischen Wirtshäusern und gemütlichen Biergärten mit regionaler Küche und frisch gezapftem Bier bestens aufgehoben.

www.ammerseelech.de

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DRUCK
Unterdiessen, Blick Zum Schluss, Fuchstal, Foto Underdiessen
Maluramuseum, Unterdiessen, Fuchstal, Foto Maluramuseum
Denklingen Landsberg Fuchstal, Foto Tschaikner
Lech bei Epfach, Denklingen, Fuchstal, Foto Tschaikner
Lorenzberg, Epfach, Denklingen, Foto Tschaikner
Römisches Museum Epfach, Kastell Abodiacum, Foto Tschaikner
Claudius Paternus Clementianus, Epfach, Denklingen, Foto Tschaikner
Lechschleife Epfach Denklingen, Foto Tschaikner
Kinsau, Lechrain, Lechhochufer, Ammersee, Foto Kinsau
Lech Erlebnisweg, Hohenfurch, Kinsau, Foto Hohenfurch
Hohenfurch Auerberland Pfaffenwinkel, Foto Hohenfurch
Schönach, Hohenfurch, Auerbergland, Foto Hohenfurch

Die Route von Landsberg nach Epfach

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Von Erpfting bis Ellighofen führt die Reiseroute auf der Originaltrasse der Römerstraße. Ab dort zweigt sie dann von der Römerstraße ab, um Ihnen die schmucken Dörfer des Fuchstales zu zeigen. Über Unterdießen thront das 1589 errichtete Schloss. Außerdem lockt in Oberdießen das Malura-Museum mit Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen und Collagen des Münchner Künstlers nach 86944 Oberdießen, am Mühlweg 2, Tel. +49 (0)8243 3638. Asch verfügt über besonders viele alte Häuser und eine Kastanienallee. Die Pfarrkirche geht laut Grabungen auf eine Holzkirche aus dem 9. Jh. zurück. Die St. Michaelskirche, auf einer Anhöhe über Denklingen, weist im Inneren viele Parallelen zur bekannten Wieskirche auf. Bei Denklingen schwenkt die Route wieder zum Originalverlauf und führt nach Epfach, das auf einer Halbinsel in der Lechschleife liegt. Im Forst westlich Denklingens fifindet sich ein Walderlebnispfad mit Aussichtsplattform auf einem Römerturm.

Das römische Abodiacum

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Am Lorenzberg, wo heute die Lorenzkapelle thront, befand sich einst das römische Kastell Abodiacum. Das kleine Römermuseum in Epfach vermittelt einen Eindruck davon. Der Ort darf auch auf einen seiner Bürger besonders stolz sein. Claudius Paternus Clementianus war Stadthalter in Nordafrika.  Museum, Via Claudia 16, 86920 Epfach, +49 (0)8243 9601—0, Sommer wie Winter 9 — 17 Uhr frei zugänglich.

von Abodiacum nach Altenstadt

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Von Epfach bis Hohenfurch führt die Route am Lechhochufer. Unterwegs lockt ein Abstecher nach Kinsau, das in mehreren Geländestufen zum Lech abfällt. Hohenfurch liegt direkt an der B17, der Nachfolgestraße der Via Claudia Augusta, die die Reiseroute im Ortszentrum unterquert. Der Ort wird von der Schönach geprägt, der die Route Richtung Schwabniederhofen folgt.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Altenstadt, Basilika, Pfaffenwinkel, Foto Tschaikner
Luftbild Altstadt Schongau, Foto Schongau
Schongau Stadtmauer, Maxtor, Pfaffenwinkel, Foto Schongau
Schongau, Gaukler, Ballenhaus, Lechrain
Peiting Panorama, Pfaffenwinkel, Foto Peiting
Peitinger Villa Rustica, Frühling, Pfaffenwinkel, Foto Peitinger Villa Rustica
Villa Peiting Hypocausten Ausgrabung Pfaffenwinkel, Foto Peitinger Villa Rustica
Wieskirche, Pfaffenwinkel, Weilheim, Foto Via Claudia Augusta
Wieskirche Orgel, Pfaffenwinkel, Weilheim, Foto Wikimedia Mtag

Die Urpfarre Schongaus: Altenstadt

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Altenstadt ist nicht nur die Vorgängersiedlung der Stadt Schongau, die später verlegt wurde. Auch die Römerstraße führte durch das Gemeindegebiet. Der stolze Ort widmete der Via Claudia Augusta einen eigenen Platz mit dem Nachbau eines Stückes Römerstraße. Ein Querschnitt zeigt ihren Aufbau aus verschiedenen Stein- und Schotterschichten. Im Ort findet sich mit der romanischen Gewölbebasilika auch einer der schönsten Sakralbauten an der Via Claudia Augusta.

Die Route nach Schongau

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Die alte Straße von Altenstadt nach Schongau führt erst in eine Senke hinunter, die ursprünglich auch zum Fluss gehörte. Die Anhöhe, auf der die Altstadt liegt, war vor Jahrtausenden ein vom Wasser umflossener „Lechumlaufberg“.  Das Maxtor ist der historische Eingang in die Altstadt.  Die Reiseroute führt durch das später für den Verkehr in die Mauer gebrochene Münztor. Innerhalb der Mauern gibt es eine Tiefgarage und einen Parkplatz. Wer die Parkgebühr sparen und schon am Spaziergang über Frauenberg und Frauentor einen Eindruck von der Stadtmauer gewinnen möchte, parkt am Parkplatz am Fuße des Lechumlaufberges.

Spaziergang innerhalb der Stadtmauern

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Besonders beeindruckend ist es, die Stadt in einer der angebotenen Stadtführungen zu erleben, darunter auch eine bei Dunkelheit und eine für Kinder. Es ist aber auch gut möglich, die Altstadt selbst zu erkunden. Durch die Klosterkirche Hl. Geist und den Hof des ehemaligen Karmeliterklosters gelangt der Besucher auf ein frei begehbares Stück Stadtmauer. Vorbei am einstigen Amtsgericht geht es zum Münzgebäude, am nach diesem benannten Münztor. Eines der schönsten Tore ist das Maxtor, das auch als Hoftor zum kleinen Wittelsbacher-Schloss Schongau genutzt wurde. Es beherbergt heute das Landratsamt. Im barrierefreien Stadtmuseum in der ehemaligen Spitalskirche St. Eramus kann der Besucher in die Stadtgeschichte eintauchen. Ein besonderer Schwerpunkt ist den Münzen gewidmet. Neben in Schongau geprägten Münzen zeigt das Museum auch römische. Das Tor im Polizeidienerturm ist, wie das Frauentor, nur zu Fuß passierbar. Das gotische Ballenhaus diente einst dem Warenumschlag an der Salzstraße. Seine Lage mitten am Platz zeugt von der Bedeutung der Handelsstraßen für Schongau. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt geht auf einen romanischen und gotischen Vorgängerbau zurück.

Stadtmuseum, Christophstr. 55-57, +49 (0)8861 254—605. geöffnet Mi, Sa, So, Fei 14 — 17 Uhr.

in den Markt Peiting

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Wie die alte Straße verlässt die Reiseroute über den steilen Lechberg die Schongauer Altstadt.  Rechts am Fluss wartet das „Plantsch“ mit Badespass in der Halle und im Freien sowie einem Saunaland. Am „Plantsch“ vorbei geht es zum „Lido“ am Lechsee, oberhalb der Staumauer. Das enge, tiefe Lechtal erinnert dort stark an einen Fjord. An der Lechbrücke, wo auch die alte Straße Richtung Peiting den Lech querte, sind ehemalige Gasthöfe erkennbar. Lechabwärts wurde für Kinder ein Märchenwald mit Streichelzoo eingerichtet. Ursprünglich führte die Straße über den Berg zwischen Schongau und Peiting, um den sie heute herumführt. Der Name Peiting geht vermutlich auf das Geschlecht der Peutinger zurück, das sich wohl schon im 6. Jh. dort niederließ. Das Marktzentrum bietet Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten. Das Museum im Klösterle erzählt von der Geschichte und dem Leben in der Gegend.  Kapellenstraße 1, +49 (0)8861 6535, geöffnet jeden MI 14 — 17 Uhr, Gruppen auf Anmeldung.

Die Peitinger Villa Rustica

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Die ersten Siedlungsspuren östlich des Lechs gehen sogar auf das 3. Jh. zurück. Von einem einst mehrere Hektar umfassenden römischen Landgut ist in einem Schutzbau das Badehaus zu erleben. Bei der Villa handelte es sich um ein in Deutschland seltenes Atriumhaus mit gehobenem Wohnstandard, das von der Mitte des 2. Jh. bis ins 4. Jh. bewohnt war. Außerdem wurde ein beschriftetes Bleitäfelchen gefunden, das als Liebeszauber gedeutet wird und die Fantasie der Besucher beflügelt. Rund um den Schutzbau wurde ein römischer Küchen- und Heilkräutergarten angelegt.

+49 (0)8861 6535, Besichtigung durch selbsterklärende Schautafeln jederzeit möglich, Führungen nach Vereinbarung.

Exkurs: Der Pfaffenwinkel - Klöster, Kirchen und Wallfahrtsorte

Man wird schwer eine Gegend mit einer größeren Zahl und Dichte an hochklassigen Klöstern und Wallfahrtskirchen finden als im Pfaffenwinkel. Der Dorfpfarrer Franz Sales Gailer prägte im 18. Jh. den eingängigen und auf den eigenen Berufsstand bezugnehmenden Namen. Pfaffe (Mehrzahl Pfaffen) ist eine alte bayerische Bezeichnung für Pfarrer. Im Wessobrunner Kloster entdeckte man das Wessobrunner Gebet, eines der ältesten dichterischen Werke der deutschen Sprache. Aus der Region stammen auch die berühmten Stuckateure der Wessobrunner Schule. Zwei ihrer Vertreter, die Brüder Dominikus und Johannes Baptist Zimmermann, verhalfen mit ihrem Kunstgeschick einem ganzen Bau zu Weltruhm - der Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies. Das Weltkulturerbe „Wieskirche“, wie der Sakralbau auch genannt wird, ist ein touristischer Magnet ersten Ranges. Eine Runde, die einige der sehenswertesten Sakralbauten verbindet und an der Via Claudia Augusta startet bzw. endet: Romanische Gewölbebasilika Altenstadt, Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Schongau, Wallfahrtskirche Vilgertshofen, Kloster Wessobrunn, Kloster Bernried, Kloster Polling, Wallfahrtskirche Hohenpeißenberg, Kloster Rottenbuch, Kloster Ettal, Wieskirche und Kloster in Steingaden und die Georgskirche am Auerberg in Bernbeuren.

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Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Bernbeuren Haslacher See Auerbergland, Foto Tschaikner
Burggen Bauernhof Baum St Anna Strasse Pfaffenwinkel, Foto Via Claudia Augusta
Kirche, Auerberg, Bernbeuren, Foto Anton Vorauer
Lechfloss, Lechbruck Am See, Ostallgäu, Foto Tschaikner
Rosshaupten, Pfannerhaus, Dokumentationszentrum, Foto Via Claudia Augusta
Forggensee, Schiff, Meilenstein, Tiefental, Rieden Am Forggensee, Ostallgäu, Foto Lois Lammerhuber

Denkmalgeschützte Burggener Bauernhäuser

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Von Schongau führt die Route erst Richtung Marktoberdorf, zweigt aber bald auf das Sträßchen ab, das über malerische Hügel, auf denen sich Wald und Wiesen abwechseln, nach Burggen führt. Im Ort macht die Straße eine S-Kurve, in deren Mitte es rechts in die denkmalgeschützte St.-Anna-Straße mit ihren regionstypischen Bauernhäusern geht und vis-a-vis, über die Schwarzkreuzstraße, zu einem Punkt mit optimalem Blick auf die Litzauer Lechschleife.

Bernbeuren, der Auerberg und sein Museum

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Direkt am Weg nach Bernbeuren liegt das Naturidyll Haslacher See, an dem auch gebadet werden kann.  An der ersten großen Kreuzung im Ort biegt die Route nach rechts und bei nächster Gelegenheit wieder nach links ab. Rechter Hand liegt das Auerbergmuseum. Es erzählt abwechslungsreich die Siedlungsgeschichte des Auerberges. Die strategisch günstige Anhöhe besiedelten schon die Kelten. In der Römerzeit befand sich dort zeitweilig eine Handwerkssiedlung, in der u. a. Teile für Katapulte produziert wurden. Es wird angenommen, dass es sich um das von Strabo beschriebene Damasia handelt. Die Straße auf den Auerberg zweigt kurz nach dem Museum rechts ab. Außerdem führt ein Erlebnisweg durch die Feuersteinschlucht auf den Gipfel. Die Gehzeit beträgt ab dem Museum ca. 2 Std. Oben bietet die Plattform auf der Georgs-Kirche einen sagenhaften Rundumblick. Der Panoramagasthof mit eigener Konditorei lockt zur Einkehr.  Auerbergmuseum, Mühlenstraße 9, +49 (0)8860 210, geöffnet Mitte April — Mitte Okt. Sa 15 — 17 und So, Feiertag 14 — 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. www.auerbergmuseum.de

Flößerdorf Lechbruck

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Nach Lechbruck am See, wo das Allgäu beginnt, folgt der Reisende den Füssen-Wegweisern. In Bayern verläuft durchwegs parallel zur Via Claudia Augusta der Lech, der auch von den Römern genutzt wurde. Lechbruck hat seiner großen Tradition in der Flößerei ein Museum gewidmet, das sich hinter den Häusern vis-a-vis der Touristinfo befindet. Von 15. Juni — 30. Sept. sind auf Anmeldung bei der Touristinfo Floßfahrten am Lech möglich.  Flößermuseum, Waidach 8, +49 (0)8862 / 987830, geöffnet April — Sept., Do. 17:30 — 19 Uhr, So. 16 — 18 Uhr und auf Anmeldung, www.flfflloesser-lechbruck.de

Via Claudia Augusta Infozentrum Rosshaupten

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Weiter geht es durch das Allgäuer Hügelland Richtung Füssen und Rosshaupten. Unterwegs weckt die Sameister-Kapelle die Aufmerksamkeit der Durchreisenden. Vis-a-vis geht es zum Badesee Schmutterweiher. Über die B16 und deren örtliche Ausfahrt führt die Route schließlich ins Dorf Rosshaupten.  Direkt an der Kreuzung im Zentrum liegt das Museum im Pfannerhaus, das auch bayerisches Via Claudia Augusta Infozentrum ist.  Vom Museum ostwärts geht es zu einem Kunstpark, den der Kunstkreis Rosshaupten der Römerstraße gewidmet hat.  Museum, Hauptstraße 1, +49 (0)8367 364, in der Saison täglich von 9 — 18:00 frei zugänglich.

Auf Römerspuren in Rieden

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Nach der Rosshauptener Pfarrkirche St. Andreas zweigt links die Straße zur B16 Richtung Rieden am Forggensee ab. Nach einem kurzen Spaziergang am See wartet dort der Rast- und Badeplatz „Mansio — mit den Römern rasten“. Im Frühjahr, bei abgesenktem Wasserspiegel, können Interessierte dort auf der Römerstraße wandern, die am Grund des Stausees liegt. Während des übrigen Jahres verkehren die Forggenseeschiffe auf ihren Spuren.  Anlegestellen an der Route: Rosshaupten Kraftwerk, Rieden-Tiefental, Rieden-Dietringen, Füssen-Festspielhaus und Füssen, +49 (0)8362 921 363 oder 938 52, 3 x täglich. 

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DRUCK
Der Lech und die berge bei Nacht in Füssen
Rathaus, Klosterhof, Museum, Foto Tschaikner
Reichenstraße, Fußgängerzone, Füsse, Foto Tschaikner
Schwangau, Kristalltherme
Römerbad, Foto Schwangau

Die Route nach Füssen

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Die Augsburgerstraße, die kerzengerade ins Füssener Zentrum führt, liegt ebenso auf der Römertrasse wie ihre Fortsetzung, die Reichenstraße. Ab dem Kaiser-Maximilian-Platz mit der Touristinfo ist sie heute eine Fußgängerzone, auf der sich      herrlich flanieren oder einkehren lässt. Wer die Altstadt erkunden möchte, folgt am besten etwas vor dem Zentrum der Beschilderung Richtung Parkgarage im Sparkassenhaus (P5). Direkt nebenan liegt die Tourist-Info.

Ein Spaziergang durch die Altstadt

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Vis-a-vis des Garagen-Ausgangs beim Hotel Hirsch führt ein Gässchen in den ruhigeren Teil der Altstadt. Dort folgt der Spaziergang der Drehergasse, dem Brotmarkt und der Lechhalde bis zur Lechbrücke. Kurz davor liegt die Heilig-Geist-Spitalkirche mit sehenswerter Rokkokofassade. Direkt am Flussufer befindet sich das Benediktinerkloster Sankt Mang, um das die Stadt wuchs. Das gegenüberliegende Lechufer bietet den sogenannten „Magnusblick” auf das Kloster und die Altstadt, einer der schönsten Blicke  auf Füssen. Über den Innenhof des Klosters St. Mang erreicht der Besucher das Museum der Stadt Füssen und kann die Stadtgeschichte und die Tradition im Lauten- und Geigenbau entdecken. Nördlich des Klosters führt vom Magnusplatz mit der barocken Kirche St. Mang ein Sträßchen hinauf zum Hohen Schloss. Schon vorher hat der Besucher immer wieder herrliche Blicke auf die frühere Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Augsburg. Sie ist eine der besterhaltenen Burganlagen Bayerns. An der Innenhoffassade sind spätgotische Illusionsmalereien zu bewundern. Innen beeindruckt neben der Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und städtischen Galerie vor allem die gotische Decke des Rittersaals. Von der Nordostecke des Klosters sind es nur wenige Schritte zum Stadtbrunnen in der Reichenstraße. Dort beginnt die Fußgängerzone, die zurück zum Kaiser-Maximilian-Platz führt.

Museum der Stadt Füssen, Lechhalde 3, +49 (0)8362 903 143, geöffnet April — Okt. Di — So 11 — 17 Uhr, Nov. — März Fr — So 13 — 16 Uhr.

Galerien im Hohen Schloss, Magnusplatz 10, +49 (0)8362 940 162, geöffnet April — Okt. Di — So 11 — 17 Uhr, Nov. — März Fr — So 13 — 16 Uhr.

Durch Schwangau und Hohenschwangau

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Am Eingang in die Fußgängerzone, wo die Via Claudia Augusta heute nicht mehr befahren werden kann, führt die Reiseroute links stadtauswärts und auf der König-Ludwig-Brücke über den Lech. Der Fluss ist Grenze zwischen Füssen und Schwangau. Geradeaus weiter geht es über den Ortsteil Horn in den Hauptort Schwangau. Am Ortseingang ist links die Königliche Kristall-Therme zu sehen. Nach der Touristinfo geht es bald rechts zu den Resten des  Badehauses einer Römervilla am Parkplatz der Tegelbergbahn, bevor es zu den Königsschlössern der Wittelsbacherkönige Maximilian II. und Ludwig II. von Bayern geht.

Das Badehaus der "Römervilla"

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Beim Bau der Tegelbergbahn wurden die Reste des Badehauses eines römischen Landhauses entdeckt, das über ein ausgeklügeltes Feuerungssystem beheizt wurde. In einem Schutzbau wird römische Badekultur begreifbar.

0049 (0)8362 8198-0, geöffnet täglich 9 — 17 Uhr, Führung auf Anfrage.

Die Route Richtung Tirol

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Von Hohenschwangau geht es über Alterschrofen zurück zur König-Ludwig-Brücke, vor der links die Tiroler Straße abzweigt. Sie führt südlich der Füssener Altstadt am Lech entlang nach Tirol.

Exkurs: Die Königsschlösser - Im Land des Märchen-König Ludwig

Die Schlösser Maximilians II. und Ludwigs II. sind vom Schwangauer Ortsteil Hohenschwangau aus erlebbar.

Schloss Hohenschwangau: Die Ruine der mittelalterlichen Burg Schwanstein wurde 1833 — 1837 vom bayerischen Kronprinzen Maximilian, dem späteren König Maximilian II. und dem Vater Ludwigs II., zum Schloss Hohenschwangau im neugotischen Stil umgebaut. Die bayerische Königsfamilie nutzte das Schloss vor allem als Sommerresidenz. Ludwig II. und sein jüngerer Bruder Otto verbrachten hier große Teile ihrer Kindheit und Jugend. Die Innenräume wurden im Geist der Romantik mit Wandgemälden mit Themen aus der mittelalterlichen Sagenwelt ausgestattet. Sehenswert sind auch der Schwanseepark südlich von Hohenschwangau und der Alpsee. Mit etwas Glück trifft man dort die Schwäne, zu denen König Ludwig eine besondere Beziehung hatte.

Schloss Neuschwanstein: Hoch über der rauschenden Pöllat erschuf Ludwig II von 1869 bis zu seinem Tode im Jahr 1886 ein Gesamtkunstwerk, das bis heute keinen Vergleich zu scheuen braucht. Die atemberaubende Lage und märchenhafte Innenausstattung ziehen täglich Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Das Schloss ließ Ludwig II. im Stil einer mittelalterlichen Ritterburg des 12./13. Jahrhunderts erbauen. Infolge seines frühen Todes konnte es aber nicht vollendet werden. So fehlt der ursprünglich vorgesehene Bergfried. Innen sind nur das Erdgeschoss, das 3. und 4. Obergeschoss fertig gestellt. Die Innenräume sind mit Szenen aus den mittelalterlichen deutschen Sagen geschmückt.

Ticket Center Hohenschwangau, Alpseestr. 12, +49 (0)8362 930 830, geöffnet April — Sept. 8 — 17 Uhr und Okt. — März 9-15 Uhr, www.ticket-center-hohenschwangau.de.

 

Museum der Bayerischen Könige: Das Museum direkt am Alpsee nutzt modernste Museumstechnik, um die Geschichte der Wittelsbacher und insbesondere Maximilians II und Ludwigs II und ihrer Schlösser zu erzählen.

Alpseestraße 27, +49 (0)8362 930 830, geöffnet April — Sept. 9 — 19 Uhr, Okt. — März. 10 — 18 Uhr, das Museum ist barrierefrei.

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Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Naturparkregion Reutte)

Text der historischen Karte von ...
100 n. Chr.

Tor in die Alpen

Wie durch ein Tor führte die Römerstraße in die Alpen. Da der Lech oft das ganze Tal einnahm, musste sie bis in den Reuttener Talkessel bereits 2 Anhöhen überwinden — zwischen Stiglberg und Kratzer sowie am Kniepass. Noch bis 1784 wurde die römische Straßentrasse weitergenutzt. Die Landesstraße verläuft noch heute über den Kniepass. Vor dem Anstieg nach Ehrenberg führte die Via Claudia Augusta durch das Gemeindegebiet von Breitenwang, wo sich vermutlich eine Straßenstation (mansio) und die erste kleine Siedlung im Talbecken befand. Reutte entwickelte sich erst später — an der Salzstraße. Noch heute ist Breitenwang kirchliches Zentrum des Bezirkes.


1504

Reutte blüht auf

Der Lech mit seinen ausgedehnten Überschwemmungsgebieten prägte auch 1504 das Talbecken, das ganz wesentlich von der Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodensee-Raum lebte. 1464 war zwischen Lechaschau und Reutte eine Brücke errichtet worden, die die Lechfurt bei Höfen ersetzte. Ein Salzlager und zahlreiche Straßengasthöfe ließen Reutte zum Zentrum des Tiroler Außerfern wachsen. 1489  erhielt es von Sigismund „dem Münzreichen“ das Marktrecht. Über dem Tal thronte das Schloss Ehrenberg. Eine Mauer versperrte die Talenge. Jeglicher Verkehr musste durch das Tor der Zollstation. Bei Pflach bestand eine Eisenhütte. Das noch nicht zu Tirol gehörige Vils war seit 1327 Stadt und verfügte über eine Stadtmauer mit zwei Toren im Norden und Süden.


1780

stark befestigt

Zahlreiche Festungsanlagen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol prägten um 1780 die Gegend.  Zusätzlich zur Talsperrre Ehrenberg, die um zwei weitere Festungen gewachsen war, gab es mehrere Vor-Festungen. Die Marktgemeinde Reutte zu ihren Füßen zählte bereits rund 1000 Einwohner. Mehrere neue Straßen wurden soeben fertig gestellt. Jene von Reutte über Vils nach Kempten führte nun im Süden an der ummauerten Stadt vorbei, die Straße von Füssen nach Pinswang um den Stiglberg herum. Die Ulrichsbrücke wurde erst 1914 gebaut. Kurz nach der Jahrhundertwende verlängerte man auch die bestehende bayerische Lokalbahn zur Außerfernbahn, die vorerst bis Reutte führte. Selbst rund um Reutte war der Fluss weitgehend unreguliert.


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DRUCK
Brücke über dem Lechfall
Baumkronenweg Ziegelwies, Foto Walderlebniszentrum
Radweg zwischen Füssen und Pinswang
Vilseck
Kulturfoto Lechauen 7
Blick Vom Vogelbeobachtungsturm in Lechau, Foto Tschaikner

Route von Füssen ins Reuttener Becken

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Von Füssen folgt die Route der alten Landesstraße über die deutsch-österreichische Grenze. Bei Weißhaus erblickt der Aufmerksame einen Steinbruch, in dem schon in der Römerzeit gelber Marmor abgebaut wurde. Ein in Kempten ausgestellter Sarkophag, wurde z. B. aus diesem Marmor gefertigt. Dass der Lech an manch engerer Stelle das ganze Tal für sich alleine benötigte führt die Römerstraße an der niedrigsten Stelle zwischen Kratzer und Stieglberg über den Bergrücken zum Gasthof Gutshof zum Schluxen, in dem schon König Ludwig gern einkehrte. Am höchsten Punkt sind Wagenspuren im Fels zu entdecken. Heute verläuft dort die Fernwanderroute Via Claudia Augusta, aber bis zum Bau einer neue Straße 1772 — 84 mühte sich der gesamte Verkehr über die Anhöhe. Eine Gedenktafel in der Felswand, gleich nach der Schnellstraßeneinfahrt, erinnert an den Bau der neuen Straße. Etwas weiter passiert die Route die Ulrichsbrücke, das letzte Bauwerk der österreichisch-ungarischen Monarchie. In Unterpinswang thront malerisch auf einem Hügel die barocke Ulrichskirche mit sehenswertem Deckenfresko, das von der Schlacht am Lechfeld, südlich von Augsburg, erzählt. Auch der bald folgende Kniepass war notwendig, weil sich im Tal der Lech breit machte. In Pflach erinnert eine denkmalgeschützte Bahnbrücke an die Anfänge der Außerfernerbahn. Die Ulrichskapelle im Ortsteil Hüttenbichl wurde zu Zeiten des Bergbaus und eines Messingwerkes 1515 erbaut.

Lechfall, Walderlebniszentrum, Baumkronenweg

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Nach Füssen springt der Lech tosend aus den Alpen. Ab dort ist der Lech floßbar. Wenig später macht das grenzüberschreitende Walderlebniszentrum den Lebensraum Wald, zwischen dem Wildfluss und den Steilhängen des Allgäuer Bergwaldes, in seiner ursprünglichen Form erlebbar — mit einer Ausstellung und Erlebnispfaden. Besonderes Highlight ist der 480 m lange und 21 hohe Baumkronenweg. Tiroler Str. 10, Füssen, +43 (0)8362 93875—50, geöffnet 1. Mai — 31. Okt. tägl. 10 — 17 Uhr, 1. Nov. — 30. April Di — Do 10 — 16 und Fr 10 — 13 Uhr, zwei Erlebnispfade sind jederzeit begehbar. www.walderlebniszentrum.eu

Wildflusslandschaft "Naturpark Tiroler Lech"

Der letzte Wildfluss im nördlichen Alpenraum darf noch aus eigener Kraft seinen Lauf gestalten. In seinem breiten Flussbett inszeniert er sich immer wieder von Neuem. Flussarme verzweigen und vereinen sich. Steine aus seinen Seitentälern lagert der Fluss laufend zu mächtigen Kies- und Schotterbänken um. Das wirklich Beständige ist die stetige Veränderung. Weite Auwälder, klare Quellseen und die Bergwelt der Allgäuer und Lechtaler Alpen machen den Naturpark  zu einer der schönsten und urtümlichsten alpinen Landschaften. Flussauen sind die „Dschungel“ von Mitteleuropa. 1116 oder ein Drittel aller in Tirol heimischen Pflanzen wachsen im Naturpark. Davon sind ein Drittel oder 392 Arten als sehr wertvoll oder gefährdet eingestuft. Die neue Naturausstellung „Der letzte Wilde“ in der Burgenwelt Ehrenberg macht den Naturpark und seine Besonderheiten in neun Themeninseln mit allen Sinnen erlebbar.

Klause 1, +43 (0)5672 62007, geöffnet tägl. von 10 — 17 Uhr. Ab Mitte Nov. bis einschließlich Weihnachten geschlossen.

www.naturpark-tiroler-lech.at

Vogelbeobachtungsturm in den Lechauen

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Vom 18 m hohen Holzturm an den Lechauen hat man einen tollen Blick von oben auf die interessanten Lebensräume. Schautafeln erklären, was der Besucher sieht. Am Turm beginnt auch ein Vogelerlebnispfad rund um ein Stillwasser. Im Auwald und am nahen Lechufer ist die  Fauna und Flora hautnah zu erleben.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Auskunft erteilt die

Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
0043 664 27 63 555

Detailfragen zur Region beantwortet am Besten die

Touristinfo der Naturparkregion Reutte
www.reutte.com
Untermarkt 34, 6600 Reutte
info@reutte.com
0043 5672 62 336 40

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DRUCK
Dekanatspfarrkirche Breitenwang, Foto Breitenwang
Museum Grünes Haus Reutte Untermarkt Architekturmalerei
Kellerei Saal
Denar Lugdunum
Burgruine Ehrenberg Morgennebel
Museum Ausstellung Dem Ritter Auf Der Spur Ehrenberg Burgenwelt

nach Breitenwang

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Auf einem kleinen Nebensträßchen, unter dem heute die Römerstraße begraben liegt, geht es nach Breitenwang. Unter der Dekanatspfarrkirche liegt vermutlich eine römische Straßenstation. Dann geht es aber der Touristinfo am Untermarkt und Obermarkt durch die Marktgemeinde Reutte. Die Straße durchs Zentrum entspricht ab dem Kreisverkehr der Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodenseeraum. Nach kurzer Zeit auf der Fernpass-Bundesstraße führt die Route durch die Zollstation „Ehrenberger Klause“.

Breitenwang, das geistige Zentrum des Außerfern

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1278 wird von „Ruhi prope Breitwanch“ (Reutte bei Breitenwang) geschrieben, was zeigt, dass der Ort damals noch bedeutender als der heutige Bezirkshauptort Reutte war. Breitenwang ist vermutlich die älteste Siedlung im Tiroler Außerfern und noch heute das geistliche Zentrum. Dass die Dekanats-Pfarrkirche  früher Petrus geweiht war, deutet auf spätrömische Wurzeln hin. Es wird auch vermutet, dass sich die römische Straßenstation im Bereich der Kirche befand. In der Totenkapelle der nunmehr den Hl. Petrus und Paulus geweihte Pfarrkirche befindet sich ein berühmter stuckierter Totentanz von Thomas Seitz. Geöffnet täglich 8 — 17 Uhr.

Das Zentrum der Marktgemeinde Reutte

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Das von der Salzstraße geprägte Reutte beginnt am Untermarkt — mit dem Salzstadel  und dem typisch bemalten Museum im Grünen Haus  auf der rechten Seite des Gässchens. Alte Gasthöfe, Bürger- und Handwerkerhäuser säumen auch den anschließenden Obermarkt. Das Haus, in dem heute die Bezirkshauptmannschaft sitzt, ist das ehemalige Kornhaus. Der Via-Claudia-Augusta-Brunnen am Isserplatz  unterstreicht die heutige Bedeutung der Römerstraße für die Gemeinde. Museum im Grünen Haus, 6600 Reutte, Untermarkt 25, +43 (0)5672 72 304. geöffnet Di — Sa 13 — 17:00 Uhr und nach Vereinbarung, www.museum-reutte.at

Die Burgenwelt Ehrenberg

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Die 4 Festungen des Festungsensembles Ehrenberg und Mauern dazwischen bildeten einst eine durchgehende Talsperre. Jeder Reisende musste durch das Tor der Klause, über der die Festung Ehrenberg thront. Fort Claudia auf der Anhöhe im Osten und die Barockfestung Schlosskopf komplettieren das Ensemble. In der Klause ist heute die Erlebnisausstellung „Dem Ritter auf der Spur“  untergebracht. Gleich daneben ist in einem Neubau die Naturparkausstellung „Der letzte Wilde“  zu sehen. Die Ruine der höchstgelegenen Festung Schlosskopf ist heute eine barocke Festungs-Schau-Baustelle  und bietet einen herrlichen Ausblick auf das Lechtal. Von der Festung Ehrenberg   und  einem Hornwerk, die auch mit einem Schrägaufzug barrierefrei zu erreichen sind,  gelangt man über eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt, der Highline 179, zum Fort Claudia.

Exkurs: Ehrenberg - Vier Jahrhunderte lebendige Festungsgeschichte

Die vier Festungsteile Schlosskopf, Burgruine Ehrenberg, Ehrenberger Klause und Fort Claudia dokumentieren insgesamt vier Jahrhunderte Festungsbaugeschichte und bildeten einst gemeinsam eine durchgängige Talsperre. Heute machen sie Leben und Kultur im Mittelalter hautnah  begreifbar und erlebbar. In der Ausstellung „Dem Ritter auf der Spur“ in der Klause reist der Besucher, gemeinsam mit Heinrich und Maria durch die Zeiten. Auch der Via Claudia Augusta ist ein Raum gewidmet. Für Kinder gibt es eine eigene Ritter-Rüdiger-Museums-Rallye. In der Arena wartet die Multimediaschau Ehrenberg Historical. Im Außenbereich wurde der Salzstadel aus Lermoos wiederaufgebaut und es gibt auch einen Mittelalter-Spielplatz. Die Arena kann genauso wie der Ehrenberg-Keller,  der Salzstadel oder die Bretterkapelle für Feiern und Events gemietet werden, sogar mit historischer Kost und Inszenierung. Am höchsten Punkt, dem „Schlosskopf“ warten eine barocke Schau-Baustelle sowie einer der schönsten Blicke auf das Reuttener Becken und den Naturflfflluss Lech.  Mit einer Schleife wird das Burgenensemble künftig auch in  den Lechweg, vom Ursprung bis zum Fall eingebunden. 2014 öffnete am Areal die Naturausstellung „Der letzte Wilde“. Der Besucher kann im Landgasthof Klause oder in der alten Kaserne übernachten. Jeweils am letzten Wochenende im Juli lädt Ehrenberg, gemeinsam mit mehreren 100 Schaustellern, zur Zeitreise von den Kelten, über die Römer bis ins Mittelalter.  +43 (0) 5672 620 07, geöffnet täglich 10 — 17 Uhr, www.ehrenberg.at

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Auskunft erteilt die

Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
0043 664 27 63 555

Detailfragen zur Region beantwortet am Besten die

Touristinfo der Naturparkregion Reutte
www.reutte.com
Untermarkt 34
info@reutte.com
0043 5672 62 336 40

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Auto Gast, historische interaktive Karte mit Symbolen


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Haben Sie Vorschläge / Ideen zur Verbesserung der Route für Auto, Camper, Bus, ...? Lassen Sie uns sie wissen /


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"4 KARTEN DURCH DIE JAHRTAUSENDE" (EDITION TIROLER ZUGSPITZ ARENA)

Text der historischen Karte von ...
400 n. Chr.

Die Römerzeit

Der Lech mit seinen ausgedehnten Überschwemmungsgebieten prägte auch 1504 das Talbecken, das ganz wesentlich von der Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodensee-Raum lebte. 1464 war zwischen Lechaschau und Reutte eine Brücke errichtet worden, die die Lechfurt bei Höfen ersetzte. Ein Salzlager und zahlreiche Straßengasthöfe ließen Reutte zum Zentrum des Tiroler Außerfern wachsen.1489 erhielt es von Sigismund „dem Münzreichen“ das Marktrecht. Über dem Tal thronte das Schloss Ehrenberg. Eine Mauerversperrte dieTalenge. Jeglicher Verkehr musste durch dasTor der Zollstation. Bei Pflffllach bestandeine Eisenhütte. Das noch nicht zu Tirol gehörige Vils war seit 1327 Stadt und verfügte über eine Stadtmauer mit zwei Toren im Norden und Süden.


1599

Spätes Mittelalter /

frühe Neuzeit

Der Lech mit seinen ausgedehnten Überschwemmungsgebieten prägte auch 1504 das Talbecken, das ganz wesentlich von der Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodensee-Raum lebte. 1464 war zwischen Lechaschau und Reutte eine Brücke errichtet worden, die die Lechfurt bei Höfen ersetzte. Ein Salzlager und zahlreiche Straßengasthöfe ließen Reutte zum Zentrum des Tiroler Außerfern wachsen.1489 erhielt es von Sigismund „dem Münzreichen“ das Marktrecht. Über dem Tal thronte das Schloss Ehrenberg. Eine Mauerversperrte dieTalenge. Jeglicher Verkehr musste durch dasTor der Zollstation. Bei Pflffllach bestandeine Eisenhütte. Das noch nicht zu Tirol gehörige Vils war seit 1327 Stadt und verfügte über eine Stadtmauer mit zwei Toren im Norden und Süden.


1926

18./19. Jh. - als die Talsperre Ehrenberg kommt war

Der Lech mit seinen ausgedehnten Überschwemmungsgebieten prägte auch 1504 das Talbecken, das ganz wesentlich von der Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodensee-Raum lebte. 1464 war zwischen Lechaschau und Reutte eine Brücke errichtet worden, die die Lechfurt bei Höfen ersetzte. Ein Salzlager und zahlreiche Straßengasthöfe ließen Reutte zum Zentrum des Tiroler Außerfern wachsen.1489 erhielt es von Sigismund „dem Münzreichen“ das Marktrecht. Über dem Tal thronte das Schloss Ehrenberg. Eine Mauerversperrte dieTalenge. Jeglicher Verkehr musste durch dasTor der Zollstation. Bei Pflffllach bestandeine Eisenhütte. Das noch nicht zu Tirol gehörige Vils war seit 1327 Stadt und verfügte über eine Stadtmauer mit zwei Toren im Norden und Süden.


DRUCK
Heiterwang See Schiff Einsteigen, Foto Anton Vorauer
Zunftkirche Bichbach Tiroler Zugspitz Arena, Foto Anton Vorauer
Zunftmuseum Bichlbach
Radweg Heiterwang Bichlbach Tiroler Zugspitz Arena, Foto Anton Vorauer

Die Route von Ehrenberg bis Lermoos

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Wie die römische Trasse und die Salzstraße führt die Reiseroute durch das Tor der Klause Ehrenberg. Über viele Jahrhunderte war das die einzige Möglichkeit, um die Talsperre zu passieren, an der Fuhrleute Zoll zu zahlen hatten. Heute wird Ehrenberg von eiligen Reisenden umfahren, genauso wie der folgende Ort Heiterwang. Die neue Ortsumfahrung ist nicht die erste Verlagerung der Straße. Die Römerstraße führte kerzengerade durch das Gemeindegebiet, die Salzstraße, in einem langen Bogen durch den Ortskern und die bis vor wenigen Jahren aktuelle alte Bundesstraße wieder geradeaus. Vom Ort bekommt der Reisende am meisten zu sehen, wenn er am Ortsrand rechts dem langen Bogen der alten Straße durch den Ortskern folgt, an dem sich viele alte Häuser aneinanderreihen. Vor der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, mit in Ansätzen erkennbaren gotischen Elementen, lockt ein Abstecher zum Heiterwanger See. Bichlbach am Eingang ins Hochtal von Berwang  und Namlos war einst Zunftzentrum des Außerfern. Davon zeugen Österreichs einzige Zunftkirche und das Zunftmuseum Bichlbach. Auch ein Abstecher von der Bundesstraße in die beschaulichen kleinen Örtchen Wengle und Lähn lohnt. Lähn verdankt seinen Namen einem Lawinenunglück, nach dem es an anderer Stelle neu aufgebaut wurde. Der Ortsname bedeutet auf Tirolerisch „Lawine“.

Zunftkirche und Zunftmuseum Bichlbach

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Die in der Zunftbruderschaft St. Joseph zu Bichlbach vereinten Außerferner waren bekannt als gute Bauhandwerker, die nach dem Bedeutungsverlust der alten Straße in großer Zahl in die Ferne zogen. Davor trafen sie sich regelmäßig in der Zunftkirche St. Joseph, in der auch einiges ihrer Handwerkskunst zu bestaunen ist. Das Zunftmuseum Bichlbach im alten Mesnerhaus, nahe der Pfarrkirche, ist dem Zunftwesen und den geschätzten Außerferner Zimmerern, Maurern, Malern und Bildhauern gewidmet. Das Haus wurde von Ehrenamtlichen in vielen Arbeitsstunden renoviert und ist heute auch kultureller Treffpunkt, der neben dem Museum die Bücherei und die Touristinfo beherbergt. Wahl 31a, Bichlbach, +43 (0)5674 5205, geöffnet Mo — Fr 8 – 12 Uhr und jeden Di 19:30 – 22 Uhr. www.zunftmuseum.at

Exkurs: Heiterwanger See - Historisches Fischwasser

Heiterwang verdankt den vielen Fischen im See seine erste Erwähnung im Jahre 1288. Auch Kaiser Maximilian I. fischte und jagte gern in der Gegend. Der ursprünglich 68 cm höher gelegene Heiterwanger See ist heute über einen Kanal mit dem Plansee verbunden, der auf den Gemeindegebieten von Reutte bzw. Breitenwang liegt. Beide Seen besitzen eine hohe Wasserqualität, die nicht nur die Fische schätzen. Mit ihrer großen Sichttiefe sind die 60 — 77 Meter tiefen Seen auch bei Tauchern sehr beliebt. Mit einem der höchst gelegenen kommerziellen Schifffahrtslinien in Österreich sind beide auch über Wasser zu erleben.  Fischer am See 1, 6611 Heiterwang, +43 (0)5674 5116, Abfahrtszeiten: 10:10, 11:00, 13:10, 14:00, 15:10, 16:00.  www.fischeramsee.at

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Tiroler Zugspitz Arena Panorama
Grabung Prügelweg Lermoos
Ehrwald Kirchplatz

Durch die Naturarena am Fuß der Zugspitze

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Die Fernpass Bundesstraße führt heute durch den Lermooser Tunnel an den Orten vorbei zum Fernpass. Die Reiseroute verlässt die Bundesstraße bei der Ausfahrt Lermoos und führt wie die Römerstraße durch die Naturarena. Um dem Reisenden alle drei Ferienorte zu zeigen, steuert sie allerdings nicht wie die historischen Straßenverbindungen direkt von Lermoos nach Biberwier, sondern um das Feuchtgebiet Moos herum durch Lermoos, Ehrwald und Biberwier.

Lermoos lebte von der Straße

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Die Straße verlieh der bedeutendsten Tourismusgemeinde im Außerfern schon seit Jahrhunderten wirtschaftliche Wichtigkeit. Sie gilt als einer der ältesten Orte im Bezirk. Schon 1020 taucht erstmals ein „Larinmoos“ auf, das so viel wie Lärchenmoos bedeutet. Zu Zeiten der Salzstraße befand sich oberhalb der Pfarrkirche Hl. Katharina ein Warenzwischenlager, in dem die Waren abgeladen und auf die Wagen der örtlichen Fuhrleute geladen werden mussten. Unterhalb der Kirche, am Eingang in das „Moos“, zeichnet ein Durchblick-Panorama die römische Prügelstraße wieder in die Landschaft. Wer sie orten möchte, braucht nur durch das Moos zu springen. Generell ist der Moorboden weich. Wo die Straße begraben liegt, ist der Boden fest.

Fass-Tauben, made in Ehrwald

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Mehrere Gräber aus römischer Zeit belegen die frühe Besiedelung. Zur Zeit der Salzstraße lebten viele Ehrwalder von der Herstellung von Tauben für die Haller Salzfässer. Im 19 Jh. war in der größten Gemeinde der Region die Heimindustrie der Kamm-, Pfeifenmacher und Pfeifenspitzdreher verbreitet. Eine neue wirtschaftliche Blüte begann mit der Tiroler Zugspitzbahn. Ein Spezifikum von Ehrwald, ist  der besonders weitläufige Kirchplatz. Ehrwald genießt auch den Ruf eines Künstlerdorfes. Ludwig Ganghofer, der Dirigent Clemens Krauss, seine Gattin, die Opernsängerin Viorica Ursuleac und der Maler Rudolf Schramm-Zittau lebten zeitweise in der Gemeinde. Ihre Grabdenkmäler fifinden sich ebenso im Friedhof, wie das des Historikers und Unterrichtsministers Heinrich v. Srbik. Am Friedhof finden sich auch zahlreiche der kunstvollen Grabkreuze des tirolweit anerkannten Kunstschmiedes Franz Guem.

Bergbauort Biberwier

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Auf der Wiese nordöstlich des Ortes lag die letzte römische Raststation vor dem Fernpass. Wagenspuren im Fels unterhalb der ersten Kurve, Richtung Lermoos, stammen aus späterer Zeit. Da die Erhaltung der Prügelstraße nicht mehr zu bewerkstelligen war, führte die  Salzstraße kurvig am Hang entlang. Der kleinste der drei Orte im Becken war auch bedeutendster Bergbauort im Außerfern. Auf der Silberleithe oberhalb von Biberwier wurden Fahlerze abgebaut, mit denen in Schwaz aus dem Gestein das Silber gewonnen wurde. Bis 1921 war der Bergbau aktiv.

Exkurs: Zugspitze - Die Römerstraße aus 2962 m Höhe betrachtet

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In der Tiroler Zugspitz Arena berührt die Via Claudia Augusta den Fuß von Deutschlands höchstem Berg. Die große Höhe erlaubt einen herrlichen Blick in alle Richtungen — auf die Bergwelt, aber auch auf das Gebiet, das die Römerstraße im bayerischen Alpenvorland durchquert, auf die historische Trasse durch das Becken unterhalb des markanten Berggipfels und auf den Fernpass. Mit der Tiroler Zugspitzbahn, die in den 30er-Jahren ein Meilenstein in der Entwicklung zur Tourismusregion und einer neuen wirtschaftlichen Perspektive darstellte, gelangt man in wenigen Minuten auf den Berg mit Aussichtsplattform und Gastronomie auf deutscher und österreichischer Seite sowie dem Museum „Faszination Zugspitze“, das u. a. die Geschichte des Baus der Bergbahn erzählt.  Talstation Tiroler Zugspitzbahn,  Obermoos 1, 6632 Ehrwald, +43 (0)5673 2309, Betriebszeiten: 24. Mai — 2. Nov, 8:40 — 16:40 Uhr, www.zugspitze.at

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Auskunft erteilt die

Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
0043 664 27 63 555

Detailfragen zur Region beantworten am Besten die

Touristinfos der Tiroler Zugspitz Arena
www.zugspitzarena.com
Unterdorf 15, 6631 Lermoos
Kirchplatz 1, 6632 Ehrwald
Fernpaßstraße 27, 6633 Biberwier
info@zugspitzarena.com
0043 5673 20000

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Auto Gast, historische interaktive Karte mit Symbolen


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"4 Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Imst)

Text der historischen Karte von ...
100 n. Chr.

Alter Siedlungsraum

763 wird von einem „Oppidum Humiste“ geschrieben. Oppidum bezeichnet eine befestigte vorrömische Siedlung. Ihre Erwähnung nach der Römerzeit deutet auf eine durchgehende Besiedelung seit vorrömischer Zeit hin, die sich am „Bergl“ oberhalb des Imster Stadtzentrums befunden haben dürfte. Auch in Dormitz bei Nassereith gibt es Hinweise auf frühgeschichtliche Besiedelung. Da wie dort richteten die Römer entlang der Via Claudia Augusta Straßenstationen ein. Rund um diese entwickelten sich Siedlungen. In Imst, das der bedeutendste Siedlungsort zwischen Füssen und Meran war,  vermutlich parallel zur vorrömischen. Frühgeschichtliche und römische Besiedelung gibt es übrigens auch auf der Sonnenseite des Tschirgant, in Karrösten und Karres.


1550

Bergbau-Hochburg

Das Gebiet an der Via Claudia Augusta zwischen Biberwier und Inntal war im mehrfachen Sinne eine Hochburg des Bergbaus.  Im Mieminger Gebirge im Osten, in den Lechtaler Alpen im Norden und an den Hängen des Tschirgants im Süden befanden sich bedeutende historische Bergbau-Reviere. Vor allem im der Felswand „Söllberg“, vor der Nassereith liegt, entdeckt man bei näherem Hinsehen zahlreiche Mundlöcher. Abgebaut wurde Bleiglanz für die Gewinnung von Silber aus den silberhältigen Erzen von Schwaz und in späterer Zeit Zinkblende. Ausserdem war Imst, neben seiner Bedeutung als Marktplatz und Verkehrsknoten, Sitz des Berggerichts, dessen Wirkungsbereich bis in das Ausserfern und nach Vorarlberg reichte.


1901

Lange verhinderte Stadt

Imst ist schon seit Jahrtausenden die bedeutendste Siedlung zwischen Füssen und Meran und ein wichtiger Verkehrsknoten. Seit dem Spätmittelalter ist es ein Markt und vom 15. bis 17. Jh. befand sich dort der Sitz eines Berggerichts, dessen Wirkungskreis ins Außerfern und nach Vorarlberg reichte. Wären nicht die einflffllussreichen Herrn von Starkenberg dagegen gewesen, weil Imst dann direkt dem Landesfürsten unterstanden hätte, wäre die Gurgltal-Metropole schon seit 700 Jahren eine Stadt mit Stadtmauer. Nach einem Brand im Jahr 1822, dem 206 von 220 Häusern zum Opfer ffiielen, wurde Imst neu aufgebaut und schließlich 1898 doch noch zur Stadt erhoben. Bekannt ist Imst übrigens auch durch seine Vogelzüchter und Händler.


DRUCK
Fernpass Blindsee, Foto Anton Vorauer
Fernpass Salzstrasse Mittelalter, Foto Anton Vorauer
Fernsteinsee Schloss Fernpass
Tourenradler Fernstein
Radshuttle Radfahrer Fernpass Fernstein

Die Route über den Fernpass

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Auf der alten Landstraße führt die Reiseroute parallel zur römischen Trasse zum Weißensee. Dort folgt sie der Fernpass-Bundesstraße, während die Römerstraße kerzengerade zur höheren alten Fernpasshöhe führt. Zur Römerzeit reisten die meisten zu Fuß. Deshalb war Steigung kein Problem. Es zählte, der kürzeste Weg. Die römische Trasse weist durch ganz Tirol nur 4 Kehren auf. 1540 bis 1543 ließ der Ehrenberger Pffllfleger eine neue Straße bauen, die die Bundesstraße auf der aktuellen Passhöhe quert. Schautafeln erklären die faszinierende Natur. Auf der Fahrt von der Passhöhe hinunter ist auf halbem Weg zu einer Kehre links ein Weg zu sehen, der der Römerstraße entspricht. Hoch oberhalb der Kehre  liegt die alte Fernpasshöhe.

Sieben smaragdgrüne Seen

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Rund um den Fernpass liegen insgesamt sieben Seen, die nicht nur mit ihrer Farbe bestechen. Der Blindsee ist ein beliebter alpiner Badesee. Ein Sträßchen, das etwas vor der Blindseekehre von der Bundesstraße abzweigt, führt zu einem gebührenpflichtigen Parkplatz unweit des Seeufers. Ist der Schranken am Beginn der Straße geschlossen, ist kein Parkplatz mehr frei. Eine Alternative sind der Parkplatz am Weißensee und eine relativ kurze Wanderung zum See. Den Fernsteinsee genießen Kenner auf einer Bootsfahrt oder einem Spaziergang um den See.

In die Felssturznische

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Auf der Passhöhe kann der Interessierte, auf dem geschotterten Sträßchen aus der frühen Neuzeit, das heute die Via Claudia Augusta Rad- und Wanderroute ist, in die vermutete Felssturznische Afrigal spazieren. Dort befindet sich der größte Spirkenbestand der Ostalpen. Schautafeln erklären die Besonderheiten.

Ensemble Schloss Fernstein

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Am Fernsteinsee liegt das Ensemble aus Schloss Fernstein, Hotel-Restaurant, Rasthaus, Kapelle und kleiner schlosseigenen Landwirtschaft. Der Fernsteinsee ist auf einem Spaziergang zu umrunden. Über eine Brücke am Südostufer erreicht der Interessierte eine Insel mit im Wald versteckten Resten eines Lustschlosses. Herzog Sigismund der Münzreiche hat es für seine Frau, die schottische Königstochter Eleonore, errichten lassen.

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Touristinfos der Tiroler Zugspitz Arena
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Unterdorf 15, 6631 Lermoos
Kirchplatz 1, 6632 Ehrwald
Fernpaßstraße 27, 6633 Biberwier
info@zugspitzarena.com
0043 5673 20000

Detailfragen zur Region ab inkl. Fernpass beantworten am Besten die

Touristinfos von Imst Tourismus
www.imst. at
Postplatz 28, 6465 Nassereith
Johannesplatz 4, 6460 Imst
info@imst.at
0043 5412 6910

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Dormitz Nassereith Richtung Fernstein
Nassereith See Gurgltal
Fasnachtshaus Nassereith
Gurgltal Imst
Knappenwelt Bergbau Pochwerk
Tarrenz Richtung Imst
Radfahrer Gurgltal

Die Route von Fernstein nach Imst

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Der ausgedehnte Dorfkern rund um die nazarenische Pfarrkirche und den stattlichen Postplatz zeugen von der großen Zeit der Bergbaugemeinde Nassereith am Knoten der Straßen Richtung Innsbruck, Imst und Fernpass.  Wie viele Orte entwickelte sich Nassereith an der Nachfolgestraße der Römerstraße. Die Reiseroute präsentiert die alte Straße auf den Holzleitensattel hinauf, Richtung Innsbruck, führt über die neue Straße wieder die Holzleite hinunter und zweigt auf halber Höhe in den Nikolaus-Wallfahrtsort Dormitz. Dort wird eine römische Straßenstation vermutet. Richtung Imst durchquert die Reiseroute Tarrenz mit zahlreichen ehemaligen oder noch aktiven alten Gasthöfen. Neben den Verdienstmöglichkeiten der Straße und dem Bergbau war Tarrenz einst der Ort der Nagelschmiede. Im Zentrum der „Tarreter Fasnacht“ stehen die Hexen.

Fasnachtshaus Nassereith

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Das Fasnachtshaus begeistert mit einem Film und lebensgroßen Puppen in den Kostümen des bekannten „Schellerlaufens“. Da das Museum auch Vereinshaus ist, sind auch alle Masken zu sehen.  Sachsengasse 81a, +43 (0)680 3131184, www.fasnacht-nassereith.at.

"Knappenwelt Gurgltal" und "Heilerin" in Tarrenz

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Die Knappenwelt ist ein Erlebnis-Dorf, das die Bevölkerung mit kundiger Anleitung entwickelt und mit Leben füllt. Es besteht aus Gebäuderekonstruktionen, Einrichtungen zur Erzgewinnung und einem Stollen. Es gibt sogar ein Knappen-Schlaflflager, in dem Reisende übernachten können. Am Areal befifindet sich außerdem die Ausstellung zur „Heilerin vom Gurgltal“. Sie wurde als Hexe verbrannt.  Tschirgant 1, +43 (0)5412 63023, geöffnet 1. Mai – 31. Okt. Di — So 10 — 17 Uhr oder nach Vereinbarung.

Bier-Mythos auf Schloss Starkenberg (Tarrenz)

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Wo einst die Ritter von Starkenberg residierten, wird seit gut 200 Jahren eines der köstlichsten Biere Tirols gebraut. Durch die Räumlichkeiten des 700 Jahre alten Schlosses führt die Erlebniswelt Starkenberger Bier-Mythos mit Bierschwimmbad..Griesegg 1, +43 (0)5412 66 201—0, www.starkenberg.at

Exkurs: Kletterparadiese - Auf den Spuren der Bergknappen

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Wahrscheinlich schürften schon die Römer entlang der Via Claudia Augusta nach Erz. Später war das Gebiet zwischen Fernpass und Imst eine Bergbau-Hochburg. Um an die Schätze in der steilen Bergwand hinter Nassereith zu kommen, kletterten die Knappen über ausgedehnte Systeme aus Steigen und Leitern zu den Mundlöchern hinauf, die aufmerksame Beobachter noch heute erkennen können. Neben den Klettergärten und -steigen in dieser Wand gibt es zahlreiche weitere Kletterparadiese  entlang der Römerstraße. Ob Bouldern, Sportklettern, alpine Mehrseillängentouren oder familienfreundliche Klettergärten und -steige — vom zweistündigen Zeitvertreib bis zu mehrtägigen Alpin-Touren. Von bizarren Eisformationen und Wasserfällen im Winter bis zu idyllisch gelegenen Klettergärten und Boulderfelsen im Sommer. Die meisten Routen sind sehr gut abgesichert. Unerfahrene können sich auf gut ausgebildete, erfahrene Kletterführer verlassen.  Für weniger schöne Tage gibt es zahlreiche Indoor-Kletterhallen  sowie erlebnisreiche Alternativprogramme.  Alle Topos und Infos zu Zustieg, Absicherung, etc. finden Sie auf

www.climbers-paradise.com

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

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Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
0043 664 27 63 555

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Touristinfos von Imst Tourismus
www.imst. at
Postplatz 28, 6465 Nassereith
Johannesplatz 4, 6460 Imst
info@imst.at
0043 5412 6910

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Imst Meran Des Nordens
Laurentiuskirchlein Imst
Kramergasse Imst
Imst Rosengartenschlucht
Imst Schemenlaufen

Die Route nach Imst

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Zwischen Tarrenz und Imst liegt die Trasse der Römerstraße leicht oberhalb der Straße. Im Stadtgebiet verlässt sie den Hang und steuert geradewegs auf die Pfarrkirche zu. Danach führt sie ungefähr unterhalb der alten Hauptstraße durch die Stadt, über die auch die Reiseroute führt. Da es im Stadtzentrum kaum Parkplätze gibt, ist es ratsam, das Auto während eines Spaziergangs am großen Parkplatz abzustellen.

Ein Spaziergang durch Imst

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Schon nach wenigen Metern des Spaziergangs durch die Stadt entdeckt man die ersten Brunnen. Ihre Vielzahl ist eine Besonderheit der Stadt, die in einem Brunnenführer aufbereitet wurde. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt hat mit 84,5 Metern den höchsten Kirchturm Tirols. Vom weitläufigen Friedhof aus kommt die spätgotische Architektur gut zur Geltung, der mit der Regotisierung der Außenkirche in den Jahren 1909 und 1912 Rechnung getragen wurde. An der Außenwand sind gotische Fresken zu entdecken, u. a. eine Bergbauszene aus 1478, die an die große Zeit erinnert,  in der Imst Sitz der Berghauptmannschaft war.  Der Grundstein für die Kirche wurde 1462 gelegt. Die Bergknappen halfen später den heutigen Langbau zu errichten. Innen wurde die Kirche im barocken Stil belassen. Durch den Friedhof geht es zum Mesnerhaus, das heute Haus der Fasnacht ist. Der Spaziergang zeigt einige der alten Gassen der Imster Oberstadt, darunter die Vogelhändlergasse, die  an die berühmten Vogelhändler von Imst erinnert. Beim großen Brand von Imst (1822) wurden von den damals 220 Häusern bis auf 14 alle zerstört. Am Weg zum Bergl liegt die Pestkapelle. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Laurentiuskirche. Bei ihrer Restaurierung traten Reste einer Apsidenkirche aus der späten Römerzeit zutage. Vom Bergl bietet sich ein herrlicher Blick auf das Stadtzentrum und die Trasse der Römerstraße. Sie führt geradewegs von der Pfarrkirche zu den Füßen des Bergls. Ab dort ist sie praktisch ident mit der Kramergasse. Vom Bergl abwärts — entlang eines Kreuzweges — gelangt man zur Johanneskirche. Der Schutzengelbrunnen neben dieser Kirche markiert den Eingang zur Rosengartenschlucht. Über zahlreiche Steige, Brücken und Stege führt der Weg hoch bis zur „Blauen Grotte“. Ist die Zeit dafür zu kurz, folgt der Stadtspaziergang gleich der Kramergasse. Das Hotel Post im Schloss Sprengenstein, das Ballhaus oder auch der Hauptplatz zeugen davon, dass die Straße in späterer Zeit etwas weiter südlich durch die Unterstadt führte. Gegenüber dem Postgasthof sind noch heute die Stallungen für den Pferdewechsel zu entdecken, die später zur Garage umfunktioniert wurden. Das Ballhaus war, wie der Name sagt, das Haus, in dem ab dem Ende des Mittelalters entlang der alten Straße transportierte Waren zu Ballen gebunden, gelagert und umgeladen wurden. Heute beherbergt es das Museum im Ballhaus, das die Geschichte und die kulturellen Besonderheiten der Stadt dokumentiert.  Ballgasse 1, +43 (0)5412 6980 — 0, geöffnet Di, Do, Fr 14 — 18 und Sa 9 — 12 Uhr., nicht an Feiertagen, www.kultur-imst.at

Ausstellung im "Haus der Fasnacht"

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Hier treffen sich regelmäßig die Fasnachtler, die alle vier Jahre das große „Schemenlaufen“ begehen. Jeweils zwei Jahre davor zelebrieren die Jungen, die Buben, die „Buabe-Fasnacht“. Nur männliche Imster Bürger sind zugelassen. Die Imsterinnen sind für das Nähen der Gewänder verantwortlich. Der Tanz folgt strengen Regeln, die teilweise seit Jahrhunderten gelten. Die weitum bekannten Fasnachtsumzüge ziehen mit ihrem magischen Schauspiel Zaungäste aus nah und fern in den Bann. Kaum jemand vermag sich der mythischen Strahlkraft dieses jahrhundertealten Spektakels zu entziehen. Im Jahr 2010 hat die UNESCO das Imster Schemenlaufen sogar zum immateriellen Kulturerbe erklärt. In einem großartigen Ensemble hunderter Masken zelebrieren die teilnehmenden Gruppen den Triumph des Frühlings über den Winter. Die zentralen Gestalten des Imster Schemenlaufens sind Roller und Scheller: Der jugendliche Roller tänzelt während des „Gangls“ dem Scheller mit seinem imposanten Schnurrbart voraus. Die Ordnungsmasken Sackner, Spritzer und Kübelemajen (wehe, wer ihnen im Wege steht!) ebnen den beiden Hauptmasken den Weg durch die Menschenmenge. Dem Aufzug der beiden vornehmsten Figuren des Schemenlaufens folgt eine Vielzahl weiterer Figuren. Am Tag nach dem Schemenlaufen, am „Fasnachtsmontag“, ziehen alle Teilnehmer noch einmal durch die Stadt. Kostümiert, aber ohne Masken. So findet das noble Treiben vom Vortag eine etwas ungezügelte Fortsetzung. Das Haus der Fasnacht ist Vereinshaus, Archiv für Kostüme, Masken und beherbergt auch eine Ausstellung. Die zahlreichen Masken und ein sehr beeindruckender Film lassen die große Fasnachtstradition auch erleben, wenn gerade nicht Fasnacht ist. 6460 Imst, Streleweg 6, +43 (0)5412 6910—0, geöffnet jeden Fr von 16 — 19 Uhr und nach Vereinbarung, www.fasnacht.at.

Auf den Spuren der Römer aus der Stadt hinaus

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Kurz nach der historischen Kramergasse zweigt man rechts ab, Richtung Hoch-Imst. Dort wartet eine Fahrt mit dem Alpine Coaster, der längsten Alpen-Achterbahn der Welt.  Imster Bergbahnen, Hoch-Imst 19, +43 (0)5412 66322, www.imster-bergbahnen.at. Der weitere Verlauf der historischen römischen Trasse ist weitgehend ident mit der Bundesstraße Richtung Landeck. Oberhalb liegt die Siedlung Sonnberg, in der sich das erste SOS-Kinderdorf der Welt befindet. Die Idee Hermann Gmeiners, Kindern ein neues Zuhause zu schenken, ging um die ganze Welt. In bereits 130 Ländern der Welt gibt es heute SOS Kinderdörfer.  Sonnberg, 6460 Imst, +43 (0)5412 66234—0, www.sos-kinderdorf.at

Exkurs: Brunnenstadt Imst - An der Quelle des Lebens

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Wenn die Ferienregion Imst etwas nahezu im Überfluss hat, dann ist es Wasser. Kluge Politik hat es verstanden, die Quellen  nutzbar zu machen. Es gibt zahlreiche künstlerisch gestaltete Brunnen in Imst. Der Großteil  besteht aber seit alters her. Früher holten die meisten Haushalte das kostbare und nützliche Nass zum Kochen und Waschen vom nahen Brunnen. Große Wäschestücke wurden dort gewaschen, Erdäpfel in den kleinen Becken geputzt. Die Kühe tränkte man an großen Becken und tauschte inzwischen Neuigkeiten aus. So waren die Brunnen auch Kommunikationszentren. Die Nutzungsberechtigten bildeten Brunnengemeinschaften, die sich um Sauberkeit und Funktionsfähigkeit kümmerten. Manche dieser Gemeinschaften sind heute noch intakt. Eine ihrer Aufgaben ist es, bei Prozessionen die Brunnen feierlich zu schmücken. Die Heiligen, die die Brunnen zieren, gaben oft dem Platz den Namen.

Mit dem Brunnenführer von Imst-Tourismus (zum Blättern oder zum Download auf  www.imst.at) erleben Sie den oberen und unteren Brunnenkreis.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Auskunft erteilt die

Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
0043 664 27 63 555

Detailfragen zur Region beantworten am Besten die

Touristinfos von Imst Tourismus
www.imst. at
Johannesplatz 4, 6460 Imst
An der Au 1, Erlebnis-Rast-Stätte Trofana Tyrol, 6493 Mils bei Imst
info@imst.at
0043 5412 6910

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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Haben Sie Vorschläge / Ideen zur Verbesserung der Route für Auto, Camper, Bus, ...? Lassen Sie uns sie wissen /


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"4 Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Landeck, TirolWest)

Text der historischen Karten von ...
vor dem Jahre 0

Früh dicht besiedelt

Schon in der Frühgeschichte war die Gegend rund um Landeck relativ dicht besiedelt. Oberhalb von Schönwies, in Stanz und Grins, in Perjen, in Fließ, am Eingang ins Kaunertal, in Fiss und Serfaus, ... — auf jedem sonnigen Hang und jeder Hochterrasse sind Siedlungen nachgewiesen oder es gibt zumindest Hinweise auf Besiedelung. Die Siedlungen waren durch Karrenwege miteinander verbunden. Neben einem im Inntal gab es auch eine Abkürzung vom Kaunertal über den Piller Sattel nach Imst. Oberhalb von Fließ befand sich ein Brandopferplatz, an dem Jahrhunderte lang, bis in die Römerzeit, Götter angerufen wurden. Im archäologischen Museum Fließ sind frühgeschichtliche Funde aus dieser Zeit zu bestaunen, wie man sie in dieser Fülle und Qualität sonst nur in großen Städten fifindet.


450

Frühchristliche Kirchen

Im Raum Landeck führte die Römerstraße Via Claudia Augusta weitgehend am Hang entlang — dem Abschnitt zwischen der Innsbrücke bei Starkenbach und Landeck folgte der markante und malerische Abschnitt über die „Platte“ nach Fließ, wo aus verschiedenen Epochen stammende Wagenspuren im Fels Straßengeschichten erzählen. Nur im Bereich von Schloss Landeck verließ die Via Claudia Augusta einmal den Hang — vermutlich weil sich dort eine Straßenstation befand und die Straße über den Arlberg abzweigte. Die wichtige Verkehrsverbindung brachte nicht nur wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch regen kulturellen Austausch, was sich unter anderem in der frühen Christianisierung zeigt. Die Pfarrkirche in Landeck und die Laurentiuskirche am Imster „Bergl“ haben Wurzeln im 5. Jh. Die Maaßkirche beim archäologischen Museum in Fließ im 6. Jh.


1787

Verkehrsknoten Landeck

Schon in der Römerzeit trafen an der Mündung der Sanna in den Inn erstmals zwei überregionale Straßen aufeinander. 1787 wurde die schon längere Zeit nicht mehr fahrbare Straße nach Vorarlberg erneuert, wiederbelebt und der Talkessel wurde endgültig zum Verkehrsknoten. Ein Übriges dazu tat der Bau der Arlbergbahn 1884, in dessem Zuge auch 800 Arbeitsplätze entstanden und die Bevölkerung stark zunahm. Um 1900 wurden die Gemeinden Perfuchs und Angedair zu Landeck vereinigt, das 1904 zum Markt und 1923 zur Stadt wurde. Bezirksort ist Landeck schon seit 1868, als es noch gar keinen Ort mit dem Namen gab, sondern nur das Schloss Landeck. Verlierer der Verlagerung des Ost-West-Verkehrs auf die Arlberg-Strecke war übrigens „Zwischentoren“ zwischen Fernstein und Reutte. Viele der bitterarmen Außerferner wurden in der Folge zu Gastarbeitern im  in den wohlhabenderen Nachbarregionen im Norden.


DRUCK
Kornburg Imst Schönwies
Mils Au, Foto Imst Tourismus
Mils bei Imst
Mittelalterliche Geleise Mils

Die Route von Imst nach Landeck

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Nach Imst geht es zunächst am Sonnenhang — auf der Bundesstraße Richtung Landeck — über eine Anhöhe. Die Trasse der Römerstraße liegt vorerst unter der aktuellen Straße, im Bereich der Anhöhe, etwas oberhalb und dann am Hang unterhalb. Wieder im Tal sind links neben den Leitplanken Wagenspuren zu entdecken. Etwas weiter biegt die Route in den Ort  Mils. Im Ort geht es geradeaus weiter, über ein Sträßchen nach Starkenbach. Bis dorthin führt die Reise auf oder ganz nahe an der Trasse der Römerstraße. Bei Starkenbach querte die Römerstraße erst den Starkenbach und dann gleich den Inn. Nach der Brücke über den Bach steht ein Gebäude, das einst ein Gasthof an der alten Straße war. Vis-a-vis der Bachmündung ist am gegenüberliegenden Innufer noch der Brückenkopf einer bis ins 19. Jh. bestehenden Brücke zu sehen. Die Reiseroute führt weiter auf der orografisch linken Flussseite nach Zams.

Ruine und Wallfahrtskirche Kronburg

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Auf einem Felssporn, hoch oberhalb des Inntals, liegt die Kronburg, die zu Fuß — von der gleichnamigen Wallfahrtskirche aus — erreichbar ist. Um dorthin zu gelangen, verlassen Sie vor Mils die Route und fahren über den Inn nach Schönwies. Am Ende der Ortsdurchfahrt geht es links Richtung Kronburg.

Exkurs: Raststation - In der Tradition antiker Straßenstationen

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Entlang der Via Claudia Augusta waren in regelmäßigen Abständen Raststationen eingerichtet. Dort konnten sich im öffentlichen Auftrag Reisende stärken und übernachten. Es gab Unterstellmöglichkeiten für Wagen und Pferde und meist auch eine kleine Therme sowie ein Heiligtum. Eine solche „Mansio“ gab es z. B. in Imst, Landeck oder Nauders. Für Privatreisende entwickelten sich aufgrund des Bedarfs ähnliche Raststätten. Archäologen entdeckten eine solche im Wald, zwischen Nassereith und Tarrenz. Auch die Erlebnisraststätte „Trofana Tyrol“ entstpricht laut Archäologen in ihrer Funktion diesen antiken Einrichtungen. Sie ist als Dorf im Stil eines Tiroler Bergdorfes konzipiert, in dem sich der Reisende stärken, aber auch übernachten kann. Die Hitte-Hatte-Au im Außenbereich umfasst einen Teich, eine Kneippstation und einen großen Spielplatz. Sogar eine Kapelle wurde eingerichtet. Ein glasüberdachter Marktplatz mit Tiroler Köstlichkeiten bildet das Herz des Trofana Tyrol, das sich auch als zentraler Treffpunkt für Einheimische etabliert hat. Die Cafeteria Tirolino hat 24 h geöffnet. An der Au 1, 5493 Mils bei Imst, +43 (0)5418 601—0. www.trofanatyrol.at.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

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Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
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Detailfragen zur Region bis inkl. Kronburg beantworten am Besten die

Touristinfos von Imst Tourismus
www.imst. at
Johannesplatz 4, 6460 Imst
An der Au 1, Erlebnis-Rast-Stätte Trofana Tyrol, 6493 Mils bei Imst
info@imst.at
0043 5412 6910

Detailfragen zur Region ab inkl. Kronburg beantwortet am Besten die

Touristinfo von TirolWest
www.tirolwest.at
Hauptplatz 6, 6511 Zams
info@tirolwest.at
0043 5442 65600

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Schloss Landeck, Foto Albin Niederstrasser
Zammer Lochputz
Museum Fliess Aussen
Bronzezeitlicher Kammhelm Museum Fliess
Brennereidorf Stanz, Foto Tirol West - Albin Niederstrasser
Kaunergrat Murmeltier Naturpark Tirol West
Keimlinge Closeup Genussregion Tirol West
Schnaps, Likör, Brot, Marmelade, Genussregion Tirol West
Tiroler Edle
Genussregion Sortiment

Die Route durch Zams, Landeck und Fließ

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Kurz vor Zams quert die Bundesstraße den Inn. Unmittelbar davor geht es rechts zum Zammer Lochputz. Die Route führt durch Zams, vorbei am markanten freistehenden Kirchturm. An der Straße nach Landeck liegt die Talstation der Venetbergbahn. In Landeck am Kreisverkehr geht es leicht links in die Malserstraße, der historischen Hauptstraße der Stadt, mit Geschäften und Einkehrmöglichkeiten. Oberhalb liegen Schloss Landeck und die Pfarrkirche. Die Straße führt geradewegs nach Süden, über Urgen und Nesselgarten in den Fließer Ortsteil Neuer Zoll. Dort zweigt die Straße nach Fließ ab, wo sich das Dokumentationszentrum der Via Claudia Augusta Tirol befindet.  Etwas vor dem Ortszentrum zweigt links ein Sträßchen ab, das zum Naturparkhaus Kaunergrat führt. Von dort geht es an den Eingang des Kaunertals und nach Prutz.

Der Lochputz — Tirols mystische Klamm

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Das beliebte Ausflugsziel bietet schwindelerregende Einblicke in eines der schönsten wilden Wasser Tirols. Ein ganz besonderes Erlebnis. 6511 Zams, Lötz 38, +43 (0)5442 65 600, Öffnungszeiten: 1. Mai bis 30 Sept. täglich 9:30 — 17:30 Uhr, 1. Okt. — 31. Okt. täglich 10 — 17 Uhr. 25. 12 — 25. 2. Jeden Mi im Juli und August geführte Abendwanderung von 20 — 21.30 Uhr. www.zammer-lochputz.at.

Ein Ausblick auf die Via Claudia Augusta von oben

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Mit der Venetseilbahn geht’s in 8 Minuten von 780 m auf 2.208 m Höhe. Der Genussberg Venet begeistert mit seinem traumhaften Panoramablick auf die umliegende Bergwelt, mit der Genussroute „Tiroler Edle”, dem “Weg der Aussicht”, zahlreichen Einkehrmöglichkeiten, .... 6511 Zams, Hauptstraße 38, +43 (0)5442 62 663. 6. 6. — 28. 9. und 2. 10. — 5. 10. jeweils von 8:30 — 17 Uhr, www.venet.at

Schloss Landeck und Pfarrkirche

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Ein Heimatmuseum der anderen Art lässt die Gäste in der Burg aus dem 13. Jh. in die Geschichte unserer Vorfahren eintauchen, in ihren Kampf ums Überleben. Die Geschichten dieser Zeit werden im Schloss Landeck erzählt. 6500 Landeck, Schlossweg 2, +43 (0)5442 63 202, Öffnungszeiten: 13. April — 26. Okt. täglich 10 — 17 Uhr.

Eine kleine Wanderung und ein Spaziergang

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Eine kleine Wanderung von ca. 2 Stunden führt mit herrlichen Ausblicken von Schloss Landeck über den Hang ins Dorf Fließ mit dem Via Claudia Augusta Dokumentationszentrum Tirol und dem Archäologischen Museum Fließ. Der Weg führt über die Fließer Trockenhänge, einem faszinierenden Lebensraum, der u. a. 1000en Schmetterlingsarten Heimat gibt. Auf der sogenannten Fließer Platte findet man Wagenspuren aus verschiedenen Zeitaltern. Am Sonnenhang zwischen Stanz und Grins gibt es einen Spazierweg, den die Einheimischen, wegen der starken Frequenz und der laufenden Notwendigkeit zurückzugrüßen, „Grüß-Gott-Weg” nennen. Der Weg führt auf den Spuren der bekannten Stanzer Zwetschken von einer Hochburg der Schnapsbrennkultur zur nächsten. Der sonnenbegünstigte Hang ist schon seit Jahrtausenden besiedelt und bietet ein herrliches Panorama aufs Tal.

Museum Fließ und DokuZ Via Claudia Augusta

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Im Ort Fließ befindet sich das Dokumentationszentrum der Via Claudia Augusta Tirol, mit Funden von der römischen Kaiserstraße, einer Kopie der gesamten römischen Straßenkarte Tabula Peutingeriana und einem unterhaltsamen Film, in dem ein Römer seiner Geliebten von einer Reise entlang der Römerstraße berichtet. Im gegenüberliegenden Archäologischen Museum sind die bedeutenden bronzezeitlichen und eisenzeitlichen Funde von Fließ ausgestellt. Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta und Museum Fließ, 6521 Fließ Nr. 89, 0043 (0)5449 200 65, Öffnungszeiten: Mai — Okt., Di-So 10 — 12 und 15 — 17 Uhr. www.museum.fliess.at Hoch über Fließ, am historischen Übergang über den Piller ins Pitztal, gibt es einen Brandopferplatz zu entdecken. Unweit davon wartet der schwindelerregende „Gache Blick“, über den steilen Abgrund ins Obere Gericht und das Naturparkhaus Kaunergrat mit Naturausstellung und einem Restaurant mit Panorama-Terrasse, 6521 Fließ, Gachen Blick  100, +43 (0)5449 6304, Restaurant Gachenblick +43 (0)664 4408552

Exkurs: Genussregion - Zwetschken, Edelbrände oder Schokolade

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In der Ferienregion TirolWest gibt‘s auch für Feinschmecker vieles zu entdecken. Ganz egal, wofür das Genießer-Herz schlägt - der Magen kommt mit Sicherheit nicht zu kurz. Von selbst gebrannten hochprozentigen Obstbränden aus der Genussregion Stanzer Zwetschke, über frische, bäuerliche Produkte aus der Region auf dem Landecker Frischemarkt, bis hin zu Tonis Sprossengarten, dem Landecker Brot „Tiroggl“ und edlen Schokoladenspezialitäten aus Tirol können Sie Ihren Gaumen in der Urlaubsregion Tirol so richtig verwöhnen. Die weitläufigen Obstgärten in den Gemeinden Grins und Stanz gehören nicht nur zu den höchstgelegenen Obstplantagen Europas, hier gedeihen auch einige der besten Früchte Tirols. Nicht umsonst werden aus der berühmten Stanzer Zwetschke die bekanntesten Obstbrände der Region erzeugt. Die hochprozentigen und hochwertigen Edelbrände brachten der Region auch den Titel Genussregion Österreichs ein. Probieren Sie selbst ein kleines Tiroler „Schnapserl“ nach dem Essen und genießen Sie die wohltuende Wirkung des fruchtigen Edelbrandes. Genussregion TirolWest +43 (0)5442 65 600.

Exkurs: Kaunergrat - Naturpark rund um den Bergzug

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Der Naturpark erstreckt sich  vom Oberen Inntal bis zu den Ötztaler Alpen und umfasst dabei das Pitztal, das Kaunertal und die Gemeinde Fließ. Er erschließt mit zahlreichen Wanderungen eine wunderschöne Landschaft mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Der Naturpark zeigt alle Höhenstufen von den Inauen auf 750 Metern hinauf zu den markanten Dreitausendern der Ötztaler Alpen. Er besticht mit dem höchsten Anteil an ursprünglich erhaltener Natur Tirols: Allein 1.200 Steinböcke und 1.100 Schmetterlingsarten leben darin. Zwischen Brandopferplatz am Piller Sattel und dem „Gachem Blick“ wartet das Naturparkhaus mit multimedialer Ausstellung „3000 m VERTIKAL” und Panorama-Restaurant mit atemberaubenden Ausblick.

6521 Fließ, Gachblick 100, +43 (0)5449 6304, geöffnet Juni – Sept. Mo – So 10 — 18 Uhr,  Okt. – Mai Mo — So 10 — 17 Uhr (Sa über Automat), www.kaunergrat.at.

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info@viaclaudia.org
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Detailfragen zur Region beantwortet am Besten die

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www.tirolwest.at
Hauptplatz 6, 6511 Zams
info@tirolwest.at
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"4 Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Nauders, Tiroler Oberland)

Text der historischen Karte von ...
100 n. Chr.

Strasse meist in Talsohle

Wegen der Talenge, die steinschlag-gefährdet war und oft ganz vom Inn in Anspruch genommen wurde, verlief die Via Claudia Augusta zwischen Landeck und Fließ am Hang entlang, über die Fließer Platte, auf der die Wagen in den verschiedenen Epochen Spuren im Fels hinterließen. Wieder im Tal konnte die Römerstraße dann bis Altfinstermünz — mit einigen Fluss-Querungen — durch die Talsohle führen, weil die Natur den Inn in dem Bereich in engen Bahnen hielt. Ab Finstermünz stieg die Straße stetig mit 11 % durch die Schlucht hinauf, zur einzigen schriftlich überlieferten Straßenstation Inutrium, kurz vor dem höchsten Punkt der Straße, und dem Reschenpass. Vermutlich gab es 2 weitere Straßenstationen zwischen Prutz und Pfunds. Sicher besiedelt waren Fließ und Inutrium.


1530

Straße und Bergbau

Die Römerstraße wurde im Mittelalter und in der Neuzeit großteils weiter genutzt. Burgen wie Pidenegg, Pernegg, Laudegg, Siegmundsriedt, Finstermünz und Naudersberg säumen die Verkehrsrouten. Abgesehen von den Hauptstraßen gab es fast nur Saumpfade. Neben Landwirtschaft zur Selbstversorgung und Verdienstmöglichkeiten in Verbindung mit der Straße brachte der Bergbau Einkommen — erst im Kaunertal, dann im Berglertal, später  im Platzertal. Weiters wurde in Serfaus Erz abgebaut und in Fließ verhüttet.


1910

Neue Verkehrswege

Lange wurde diskutiert, wie man die Reschenstraße erneuern soll. Schließlich setzten sich die modernen Baumeister durch und es wurde 1852 - 1856 die Straße mit Kehren und Galerien gebaut, die noch heute über weite Teile in Verwendung ist. Auch ins Engadin, ins Samnaun und zum Bergbau im Platzertal wurden Straßen errichtet. Das Erz wurde außerdem mit einer Materialseilbahn befördert. Neben Investitionen in die Straßen, gab auch 2 unterschiedliche Pläne für eine Bahnverbindung über den Reschenpass, für die zahlreiche Tunnel notwendig gewesen wären. Von der strategisch wichtigen Position des Passes zeugt die nördlichste Festung von Österreich-Ungarn gegenüber Italien.


DRUCK
Nebelstimmung Tiroler Oberland Oberinntal
Altfinstermünz Pfunds Nauders Reschenpass, Foto Lammerhuber
Schloss Siegmundsried
Kaunertaler Gletscherstrasse Stausee
Pfunds Turmloch
Tösens Römerbrücke
Pfunds
Tiroler Oberland Spiss Sommer Gesamtansicht

Durch das Obere Gericht bis Altfinstermünz

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Vom „Gachen Blick” führt die Route nach Kauns am Eingang des Kaunertals. Dort hat der Reisende die Wahl, gleich talauswärts nach Prutz zu fahren oder einen Ausflflug zum Kaunertaler Gletscher zu unternehmen. Am Weg dorthin begrüßt nach wenigen hundert Metern die vorbildlich renovierte Burg Berneck. Sie diente der Sicherung der Straße über den Piller ins Pitztal. Heute ist sie im Privatbesitz, aber in Führungen Juli -— Sept. Sa, So 10 — 11Uhr zu erleben, +43 (0)5472)6332. Auf der Prutz gegenüberliegenden Innseite lockt ein Abstecher zur öffentlich zugänglichen Sauerbrunnquelle, dessen Wasser bei Magen- und Darmerkrankungen hilft.  Seine Heilkraft ist seit 800 Jahren bekannt und wurde bis ins 20. Jh. von Fürsten, Bischöfen, Äbten und anderen Persönlichkeiten genutzt. Heute noch wird das Wasser in Flaschen abgefüllt und ist auch teilweise in der Gastronomie erhältlich. Auf dem Weg zur Quelle quert der Reisende die denkmalgeschützte Prutzer Innbrücke. Wie aus dem Felsen gewachsen thront oberhalb Burg Laudegg. Der Wohnturm stammt aus dem 13. Jh. und ist heute ebenfalls in Privatbesitz. Die Reiseroute führt auf der alten Landesstraße weiter, die bis Pfunds grob dem Verlauf der Römerstraße entspricht. Zwi-schen Prutz und Ried verlockt ein Badesee mit Insel und Wasserrutsche zum ruhigem Ausspannen oder Badespass. Den Ort Ried im Oberinntal prägt Schloss Siegmundsried. Es wurde Ende des 15. Jh. errichtet und hat seinen Namen von Sigsmund dem Münzreichen. Zu besichtigen ist Sigmundsried in regelmäßign Führungen, +43 (0)50 225 100. In einer Kurve in St. Christina führt die Reiseroute an einer alten Schmiede vorbei, während in Steinbrücken für die Gegend seltene Malerei  auf einem mächtigen alten Hof zu entdecken ist. Auf der Tösens gegenüberliegenden Innseite erblicken Aufmerksame am Fels eine Steinbrücke, einer Nebenstraße nach Serfaus. Der Volksmund hat ihr den Namen „Römerbrücke“ gegeben. Tatsächlich ist sie eine der drei ältesten mittelalterlichen Steinbogenbrücken Tirols.  Auch die bald folgende Innbrücke steht unter Denkmalschutz. Aufgefädelt an der Via Claudia Augusta folgen die malerischen Weiler Tschuppbach, Schönegg, Stein, Lafairs und Birkach. Früher fuhren die Reisewagen auf der alten Straße mitten durch die Gasthöfe Tschuppbach und Traube in Pfunds-Stuben.

Malerisches Pfunds, beidseits des Inns

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Die beiden Ortsteile Pfunds-Dorf und Pfunds-Stuben rechts und links des Inns, haben besonders viele gotisch geprägte Häuser. Neben gemauerten Außenstiegen zeichnen sie romanische oder gotische Torbögen aus. Am Kirchplatz in Pfunds-Dorf befindet sich ein Heimatmuseum. Durch das „Loch” im Turm aus dem 11. Jh. und über den Inn wechselt die Route nach Pfunds-Stuben, an deren Dorfstraße vor allem die Liebfrauenkirche mit einem Altar vom süddeutschen Meister Jörg Lederer und schönen Fresken zu erwähnen ist, sowie der Richterhof mit drei Gedenktafeln an der Giebelfassade.  Museum, Dorf 103, +43 (0)5474 5229, Führungen im Sommer So 10 – 12 Uhr und 13.30 – 16 Uhr, Mi 13.30 – 15.30 Uhr

Historische Zollstation Altfinstermünz

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Bevor es über die Kajetansbrücke Richtung Nauders geht, ist ein Abstecher zum Ensemble der historischen Zollstation Altfinstermünz ein Muss. Vom gut beschilderten Parkplatz gleich unterhalb der Engadinerstraße ist mit 25 Minuten Fußweg zu rechnen. So abgelegen Altfinstermünz heute scheint — einst war es ein von mehreren Seiten erreichbarer wichtiger Verkehrsknoten. Neben der Via Claudia Augusta auf den Reschenpass führte auch eine Straße ins Unterengadin. Vom 9. bis zum 11. Jh. war Altfinstermünz Gerichts- und Mallstelle für die Region Unterengadin, Nauders und Pfunds. Der 1159 erstmals urkundlich erwähnte Name bedeutet übersetzt „bedrohlich emporragender Fels”. Die Befestigungsbauten, wie der Brückenturm und das Schloss Siegmundseck wurden 1472 zum Schutz vor Einfällen aus dem Engadin errichtet und mussten sich schon 1499 im Engadinerkrieg bewähren. Der mächtige fünfgeschossige Torturm mit Pechnasen und Wehrplatte stammt aus dem frühen 16. Jh. Ab 1652 war Finstermünz dann Grenze zwischen Tirol und Graubünden. 1779 wurde das Zollamt nach Martinsbruck verlegt und das Ensemble kam in Privatbesitz. Bis 1855 quälte sich aber der gesamte Verkehr Richtung Süden durch das enge Tor im Brückenturm der ehemaligen Zollstation. Auf einem Rundgang erfährt der Besucher, unterstützt durch einen Dokumentarfilm, ihre Funktion und Geschichte. +43 (0)5474 200 43 oder 0043 (0)664 39 59 471, geöffnet 1. Juni — 15. Okt. 11 — 17 Uhr, Mo Ruhetag, Führungen, Imbisse und Getränke auf Anfrage von Ostern bis Nov. www.altfifinstermuenz.com.

Exkurs: Höhepunkte - Rechts und links des Tales und der Straße

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Im Oberen Gericht locken auch zahlreiche spannende Ausflüge rechts und links des Inntals und der Römerstraße. Die Kaunertaler Gletscherstraße ist eine der schönsten Panoramastraßen der Alpen. Sie führt vorbei am Gepatsch-Speichersee bis zum Weißseeferner (2750 m). Vom Bergdorf Fendels geht es mit der Bergbahn in ein Wanderparadies mit herrlichem Panorama. Zu Fuß entlang der  Radurschlklamm, wo eine alte Mühle und Säge warten, oder mit dem Auto gelangt man von Pfunds in das Hochtal Tschey, das an Romantik und Naturbelassenheit kaum zu überbieten ist. Von der Kajetansbrücke geht es nach Spiss,  in die höchstgelegene Gemeinde Österreichs (1628 m). Oberhalb von Nauders locken im Westen das Naturdenkmal Schwarzer See und der Grüne See. Im Osten gelangt man mit der Bergbahn in die Alpine Wasser-Erlebnis-Welt Goldwasser, wo Kinder und Erwachsene greifbare und unmittelbare Erfahrungen machen sowie Spaß und Spannung finden können.

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DRUCK
Reschenpass
Nauders am Reschenpass von Oben, Foto Manuel Baldauf
Nauders am Reschenpass Schloss burg Naudersberg, Foto Daniel Zangerl
Reschenpass
st valentin
Graun
Dorf Reschen Von Oben
Festung Nauders
Nauders am Reschenpass Naturdenkmal Schwarzer See, Foto Martin Lugger
Nauders am Reschenpass Goldwasser, Foto Daniela Zengerl

Die Route nach Nauders am Reschenpass

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Ab der Kajetansbrücke über den Inn steigt die Reschen-Bundesstraße den Felshang hinauf. Die Straße stammt aus dem Jahre 1856. Vor ihrem Bau wurde Jahrzehnte lang diskutiert, ob die bestehende Direttissima auf den Spuren der Römerstraße von Altfifinstermünz hinauf nach Nauders verbessert oder eine „neumodische“ gleichmäßig ansteigende Straße mit Galerien und Tunneln gebaut werden sollte. Entlang der schließlich doch realisierten Straße bieten sich immer wieder sagenhafte Blicke auf den Gegenhang und  das Ensemble Altfinstermünz in der Innschlucht. Am Straßenrand fristet die Ruine des ehemaligen Hotel Hochfifinstermünz, das einst ein nobles Hotel war, einen Dornröschenschlaf. Von seinem Parkplatz führt ein Wandersteig in die Innschlucht, über den nach ca. 20 Minuten Fußmarsch Altfinstermünz zu erreichen ist. Oberhalb der Innschlucht führt die Reschenbundesstraße durch eine Engstelle, die die geografische Grenze zwischen dem Inntal und dem Vinschgau bildet, das dort mit einem Hochtal beginnt. Über die Engstelle wacht die Festung Nauders. Der sich eng an den Fels schmiegende Bau war die nördlichste Festungsanlage der österreichisch-ungarischen Monarchie gegen Italien. Heute beherbergt sie eine Ausstellung zum Verkehr über den Reschenpass.  +43 (0)50225400, Öffnung auf Anfrage.

Inutrium & Schloss Naudersberg

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In das Zentrum des Tourismusortes Nauders am Reschenpass, der einst Raststation an der Römerstraße war, gelangt der Interessierte am besten gleich am Ortseingang. Er ist auch in der Ptolomäuskarte erwähnt, die 150 n. Chr. in Alexandria entstand. Die Pfarrkirche St. Valentin hat ihre Wurzeln im 4. Jh. und ist dem Apostel der römischen Provinz Rätien geweiht. Sie wurde später im barocken bzw. neuromanischen Stil umgestaltet, hat aber noch ihren originalen gotischen Turm aus dem Jahr 1509. Die kleine spitztürmige Spitalkirche Hl. Geist im unteren Dorfbereich gehörte zu einem 1140 entstandenen Hospiz für mittellose Reisende. Die Ortsstraße säumen einige Gebäude, denen man ansieht, dass sie alte Gasthöfe sind. Das auf einem Hügel im nördlichen Teil des Dorfes thronende Schloss Naudersberg ist eine Festungsanlage aus dem 13./14. Jh., die im 15./16. Jh. erweitert wurde. Am östlichen Fuß des Hügels führt die Römerstraße vorbei, die vor nicht allzulanger Zeit noch die Reschen-Bundesstraße war. Heute ist sie Anrainern und Radfahrern vorbehalten. Von Naudersberg ist das komplette Grenztal zu überblicken. Das Gebiet des einstigen Gerichtssitzes umfasste den oberen Vinschgau.  Heute beherbergt das Schloss ein Museum und ein Restaurant. Die St. Leonhardskapelle im Süden des Schlosses fasziniert mit einer der bedeutendsten romanischen Fresken. +43 (0)50225400, Führungen entsprechend aktuellem Aushang und nach Vereinbarung.

Der Reschenpass, der Reschen- und Haidersee

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Die unschwer an den ehemaligen Grenzstationen erkennbare Staatsgrenze liegt noch vor der Passhöhe bzw. Wasserscheide, die etwas danach folgt. Im Ort Reschen, durch das die Reiseroute als erstes Dorf auf italienischem Staatsgebiet durchquert, wurde im 19 Jh. der letzte Bär Südtirols geschossen, weshalb dessen Bewohner gerne „Bärenschießer“ genannt werden. Der Reschensee ist wegen der guten Windverhältnisse das Top-Kite- und Snow-Kite-Revier der Alpen. Jährlich werden nationale und internationale Kite-Events ausgetragen. Es ist auch spannend, am Ufer zu beobachten wie die Kite-Surfer mit ihren Lenkdrachen über den See gleiten. Der 1950 aufgestaute See vereinte den Reschen- und den Mittersee zu einer einzigen 6 km langen Wasserflfläche, welcher der alte Ort Graun weichen musste. Sein Kirchturm ragt noch heute als einer der bekanntesten Postkartenmotive am Ostufer aus dem See. Neben dem denkmalgechützten romanischen Kirchturm erinnert auch die spätgotische Kapelle aus 1521, auf einem kleinen Hügel unweit des neuen Ortszentrums, an die frühen Zeiten von Graun. Vor St. Valentin auf der Haide führt die Reiseroute an der imposanten Staumauer vorbei. Der nachfolgende Haidersee ist der einzige der ursprünglich drei Seen, der naturbelassen blieb. Das Gemeindemuseum Graun dokumentiert die Aufstauung des Reschensees, den Untergang und Wiederaufbau des Dorfes Graun. 39027 Graun,  +39 0473 633 127.

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Rad Abschnitt
Tartscher Bichl Mals Marienberg
Vinschgau, Glurns, Tor, Gasse, Foto: Vinschgau Marketing, Frieder Blickle
Suedtirol, Vinschgau, Mals, zwischen Mals und Burgeis, Kloster Marienberg, Fuerstenburg,

Die Malser Haide, Burgeis und Mals

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Über die markante Malser Haide, dem größten Schuttkegel der Alpen mit seinen markanten Waalen, führt die Route hinunter nach Mals. Auf halbem Weg liegt der bereits im 12. Jh. erwähnte Ort Burgeis mit der Fürstenburg, malerischen engen Gassen und besonders vielen Häusern mit Fresken, Portalen, Freitreppen und Erkern.  Am Hang oberhalb thront Marienberg, Europas höchstgelegenes Benediktinerkloster. Ein Museum mit einem Film lässt die 900jährige Geschichte und das Leben hinter Klostermauern lebendig werden.   39024 Burgeis, Schlinig 1, +39 0473 843 980, geöffnet 15. März — 31. Okt. Mo — Sa 10 — 17 Uhr und 27. Dez. — 5. Jan. Mo — Sa 10 — 17 Uhr. Unweit davon liegt das Kirchlein St. Stefan, das seine Wurzeln schon im 5. Jh. hat. Grabungen im Bereich der aus dem 9. Jh. stammenden Benedikt-Kirche im Norden des ausgedehnten alten Ortskerns bestätigten, dass Mals schon auf die Römer zurückgeht. Im 12. Jh. wurde es Gerichtssitz und 1642 Marktgemeinde. Noch heute zählt der Ort auffällig viele Kirchtürme. Früher waren es sogar noch zwei mehr.

Der Tartscher Bichl und das Städtchen Glurns

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Der Tartscher Bichl südlich von Mals mit dem malerisch gelegenen St.-Veit-Kirchlein ist ein fabelhafter Ausblickspunkt der schon in der Urgeschichte besiedelt war. Das Städtchen Glurns mit seinen noch komplett erhaltenen Stadtmauern ist mit 800 Einwohnern eine der kleinsten Städte der Alpen. Strategisch günstig gelegen und von den Tiroler Landesfürsten gefördert gelangte sie zu beachtlichem Reichtum. Besonders sehenswert sind die Laubengassen.

Schluderns und Prad

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Schluderns liegt am Sonnenhang unterhalb der teilweise rekonstruierten rätischen Höhensiedlung am Ganglegg und der Churburg aus dem 13. Jh., die als best-erhaltener Wehrbau des Landes gilt. Seit 1504 ist die Burg im Besitz der Grafen von Trapp, die dort eine sehenswerte Rüstungssammlung präsentieren.  39020 Schluderns, Churburg 1, +39 0473 615 241, Führungen vom 20. März bis 31. Okt, Einlasszeiten 10 — 12 und 14 — 16:30, Montag Ruhetag, ausgenommen Feiertag, www.churburg.com. Im historischen Ortskern befindet sich das sehenswerte Vinschgermuseum, das die Geschichte des Tales erzählt.  39020 Schluderns, Meranerstr. 1, 0039 0473 615 590, geöffnet 20. März — 31. Okt. 10—12 und 15—18 Uhr. Mo Ruhetag, ausgen. Feiertag, www.vintschgermuseum.com. Im Zentrum des Ortes Prad am Stilfserjoch gibt es schließlich die Dauerausstellung „Unter Fischen — eine Reise in fremde Welten“ im Nationalpark-Haus „aquaprad“ mit 12 Aquarien Einblicke in die Fischfauna des Nationalparks Stilfserjoch — von den Hochgebirgsseen über Gebirgsbäche bis zum Fluss.  39026 Prad am Stifserjoch, Kreuzweg 4/c, +39 0473 618 212, geöffnet Di — Fr 9 — 12 und 14:30 — 18 Uhr, Sa, So und Feiertag 14:30 — 18 Uhr, Montag Ruhetag. www.aquaprad.com

Malser Haide bis Prad am Stilfserjoch

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Über die markante Malser Haide, dem  größten Schuttkegel der Alpen mit seinen markanten Waalen, führt die malerische Pass-Straße in Serpentinen hinunter nach Mals. Auf halbem Weg liegen die Fürstenburg und der bereits im 12. Jh. erwähnte Ort Burgeis mit malerischen engen Gassen und besonders vielen Häusern mit Fresken, Portalen, Freitreppen und Erkern.  Am Hang oberhalb thront Europas höchstgelegenes Kloster "Marienberg". Mals geht sogar schon auf die Römerzeit zurück. Im 12. Jh. wurde es Gerichtssitz und 1642 Marktgemeinde. Noch heute zählt der Ort auffällig viele Kirchtürme. Früher ware es sogar noch zwei mehr.  Unweit des Ortes befindet sich der markante Tartscher Bichl, der als Wahrzeichen des Vinschgaus gilt und  Das etwas südlicher gelegene Städtchen Glurns mit seinen noch komplett erhaltenen Stadtmauern ist mit knapp 900 Einwohnern eine der kleinsten Städte der Alpen. Besonders sehenswert sind die Laubengassen. Der ebenfalls von engen Gassen mit sehenswerten alten Häusern geprägte Ort Schluderns liegt am Sonnenhang unterhalb der teilweise rekonstruierten rätischen Höhensiedlung am Ganglegg und der Churburg aus dem 13. Jh., die als best-erhaltener Wehrbau des Landes gilt. Im Ortszentrum befindet sich das sehenswerte Vinschgermuseum, das die Geschichte des Tales dokumentiert.  Im Zentrum des Ortes Prad am Stilfserjoch gibt es schließlich die Dauerausstellung „Unter Fischen — eine Reise in fremde Welten“ im Nationalpark-Haus „aquaprad“ mit 12 Aquarien Einblicke in die Fischfauna des Nationalparks Stilfserjoch.

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Fussgängerzone Schlanders
Marmorwerkstatt Laas
Radabschnitt

Laas — Ort des Marmors und der Marille

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Auf einem kleinen Hügel am Dorfeingang von Laas liegt malerisch das uralte St.-Sisinus-Kirchlein. In der romanischen Pfarrkirche Hl. Johannes dem Täufer ist eine frühmittelalterliche Altarmensa mit einem Relief der Märtyrer Sisinus, Alexander und Martyrius zu bewundern. Eine Besonderheit ist auch der Kandlwaal, der auf hohen Steinpfeilern über die Etsch führte, von dem aber nach einem Brand 1907 nur mehr Reste zeugen. Seit Menschengedenken wird am südlich gelegenen Nörderberg in Laas weißer Marmor abgebaut, der besonders hart, widerstandsfähig und wetterbeständig ist. Er wird u. a. über einen Schrägaufzug zu Tal gebracht. Auf dem Werks-gelände von Lasa Marmo werden die Blöcke gelagert. Im Ort gibt es auch einige weiterverarbeitende Betriebe. Der Ortsplatz ist ganz in weißem Marmor gehalten. Nicht zuletzt ist Laas auch das Zentrum des Anbaugebietes der Vinschger Marille. Marmor und Marille ist jedes Jahr ein Fest gewidmet.

Das Bezirkszentrum Schlanders

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Die Fraktion Kortsch hat ein sehenswertes bäuerlich geprägtes Zentrum, über dem — von Weitem sichtbar — das Ägidus-Kirchlein thront. Man könnte meinen, der Name Schlanders stamme von „Schländern“. Zumindest lässt es sich in der Fußgängerzone der Marktgemeinde herrlich schlendern, einkaufen, Kaffee trinken, ... Im ehemaligen Garnisonsort warten auch schöne Gassen und zahlreiche alte Bauten, die die Entwicklung vom 13. bis ins 20. Jh. erzählen — z. B. Schloss Schlandersburg, die gotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die noch ältere Michaelskapelle am Friedhof, Kapuzinerkirche und -kloster und einige Herrschaftssitze. Am Sonnberg oberhalb der Marktgemeinde thront das im 13. Jh. errichtete Schloss Schlandersberg.

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Vinschgau Kastelbell Radfahrer
Schloss Kastelbell
Kastelbell Vinschgau

Schloss Goldrain und Latsch

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Die Marktgemeinde Latsch besteht aus dem Hauptort und den zwei Fraktionen Goldrain und Morter am Talboden und Tarsch, das auf einem Murkegel sitzt. In Latsch ist der Flügelaltar von Jörg Lederer in der Spitalkirche besonders sehenswert. Die Burgkapelle St. Stefan bei Ober- und Untermontan in Morter gilt wegen ihrer Wandbemalungen als Sixtinische Kapelle Südtirols. Schloss Goldrain, das in mehreren Bauabschnitten ab 1475 errichtet wurde, besticht vor allem mit seiner rechteckigen Umfassungsmauer, Portalen, Freitreppen und der Loggiengalerie. Alle wesentlichen Werkstücke sind übrigens aus weißem Marmor. Erwähnenswert ist auch der 5000 Jahre alte Menhir (Hinkelstein) von Latsch, der montags in der Bichlkirche nahe dem Ortseingang zu besichtigen ist, wo er gefunden wurde.

Kastelbell und Tschars

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Die Lage an der engsten Stelle des Tales gibt dem Straßendorf mit der gleichnamigen Burg am Felssporn direkt an der Straße ein besonderes Erscheinungsbild.  39020 Kastelbell, Staatsstraße 5, +39 0473 624 193, Führungen 17. Juni — 14. Sept. Di — So 11, 14, 15 und 16 Uhr. Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen, www.schloss-kastelbell.com. Sehenswert ist auch der Waalweg. Das 1928 mit Kastelbell vereinte Tschars liegt auf einem Schuttkegel auf der Sonnenseite des wieder etwas weiteren Tales. Reinhold Messners Sommerresidenz Juval, oberhalb des Eingangs ins Schnallstal, lockt mit der Tibetika-Sammlung im Messner Mountain Museum.  Kastelbell, Juval 3, +39 348 443 38 71, geöffnet vom 4. So im März bis 30. Juni und vom 1. Sept. bis zum 1. So im Nov. 10 — 16 Uhr, Mittwoch Ruhetag, www.messner-mountain-museum.it

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Sonnenhang Zwischen Naturns Und Partschins
Malereien Prokuluskirche
Schreibmaschinenmuseum Partschins

Naturns, Plaus

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Naturns ist ein pulsierendes Tourismus- und Handelszentrum, in dem es sich gut flffllanieren, einkaufen und einkehren lässt. An der Straße im Zentrum sind u. a. die alten Straßengasthöfe erkennbar. Geschichtlich kulturelles Highlight sind die Prokuluskirche und das Prokulusmuseum.  Naturns, St.-Prokulus-Straße, +39 0473 673 139, geöffnet 1. April — 2. Nov., Di — So und Feiertag 10 — 12:30 und 14:30 — 17:30 Uhr, Mo Ruhetag, www.naturns.it/prokulus. Etwas talabwärts liegt — am anderen Etschufer — die erstmals im 13 Jh. erwähnte kleine Gemeinde Plaus.

Rabland, Partschins, Töll

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In Rabland, beim Eingang des Hotel Hanswirt, wurde einer der beiden Meilensteine gefunden, die die Via Claudia Augusta schriftlich überliefern. Dort befindet sich heute eine Nachbildung. Das Original ist im Stadtmuseum Bozen zu besichtigen. Ums Eck liegt die größte Modelleisenbahnanlage Südtirols. Partschins ist die Vinschger Gemeinde mit dem größten Höhenunterschied zwischen 525 m im Tal und den 3337 m des Rotecks. Im malerischen Dorfkern sind vor allem die spätgotische Pfarrkirche St. Peter und Paul, das Schlossweingut aus dem 13. Jh.  und das Schreibmaschinen-Museum zu erwähnen, das dem Partschinser Peter Mitterhofer, Erfinder der Schreibmaschine, gewidmet ist.        Partschins, Kirchplatz 10, +39 0473 967 581, geöffnet   April — Okt. Mo 14 — 18, Di — Fr 10 — 12 und 14 — 18, Sa 10 — 12 Uhr, www.schreibmaschinenmuseum.com.

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Panorama Algund Marling Foto Tschaikner
Brücke Algund
Marling Berge Äpfel
Ponte Algund

Von der Töll ins Gartendorf Algund

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An der Etsch-Schleuse bei Töll zweigt die Reiseroute links auf die alte Landstraße ab, die im Bereich der römischen Trasse nach Algund hinunter führt. Gleich nach der Abzweigung liegt ein Parkplatz, an dem der Algunder Waalweg beginnt. Von diesem bieten sich herrliche Ausblicke auf das Gartendorf und die Stadt Meran — genauso wie von einem malerischen Rastplatz an der Straße, an der die Gemeinde die überdimensionalen „Trauttmansdorffer Thronsessel“ aufgestellt hat. Algund hat eine sehenswerte moderne Kirche. Auch wenn viele Häuser renoviert und neu gebaut wurden, ist der Fortsetzung der Alten Landstraße durch den Ort anzumerken, dass sie die alte Verbindung zur Kurstadt ist. Am Etsch liegt das neue Museum Brückenkopf, das den historischen Straßen gewidmet ist, die allesamt dort den Fluss querten. Auch heute gibt es eine Brücke, auf der der Besucher zu Fuß in den Ortsteil Forst mit Schloss und Privatbrauerei gleichen Namens gelangt.

Kurstadt Meran

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Nach Meran, in der sich in der Spätantike das befestigte Castrum Maiense befand, lockt nicht nur die sehenswerte Altstadt mit den bekannten Lauben. Auf einer ca. zweistündigen Runde ab dem Parkplatz beim Frauenmuseum sind fast alle Besonderheiten zu sehen, inkl. dem neuen Wellness-Tempel „Therme Meran“ und den Sisi-Gärten. Oberhalb der Stadt thronen die Stammburg der Grafen von Tirol und die berühmten Gärten von Schloss Trauttmansdorf.

Panoramadorf Marling am Westhang über Meran

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Der malerisch am Hang gelegene Ort verfügt noch über einen gut erhaltenen Kern. Vom Dorf und vor allem vom mit 12 km längsten Waalweg Südtirols, oberhalb des Ortes, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Kurstadt. Schloss Lebenberg ist eines der schönsten Schlösser Südtirols. Es ist in Privatbesitz aber teilweise zu besichtigen.

Exkurs: Museum Brückenkopf - Symbol für eine verbindende Straße

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Die Via Claudia Augusta führte — wo das möglich war — leicht oberhalb der Talsohle, am Sonnenhang entlang. Zwischen Algund und Marling musste sie aber das Tal queren. Dafür errichteten vermutlich schon die Römer die erste 
Brücke über die Etsch, wo auch in der Folge — bis heute — eine Brücke steht. Bis ins 18. Jh. ragte noch ein Brückenpfeiler der alten Brücke aus dem Flussbett. Heute sind nur mehr Teile der Brückenauffahrt zu sehen, die mit einem Museumsbau eingehaust wurden. Neun originale Lagen Gneisquader mit einer Gesamthöhe von 4 Metern und einer Breite von 6,38 Metern bilden das Herzstück der Ausstellung zur wichtigen Straßenverbindung quer durch Europa. Auf den besonderen Stein-Sockel wurde später ein Bildstock aufgesetzt. Die Römerbrücke war vermutlich eine Holzbrücke, die auf mehrere Steinstützen gelagert war und — mehrfach umgebaut — zumindest bis ins Mittelalter hinein genutzt wurde.

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39022 Algund, Hans-Gamper-Platz 3
39020 Marling, Kirplatz 5
29012 Algund, Freiheitsstrasse 45
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Algund 0039 0473 448 600, Meran 0039 0473 447 147, Marling 0039 0473 447 147

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Eppan
Burg Lana
Terlan Pfarrkirche

Tscherms, Lana, Burgstall, Gargazon

Burg Lana

Das Grenzgebiet war schon früh besiedelt. Die Großgemeinde Lana entstand aber erst durch Zusammenlegung der Gemeinden Vill, Oberlana und Niederlana im Jahr 1850. Sehenswert sind neben den Burgen, Schlössern und Ansitzen vor allem die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Niederlana, mit dem Schnatterpeckaltar und das Südtiroler Obstbaumuseum. Die römische Provinzgrenze Aschbach lockt mit gleich mehreren Wasserfällen in die Natur.

Das Wein- und Rosendorf Nals und Andrian

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Nals ist heute eine relativ kleine Gemeinde, verfügt aber über einen ausgedehnten Kern, der von der geschichtlichen Bedeutung zeugt. Wegen der zahlreichen Rosen gilt es als „Rosendorf“.  Andrian, eine der kleinsten Gemeinden Südtirols, wurde 1928 vom König in Nals eingemeindet, ist aber seit 1953 wieder selbständig. Mit dem Ansitz Stachelburg, Schloss Payrsberg und Schwanburg mit Schlosskel-lerei , Burg Wolfsthurn und der Burgruine Festenstein, fififfiinden sich gleich fünf Kastelle in den zwei kleinen Orten.

Alter Bergbauort und heutiger Spargelort Terlan

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Terlan, zu dem auch Vilpian im Norden und Siebeneich im Süden gehört, war einst ein bedeutender Bergbauort. Von dieser Zeit zeugt die gotische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt aus dem 14. Jh., deren Turm mit mehrfärbigen Schindeln gedeckt ist.  Als Wahrzeichen thront die Burgruine „Maultasch“ über dem Ort. Er ist heute vor allem durch seinen Spargel bekannt. 

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Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Bozen Museion Fassade Brücke
Bozen Stimmung Abend Waltherplatz
Bozen Panoramaaufnahme
Meilenstein Foto
Bozen Laubengasse, Foto: Tourismusverein Bozen
Bozen Öthi Reconstruction Ochsenreiter
Bozen Funivia Del Renon, Rittner Seilbahn

Auf der Drusus-Allee in die Stadt

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In Frangart, am Fuße von Schloss Siegmundskron, wo heute das Messner Mountain Museum Firmian zur Auseinandersetzung mit der Beziehung Mensch-Berg ruft, biegen die historische Trasse und die Reiseroute Richtung Stadtzentrum ab. Sie queren die Etsch und den weiten Talkessel. Die Allee und die Brücke zur Altstadt sind nach Drusus benannt, der einst die Römer über die Alpen führte und mit dem Ausbau der bestehenden Pfade zur Straße begann.  MMM Firmian, Bozen, Sigmundskronerstraße 53, +43 0471 631 264, geöffnet vom 1. So im März bis zum dritten So im Nov., 10 — 18 Uhr, Do Ruhetag, letzter Einlass 17 Uhr, www.messner-mountain-museum.it.

Ein Spaziergang durch die Stadt

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Sein Auto lässt der Reisende während eines Spaziergangs durch die Stadt in der Parkgarage BZ Mitte P8 hinter dem Bahnhof, in der kleinen Parkgarage bei der Rittner Seilbahn oder in der Tiefgarage am Waltherplatz, wo der beschriebene Spaziergang startet. Der Waltherplatz und das Denkmal in der Platzmitte sind dem Minnesänger Walther von der Vogelweide gewidmet. Ab dort gibt es auch einen Shuttle zur  „Bilderburg“ Schloss Runkelstein im Norden der Stadt, mit einigen der bedeutendsten profanen Fresken des Alpenraumes  +39 0471 329 808, Di — So, bis 15. März 10 — 17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr), ab 16. März 10 — 18 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr), www.runkelstein.info. Am Kornplatz fand früher der Korn- und Getreidemarkt statt. In der Mitte der malerischen Laubengasse befindet sich das Merkantilmuseum  +39 0471 945 702, Mo — Sa, 10 — 12:30 Uhr., das in der ehemaligen Handelskammer die Wirtschaftsgeschichte des Landes erzählt. Am Ostende der Prachtstraße liegt das Rathaus. Etwas weiter wartet das Naturmuseum Südtirol   +39 0471 412 964, geöffnet Di — So 10 -—18 Uhr, www.naturmuseum.it. Wer einen schönen Blick auf die Stadt genießen möchte, der fährt am besten mit der Rittner Seilbahn auf das Hochplateau Ritten, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt  ganzjährig in Betrieb, www.ritten.com. Die Franziskanerstraße führt zur Franziskanerkirche, dem Franziskanerkloster und schließlich an die Westseite der Laubengasse. Etwas westlich liegen das Südtiroler Archäologiemuseum mit „Ötzi“  +39 0471 320 100, im Juli, Aug. und Dez. täglich 10 — 18 Uhr, in den übrigen Monaten Mo Ruhetag, letzter Einlass um 17:30 Uhr, www.iceman.it, und das Stadtmuseum mit einem der zwei originalen Meilensteine, die die Via Claudia Augusta schriftlich überliefern  +39 0471 997 960, Di — So 10 — 18 Uhr. Über die Talferbrücke erreicht man das Siegesdenkmal, eines der letzten verbliebenen Monumente, die in der faschistischen Zeit errichtet wurden. Über die neue Rad- und Fußgängerbrücke quert die Route wieder die Talfer und führt direkt zum „Museion“, das moderne und zeitgenössische Kunst präsentiert  +39 0471 223 413, geöffnet Di — So 10 - 18 Uhr, letzter Einlass: 17:30 Uhr, Do 10 -—22 Uhr,freier Eintritt 18 — 22 Uhr, Gratisführung: 19 Uhr, letzter Einlass: 21:30 Uhr, www.museion.it. Stadttheater und Konzerthaus bilden eine Einheit nahe dem Eisack-Fluss. Den würdigen Abschluss der Stadtrunde bildet der gotische Dom Maria Himmelfahrt aus dem 12. Jh., mit der Domschatzkammer. Er stand einst außerhalb der Stadtmauer  +39 0471 978 676, Di — Sa 10 — 12 Uhr.

Weiter Richtung Süden

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Die Rieseroute führt über die Loretobrücke und dann — auf den Spuren der Römerstraße — Richtung Leifers, der südlichsten Stadt Südtirols.

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DRUCK
Castelfeder
Kaltern Wein See
Neumarkt Lauben
Strassenstation Endidä
Salurner Klause

Leifers, Branzoll und Pfatten

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Leifers, Branzoll und Pfatten sind — abgesehen von Bozen — eine der wenigen Orte, die mehrheitlich von italienischsprachigen Südtirolern bewohnt werden. Ab Pfatten war die Etsch schiffbar.

Eppan und Kaltern an der Weinstraße

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Mehrere Orte bilden gemeinsam die Großgemeinde Eppan im Norden des sogenannten „Überetsch“, einer über dem Talboden erhobenen Hügellandschaft. 2005 entdeckten Archäologen in St. Pauls Reste einer römischen Villa mit Fußbodenmosaiken aus dem 4. Jh. und einer Thermenanlage. Schon 590 wurde die Gemeinde erstmals erwähnt. Der heutige Hauptort St. Michael und auch der ursprüngliche Hauptort St. Pauls mit einem der höchsten Kirchtürme des Landes, verfügen über einen malerischen historischen Ortskern.  Das Weindorf Kaltern am Kalterer See mit seinem malerischen verkehrsberuhigten Zentrum liegt am Hangfuß des Mendelkammes und ist durch den Mitterberg vom Fluss getrennt. Südlich des Hauptortes sinkt die vom Weinbau geprägte Landschaft zum geschützten Naturjuwel Kalterer See ab, der als wärmster Badesee südlich der Alpen gilt.

Auer, Castelfeder, Neumarkt, Laag und Salurn

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Die markante Anhöhe Castelfeder bei Auer bietet auch einen guten Überblick über das Tal, bot Schutz und war deshalb schon lange vor Christi Geburt und auch in der Römerzeit besiedelt. Ein Teil der Ausgrabungen der römischen Straßenstation Endidae in  Neumarkt sind noch geöffnet und zu besichtigen. Der ausgedehnte historische Ortskern der Marktgemeinde mit seinen Lauben geht hauptsächlich auf das 16. Jahrhundert zurück. Der südlich gelegene Ort Laag dürfte seinen Namen von einem See haben, zu dem das Geschiebe des Noceflusses die Etsch aufgestaut hatte. Bei Salurn verengt sich das Etschtal zur Salurner Klause, die das Südtiroler Unterland von der anschließenden Piana Rotaliana trennt. Die Orte Salurn und Buchholz gehen auf römerzeitliche Siedlungen zurück. Schon 575 v. Chr. wird Salurn erstmals urkundlich erwähnt. Es besticht mit einem malerischen alten Dorfkern, über dem die Haderburg thront.

Tramin, Kurtatsch, Margreid und Kurtinig

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Tramin ist berühmt für die Rebsorte Gewürztraminer. Es verfügt über einen ausgedehnten alten Ortskern mit prächtigen Kirchen, der sich an den Hang schmiegt. Kurtatsch war schon im Mesolithikum besiedelt, was Archäologische Funde bezeugen. Schon im 4. Jh. wurde der Ort zum christlichen Glauben gebracht, vom Hl. Vigilius, dem eine romanische Wallfahrtskirche aus dem 1300 Jh. gewidmet ist. Margreid sieht man an, dass es seit jeher von Obst- und Weinbauern geprägt wurde. Das malerische Dorfzentrum mit seinen geschwungenen Gassen zeigt südliche Einflüsse. Das kleine Gemeindegebiet Kurtinigs, das sich auf das Tal beschränkt und lediglich 4 Meter Höhenunterschied aufweist, galt schon zur Stein- und Römerzeit als ertragreiches Jagd- und Fischereigebiet.

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DRUCK
Piana Rotalina von oben
Castello Corona
Mezzolombardo historisches Zentrum aus der Luft
San Michele
Lavis Giardino Dei Ciucioi

Roverè della Luna und Mezzocorona

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Im malerischen alten Ortskern der ersten italienisch-sprachigen Gemeinde Roverè della Luna ist die ehemalige Friedhofskapelle St. Anna aus dem späten 15. Jh. besonders sehenswert. Prähistorische Funde zeigen, dass Mezzocorona schon vor den Römern besiedelt war. Wie Ausgrabungen belegen, war er auch ein wichtiger Wegpunkt an der Römerstraße. Mezzocorona verfügt auch über einen sehenswerten, weitläufiffiigen Kirchplatz. Wenige Meter davon entfernt führt eine Gondelbahn auf eine Hochebene am Gipfel der schroffen Bergkette Monte, von wo man eine herrliche Aussicht genießt.  

Mezzolombardo, Handelszentrum für das Nonstal

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Der an den Hang gelehnte Ort Mezzolombardo, mit seinen malerischen geschlossenen Häuserreihen und zahlreichen Palazzi, ist das Handelszentrum an der alten Straße ins Nonstal. Im Ort, am Fuße der Kirche San Pietro und der Burg Castello della Torre, kann der Besucher herrlich flanieren, Kaffee trinken, ein Eis genießen und in kleinen Geschäften einkaufen, in denen auch die Bevölkerung einkauft.

Agrar-Kompetenz-Zentrum San Michele all'Adige

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Das ehemalige Chorherrn-Stift San Michele beherbergt auch das Trentiner Volskundemuseum „Museo degli Usi e Costumi della Gente Trentina“.  Via Mach 2, +39 046 650 314, geöffnet täglich 9 — 12:30 sowie 14:30 -— 18 Uhr, nur 1. Nov, 25. Dez. und 1. Jan geschlossen. www.museosanmichele.it.

Faedo, Nave San Rocco, Zambana und Lavis

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Das Weindorf Faedo thront wie ein Adlerhorst über dem Tal. Nave San Rocco war, wie sein Name erahnen lässt, ein Fähr- und Flößerort an der Etsch, lange Zeit der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Tales. Zambana ist für seinen Spargel bekannt. Vom alten Ortskern steht nur mehr die Kirche. Der Rest wurde 1955 von einem katastrophaler Bergsturz komplett begraben.  Schließlich wartet noch Lavis, bevor es über den Wildbach Avisio ins Stadtgebiet von Trento geht.  Der Ort hat einen malerischen alten Kern mit vielen sehenswerten Gebäuden. Besonders erwähnenswert ist der geheimnisvolle hängende Garten der „Ciucioi”, der mit seinen romantischen Ruinen das unterhalb liegende Tal dominiert.

Exkurs: Incontri D'Arte - Kunst entlang der Römerstraße auf Reisen

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Künstler aus Orten entlang der gesamten Via Claudia Augusta haben bereits das zweite Mal Werke zum Thema Via Claudia Augusta gestaltet, die entlang der Römerstraße auf Reisen gehen. Die ersten Incontri D‘Arte (Kunsttreffen) fiinden jeweils in der Domus Romana von Mezzocorona statt. Dort hat die Cooperativa Dirò ihren Sitz, welche die Wanderausstellung und die Treffen von Kunst, Künstlern und Kunstliebhabern organisiert. Thema der zweiten Ausgabe der Wanderausstellung „Incontri D‘Arte“ ist das Fass, das die Römer an der Via Claudia Augusta von den Rätern kennenlernten. In der Römerzeit und auch danach wurden Fässer genutzt, um entlang der wichtigen Handelsstraße Wein nach Norden  und Bier nach Süden zu transportieren. Das Fass steht also sinnbildlich für Austausch, Begegnung und Kommunikation entlang von Europas Kulturachse. Auch wenn die Kunst und die Künstler zu den „Incontri D‘Arte“ reisen, nehmen sie die Via Claudia Augusta und treffen sich ihr entlang. Schauen Sie auf www.viaclaudia.org vorbei, wo sich die aktuelle Ausstellung gerade befiffiindet. Vielleicht werden auch Sie Teil der „Incontri D‘Arte“.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Auskünfte zur gesamten Route gibt die

Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
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Detailfragen zur Region beantwortet am Besten die

Touristinfo des Consorzio Turistico Piana Rotaliana Köningsberg
www.pianarotaliana.it
info@pianarotaliana.it
38017 Mezzolombardo, Corso del Popolo, 35
0039 0461 175 25 25

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Val Di Cembra da San Floriano
Val Di Cembra, Cembra e Faver Visti da Sevignano
Panorama Verla Di Giovo
Piramidi Di Segonzano
Albiano Porphyry Quarry
DRUCK

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DRUCK
Trento
Paganella Brenta Trento, Foto: Gemeinfrei Wikipedia
Trento
Unterirdisches Tridentum Zotta
Buonconsiglio, Foto: Jakub Halun
Loggia Del Buonconsiglio
Palazzo Pretorio di Trento
Trento Campanile, Foto: Wikipedia Markus Bernet
Muse
Trento, Fest, Domplatz

Die Route bis in die Altstadt

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An der Brücke über den Avisio in Lavis beginnt das Stadtgebiet. Richtung Altino bei Venedig führte die alte Straße bereits dort den Hang hinauf, in die Valsugana. Die Reiseroute folgt zunächst dem ungefähren historischen Straßenverlauf in den Ort Meano, von wo aus man erstmals auf die Konzilstadt hinunterblickt. 

Spaziergang durch die Altstadt von Trento

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Während eines Spaziergangs durch die Stadt, lässt der Besucher sein Auto am besten im Parkhaus an der Via Torre Verde 40, direkt am Rand der Altstadt. Beim Eintritt in den historischen Teil der Stadt erwarten den Besucher die Touristinformation und die zeitgenössische Stadtgalerie. Unweit davon warten unterhalb des Battisti Platzes die unterirdischen Ausgrabungen des römischen Tridentum. Über die vom Renaissance-Palazzi gesäumte Via Belenzani mit dem Rathaus im Palazzo Thun gelangt der Besucher zum Domplatz. Die parallelen Gassen Via Cavour im Westen und Via Oss Mazzurana im Osten strahlen mit ihr um die Wette. Direkt am Domplatz liegen auch das Diözesanmuseum und die Kathedrale Vigilio. Schließlich führt der Spaziergang zum Schloss Buonconsiglio, das auch das historische Museum von Trento beherbergt.

Über eine Anhöhe in das Valsugana Tal (Variante Altinate)

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Am Schloss Buonconsiglio vorbei und dann an der großen Kreuzung links verlässt die Reiseroute Richtung Valsugana die Stadt. Von oben bietet sich nochmals ein schöner Blick zurück.

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Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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DRUCK
Alta Valsugana, Laghi Seen
Gran Hotel Levico, Terme, Alta Valsugana, Trentino
Castell Pergine, Alta Valsugana
Bici Lago Di Levico Alta Valsugana

Über Civezzano und Pergine nach Levico Terme

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Über eine Anhöhe führt die Reiseroute ins Suganatal. Dort empfängt direkt an der Straße die erste von zahlreichen österreichisch-ungarischen Festungsanlagen aus dem 1. Weltkrieg. In der Kirche des malerischen alten Ortskerns von Civezzano gibt es die älteste Kirchenorgel des Trentino zu bewundern. Der Ort ist auch Sitz des Ecomuseo Argentario, das den bedeutenden mittealterlichen Silberbergbau in der Gegend für Besucher zugänglich macht. Die Gegend von Pergine Valsugana ist schon seit prähistorischer Zeit besiedelt und erlebte ihre größte Blüte durch den Bergbau. Die heutige Großgemeinde entstand allerdings erst durch die Eingemeindung von 13 Gemeinden im Jahr 1928. Die Altstadt mit ihrem stattlichen Rathaus und der Renaissancestraße Via Maier zeugen von den größten Zeiten. Oberhalb von Pergine thront das gleichnamige Schloss, von dem man annimmt, dass es seine Wurzeln schon in der Römerzeit hat. Die historische Trasse der Via Claudia Augusta wird in Tenna am Bergrücken zwischen Caldonazzo- und Levicosee vermutet. Dort wurde auch ein Meilenstein gefunden. Die Reiseroute führt nördlich des Levicosees, am Berghang, in die Kurstadt Levico. Alternativ kann der Reisende den Caldonazzosee im Süden umrunden.

Die Habsburger-Kurstadt Levico Terme

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Levico wurde von den Habsburgern zur einzigen Stadt in der Alta Valsugana erhoben. Es war Standort einer Garnison sowie beliebter Kurort der Habsburger und der oberen Gesellschaft von Österreich-Ungarn. Mitten in der ausgedehnten Altstadt  mit seinen malerischen Gassen befindet sich der Kurpark mit dem Grandhotel Terme. In Levico ist auch ein römischer Sarkophag zu bewundern.

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Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
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Touristinfos der APT Valsugana Lagorai
www.visitvalsugana.it
38057 Pergine Valsugana, Piazza Serra, 10
38056 Levico Terme, Viale Vittorio Emanuele III, 3
38051 Borgo Valsugana, Piazza De Gasperi
38053 Castello Tesino, Via Dante, 10
info@visitvalsugana.it
0039 0461 727 700

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Borgo Flair Di Venezia Media Valsugana Trentino
Castello Telvana Media Valsugana Borgo Trentino
Bici Valsugana Trentino

Über Novaledo und Roncegno Terme nach Borgo

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Auf dem Weg nach Borgo führt die Reiseroute — wie vermutlich auch die alte Straße — am Sonnenhang entlang durch Selva, das noch zu Levico gehört. Novaledo, Marter und den kleineren der zwei Thermalorte des Tales, Roncegno Terme. Neben dem Torre Quadra sind auch in Marter nach Novaledo mittelalterlicher Festungsanlagen zu entdecken, die — teilweise erkennbar — an den Berghängen ihre Fortsetzung haben. Danach führt die Reiseroute durch das hübsche Zentrum des Kurorts Roncegno Terme nach Borgo Valsugana, über dem — von Weitem sichtbar — die leider nicht von innen zu besichtigende Burg Telvana thront.

Borgo Valsugana

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Borgo ist vom Brentaflfflluss und von einer langen Laubengasse am Wasser geprägt. Der einstige venezianische Einfluss ist unverkennbar. Besonders sehenswert sind weiters die weitläufige Piazza Degasperi mit dem Rathaus und der Chiesa di Sant‘Anna, von der man über die Venezianische Brücke zum Corso Ausugum gelangt, der die alte Straße durch die Stadt war. Wie Levico war Borgo Valsugana zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie Standort einer Garnison. Außer der malerischen Altstadt am Brentafluss lädt der Kunstpark Arte Sella, acht km entfernt, im Sella-Tal, zum Entdecken, Fotografieren und Verweilen.

Von Borgo nach Strigno

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Borgo liegt an einer Engstelle des Suganatals. Danach weitet sich das Tal noch einmal, bevor es dann immer enger wird — so eng, dass es einst immer wieder komplett vom Brentafluss ausgefüllt wurde. Deshalb führte die Römerstraße aber dort über zwei Pässe in den Veneto. Bevor die historische Trasse und die Reiseroute zum Hochtal Tesino hin ansteigen durchquert die Reiseroute noch die Orte Castelnuovo, Scurelle und Strigno. Am Sonnenhang, leicht oberhalb, liegen Spera und Samone. Über dem Becken thront die Burg Ivano

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Touristinfos der APT Valsugana Lagorai
www.visitvalsugana.it
38057 Pergine Valsugana, Piazza Serra, 10
38056 Levico Terme, Viale Vittorio Emanuele III, 3
38051 Borgo Valsugana, Piazza De Gasperi
38053 Castello Tesino, Via Dante, 10
info@visitvalsugana.it
0039 0461 727 700

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DRUCK
Vor den Dolomiten Parcon Nazionale Dolomiti
Castello Tesino Via Claudia Augusta
Lamon Chiesa Kirche San Pietro
Lamon Montagna Berge Dolomiti
Ponte Romano Lamon
Bici Tesino Trentino

Durch das Hochtal Tesino

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Ab Strigno steigt die Straße durch ein Tal steil zum Hochtal Tesino an. Seine Orte lebten seit jeher ganz wesentlich von der Straße. Heute bringt sie ihnen Touristen, die die malerische Bergwelt entdecken und genießen. Die rötlichen und grünlichen Felswände der Lagoraikette sind vulkanischen Ursprungs. Von einem Rastplatz, an einer Brücke zwischen Bieno und Pieve Tesino, ist die alte Straße gut zu erkennen, die unterhalb den Wildbach quert. Auch die lang gezogenen engen Gassen, die Pieve Tesino von Ost nach West durchziehen, zeugen von der Straße. Der Geburtsort von Alcide Degasperi hat dem österreichisch-ungarischen-italienischen Staatsmann und Gründervater der Europäischen Gemeinschaften ein Museum gewidmet;  38050 Pieve Tesino, +39 345 848 99 75 oder +39 339 698 4804, geöffnet 1. Juni — 30. Sept. Di — Fr 15 — 18 Uhr, Sa 10 — 12 und 15 — 18 Uhr sowie So 15 — 18 Uhr; 1. Okt. — 31.  Mai Fr 15 — 18 Uhr, Sa, 10 — 12 und 15 — 18 Uhr  sowie So 15 — 18 Uhr. Kurz vor Castello Tesino ist eine Brücke zu entdecken, die auf der erkennbaren römischen Straßentrasse liegt, aber vermutlich nach römischem Vorbild im Mittelalter neu errichtet wurde. Oberhalb des Ortes — dort wo heute das Kirchlein Sant'Ippolito steht —  thronte einst ein Römerkastell. 

Nach Lamon und Sovramonte im Veneto

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Auf dem Weg weiter, nach Lamon, warten atemberaubende Blicke in die tiefen Schluchten, die die Wildbäche im fast unbewohnten Grenzland gegraben haben. Auf der gegenüberliegenden Seite querte die Via Claudia Augusta den Wildbach Senaiga. Unterhalb San Donato, das sich an der Römerstraße entwickelte, entdeckten Archäologen einen antiken Friedhof. Die reichen Grabbeigaben erzählen im kleinen Archäologischen Museum in Lamon die Siedlungsgeschichte der Gegend.  Zentrum Lamon, +39 328 311 83 36, im Sommer öffnet das Museum zu fixen Zeiten, den Rest des Jahres auf Anfrage. Am Ende der tiefen Schlucht im Grenzgebiet lockt außerdem eine Tropfsteinhöhle, die nur auf Voranmeldung zu besichtigen ist, +39 0461 593 322. Die Reiseroute führt schließlich am Südrand des Nationalparks Dolomiti Bellunesi durch die kleinen Ortschaften der Gemeinde Sovramonte.

Fragen und Auskunft zum Teilabschnitt

Auskunft zur gesamten Route erteilt die

Via Claudia Augusta Info
www.viaclaudia.org
info@viaclaudia.org
0043 664 27 63 555

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Touristinfos der APT Valsugana Lagorai
www.visitvalsugana.it
38057 Pergine Valsugana, Piazza Serra, 10
38056 Levico Terme, Viale Vittorio Emanuele III, 3
38051 Borgo Valsugana, Piazza De Gasperi
38053 Castello Tesino, Via Dante, 10

info@visitvalsugana.it
0039 0461 727 700

Detailfragen zur Region ab inkl. San Donato (Gemeinde Lamon) beantworten am Besten die

Touristinfos des Consorzio Turistico Dolomiti Prealpi
www.dolomitiprealpi.it
32032 Feltre, Piazza Vittorio Emanuele II, 21
32026 Mel, Piazza Papa Luciani
info@dolomitiprealpi
0039 329 272 900

Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

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Feltre vor den Alpen
Fabbrica Pedavena Museo Birra Bier Museum
Feltre Area Archeologica Citta Romana
Feltre Piazza Maggiore Rad Bici
Meilenstein Pietra Miliare Cesiomaggiore

Vom Croce D'Aune Pass über Pedavena nach Feltre

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Über die Römerstraße führt heute die Fernwanderroute Via Claudia  Augusta. Die Reiseroute nimmt die Passstraße vom Croce D‘Aune nach Pedavena, in dessen altem Rathaus sich der Sitz des Nationalparks Dolomiti Bellunesi befindet. Auf dem Weg weiter liegt auch die traditionsreiche Brauerei Fabbrica di Pedavena, mit Ausstellung zur Geschichte der Bierherstellung — allgemein und im Pedavena. Der Fabrikation ist das größte Bierlokal Italiens, die Birreria Pedavena vorgelagert, in der man die zahlreichen Biere zu passenden Gerichten probieren kann.

Spaziergang durch die historische Stadt Feltre

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Der Großteil der ausgedehnten Altstadt liegt auf einem langen Felsrücken, der mit dem Auto zu durchfahren ist, wenn man einen schnellen Eindruck gewinnen möchte. Dafür fährt man durch das Tor im Südwesten in die Altstadt und verlässt sie wieder über das Tor im Osten. Während einer ausgiebigen Besichtigung lässt der Besucher aber besser sein Auto am Parkplatz im Norden oder im Süden der Altstadt, die mit einem Fußgänger-Tunnel verbunden sind. Durch einem Turm der südlichen Stadtmauer gelangt der Besucher über einen malerischen Stiegenaufgang in die Stadt hinauf. Von dort geht es rechts zum Stadtmuseum Museo Civico und zum östlichen Stadttor. Auf der Piazza Maggiore befinden sich das Rathaus und die Kirche der Hl. Rocco und Sebastiano. Im Rathaus ist das Tetro de La Sena zu entdecken, das als kleiner Bruder des Teatro la Fenice in Venedig gilt. Von der Piazza geht es hinauf zur Festung Castello di Alboino. Anschließend folgen innerhalb der Stadtmauern noch das Diözesanmuseum und die zeitgenössische Galerie Carlo Rizzarda. Außerhalb der Stadtmauer liegt der Dom, unter dessen Vorplatz archäologische Ausgrabungen des römischen Feltria zu bewundern sind. Durch ein Kloster gelangt der Besucher schließlich wieder retour zum Parkplatz im Süden bzw. zum Fußgängertunnel.

Nach Cesiomaggiore und Santa Giustina

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Über die Hügel vor den Dolomiten führt die Reiseroute nach Cesiomaggiore, wo das sehenswerte historische Radmuseum wartet. Zwischen Feltre und Cesiomaggiore liegen zahlreiche alte Landsitze der wohlhabenden Bürger der Gegend. In einer davon, der Villa delle Centenere, steht einer der beiden Meilensteine der Via Claudia Augusta. Die Reiseroute macht eine Schleife durch das Tal und führt durch Santa Giustina über die Hintertür nach Mel, das malerisch auf einem Hügel thront.

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Piave Regenstimmung Pieno Di Acqua
Visita Guidata Führung Museo

Trichiana, Mel, Lentiai

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Mel hat nicht nur ein sehenswertes Zentrum mit eine weitläufigen Piazza. Es lockt auch mit einem kleinen archäologischen Museum. Zwischen Mel und Lentiai stieg die Römerstraße die letzte Passhöhe hinauf. An der alten Pass-Straße thront die Burg Zumelle, die vorbildlich renoviert wurde. Von der wichtigen Straßenverbindung zeugt auch eine alte Steinbogenbrücke, die oberhalb von Bardies im Laubwald zu entdecken ist und aus byzantinischer Zeit stammt. Durch Lentiai mit seiner weitläufiffiigen Piazza geht es schließlich zur Wallfahrtskirche St. Vittore und Corona. Sie wurde bereits im frühen 11. Jh. gegründet. Danach folgt die Reiseroute dem Piave durch sein enges Tal nach Süden.

durch die Valbelluna nach Quero-Vas und Alano di Piave

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Durch Lentiai mit seiner weitläufiffiigen Piazza geht es schließlich zur Wallfahrtskirche St. Vittore und Corona. Sie wurde bereits im frühen 11. Jh. gegründet. Danach folgt die Reiseroute dem Piave durch sein enges Tal nach Süden.

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Prosecco Weinstraße Veneto Altamarca
Valmarino Castelbrando Alta Marca

auf der Prosecco-Weinstraße nach Follina und Cison di Valmarino

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Die Reiseroute führt zuerst auf der Prosecco-Weinstraße durch die Orte der bekanntesten Prosecco-Anbau-Gemeinde Valdobbiadene, mit ihrer sehenswerten Piazza. Im Ort Follina betrat die historische Route nach dem letzten Pass die hügelig beginnende weite Ebene Venetiens. Direkt im Ortszentrum befindet sich das sehenswerte Kloster Follina. Etwas nördlich von Follina thront oberhalb der historischen Straße das Renaissanceschloss Castelbrando. Es ist von Cison di Valmarino aus mit dem Schrägaufzug erreichbar und beherbergt heute ein Wellness- und Congress-Hotel sowie Restaurants und mehrere Ausstellungen.

Pieve di Soligo, Susegana, Santa Lucia di Piave

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Die nächstfolgende Gemeinde, Pieve di Soligo, mit sehenswertem alten Kern, durch das der Wildfluss Soligo, fließt, hat ebenfalls eine imposante Piazza. Der große Palast am Platz soll zum Rathaus umgebaut werden.  Kurz bevor es zum Castello Collalto geht, sind am Ufer der Piave Reste der Via Claudia Augusta zu entdecken. Zwischen dem Castello und der Gemeinde Susegana führt die Reiseroute über malerische Proseccohügel. Auf einem davon thront das Castello San Salvatore. Am Rand von Susegana befinden sich die sehenswerte Kirche del Carmine und das Weingut Collalto. Von Susegana aus gelangen Interessierte nach Conegliano, der fast 35.000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Region, die für ihre traditionelle Dame-Partie mit lebenden Figuren in historischen Kostümen bekannt ist und auch über eine sehenswerte Altstadt verfügt. Über den Agrarort Santa Lucia di Piave, in dem alljährlich Agrarmessen stattfinden, führt die Reiseroute schließlich ins zu Susegana gehörige Ponte della Priula, wo sie das breite, weitgehend naturbelassene Flussbett des Piave quert.

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Montello Villa Contarini Degli Armeni Veneto
Nervesa Abbazia San Eustacchio Veneto Marca Treviso
Spresiano Chiesa Di Spresiano E Monumento Ai Caduti
Spresiano Grave Del Piave
Villa Veneta Villorba Veneto

Nervesa della Battaglia, der Montello und die Colli Asolani

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Nervesa war von den verheerenden Schlachten des 1. Weltkriegs besonders stark zerstört. Als Mahnmal für den Frieden erinnert die Ruine der Abtei Sant'Eustachio aus dem 14. Jh. daran. Heute finden auch Konzerte dort statt. Auch rechts der Piave lockt eine Weinstraße, zu einem Abstecher auf den Berg „Montello“ und die Hügel "Colli Asolani". Auf ihnen wechseln sich Weinberge mit abwechslungsreicher natürlicher Vegetation ab. Südlich von Nervesa della Battaglia erinnert die Ruine der Abtei San Eustacchio an die verheerenden Schlachten des 1. Weltkriegs. Weingüter und Weinorte säumen den weiteren Weg. Besonders sehenswert ist die Stadt Asolo, die bereits im 6. / 7. Jh. von den Venetern besiedelt wurde.

Spresiano und Villorba

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Neben der Pfarrkirche mit einem Monument zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkriegs ist im Hauptort der Gemeinde Spresiano die Villa Giustiniani-Recanati sehenswert. In der Fraktion Visnadello sind die Kirche Sankt Filippo und Giacomo Minore und die Villa Gritti zu entdecken. In der Fraktion Lovadina u. a. der Palazzo Bove aus dem 15. Jh. Villorba heißt nicht von ungefähr so. Es hat besonders viele der bekannten und regions-typischen herrschaftlichen "Ville Venete". Eine davon, die Villa Giovannina, ist heute der repräsentative Teil der Gemeindeverwaltung und als solche auch  zu den Bürozeiten geöffnet.

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Mura Treviso
Trevios Il Castello Romano Veneto Marca
Treviso I Buranelli By Night
Piazza dei Signori e Palazzo dei Trecento
Chiostro Seminario Vescovile Treviso
Treviso La Fontane Delle Tette

Entlang der Stadtmauern und des Stadtgrabens rund um die Altstadt

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Die Reisroute führt gegen den Uhrzeigersinn um die Altstadt herum, die durchwegs von einem Kanal bzw. dem Silefluss umgeben ist. Von Norden kommend steuert man direkt auf das Tor San Tommaso zu. Will der Reisende die Altstadt besichtigen, fährt er aber besser im Süden in das Zentrum hinein, wo es gute Parkmöglichkeiten gibt. 

Ein Spaziergang durch die Altstadt

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Die Altstadt Trevisos hat viel zu entdecken. Vor allem die vielen Kanäle, die die Stadt durchziehen, und die mit typischen Malereien verzierten Bürgerhäuser verleihen ihr besonderen Charme. Den ganz eigenen Charakter Trevisos fängt der Besucher am besten ein, indem er frei durch die Gassen schlendert. Der vorgeschlagene Spaziergang durch die Stadt ist eher als Vorschlag zu sehen, im Schnelldurchgang ein wenig von der Stadt und einige ihrer Besonderheiten zu sehen. Er führt u. a. zur Kirche Sankt Nikolaus aus dem 13. und 14. Jh.  und zum imposanten Dom der Bischofstadt. Im Norden ist übrigens die Stadtmauer begehbar. Weiters führt der Spaziergang zur Kirche und zum Kloster der Franziskaner und zum Palazzo dei Trecento aus dem 13. Jh. mit seinen sehenswerten Fresken auf der malerischen Piazza dei Signori.

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Natufluss Park Sile Marca Treviso Veneto
Stadt Roncade Blick von oben
Castello Di Roncade

Der Sile-Naturpark und Silea

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Der Sile, der heute mit Ausflugsschiffen befahren werden kann, war seit jeher auch ein wichtiger Kommunikations- und Handels-Weg. Bis 1970 verkehrten die „Burci“, mächtige Boote für den Schwertransport, auf dem Fluss. Heute sind sie am Friedhof der Burci in Casier — am Silea gegenüberliegenden Flussufer — zu sehen. Die über 10.000 Einwohner zählende Gemeinde Silea war schon im 2. Jh. nach Christus besiedelt. Die ältesten Siedlungen lagen in den Fraktionen Sant‘Elena und Cendon an der Trasse der Römerstraße. Die beiden Orte tauchen auch im Mittelalter als erste in den Urkunden auf. Silea hieß übrigens früher Melma und wurde erst 1935 nach dem Fluss in Silea umbenannt.

Die Stadt und das Schloss Roncade

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Bereits ab dem Neolithikum war das Gebiet der 14.000 Einwohner zählenden Stadt Roncade besiedelt, in römischer Zeit vor allem in der Fraktion Musestre, wo die Via Claudia Augusta den Fluss Sile querte. Den größten Entwicklungsschub verzeichnete die Stadt nach 1500 als Teil der Republik Venedig. Davon zeugen einige Villen. Die bedeutendste ist sicherlich die Renaissance-Villa Giustinian im Kastell di Roncade, das auch ein renomiertes Weingut ist. Sehenswert sind weiters die Pfarrkirche und die Kapelle im Kastell, mit einem bedeutenden barocken Bilderzyklus. Direkt an der historischen Trasse der Via Claudia Augusta — zwischen Roncade und Silea — liegt das Weingut „47 Anno Domini“ (47 n. Christus — das ist das Jahr der Fertigstellung der Via Claudia Augusta), das die Tradition der Weine gekonnt mit moderner Technik und neuen Trends kombiniert.

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Altino Strada Romana Römerstraße
Vecchio Altes Museo
Laguna Di Venezia
Karte Venedig Lagune
Venice Lagoon December
Venice Old Town Lagoon
Bacino di San Marco in Venice
Piazza San Marco
La Fenice Opera House

Quarto D'Altino

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Quarto d‘Altino ist die Gemeinde in der sich einst der römische Hafen befand. Bevor die Reiseroute in ihr Zentrum mündet, führt sich noch auf einer relativ schmale Brücke über den Sile. Gleich danach wartet ein schöner Blick auf den Fluss und Musestre. Im kleinen Zentrum fififfiinden sich die Gemeindeämter, die Pfarrkirche, einige Lokale und Geschäfte. Nach Unterquerung der Trasse der Bahn, mit der man bequem in wenigen Minuten nach Venedig gelangt, kann man noch ein Stück der schnurgeraden Trasse der Via Claudia Augusta folgen. Das letzte Stück zum Museum am Areal des antiken Hafens wandert oder radelt man dann auf relativ direktem Wege durch die Lagune oder erreicht es — der Reiseroute folgend — auf Umwegen mit dem Auto.

An der Lagune, wo einst der antike Hafen lag

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Das Areal der antiken Hafenstadt liegt heute durch die fortschreitende Verlandung etwas im Landesinneren. Es gibt dort nur mehr wenige Gebäude — darunter eine Archäologische Zone, die auf relativ kleinem Raum ein paar Einblicke in die große Geschichte erlaubt, das bisherige und das neue Archäologische Museum sowie eine einfache Gastwirtschaft.   Museum, Via Sant‘Eliodoro 37, +39 0422 82 9008, geöffnet täglich von 8:30 — 19:30.  Neues archäologisches Museum: Via Sant‘Eliodoro 56, +39 0422.789443, apr.-set. mar-dom dalle 8.30 alle 19.30; lun chiuso; ott.-mar. mer, ven, sab, dom dalle 8.30 alle 19.30; mar e gio dalle 9 alle 14.15; lun chiuso.

rund um die Lagune: Venedig und Jesolo

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Quarto D‘Altino, wo die Quartiere ruhiger und günstiger sind, liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen der Kunststadt Treviso, der Lagunenstadt Venedig und den Stränden von Jesolo. Nach Venedig gelangt man mit der Bahn oder mit dem Ausflugsschiff, der barca, das nahe am Archäologischen Museum seine Einstiegsstelle hat. Mit Ausflugsschiffen gelangt man auch über den Sile nach Treviso. Die zahlreichen Strände von Jesolo erreicht man am besten mit dem Auto oder mit dem Fahrrad.

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Po Ostiglia Lombardia Mantova
Villafranca Castello Poebene Pianura
Isola Della Scala
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Santuario Madonna di Lourdes ex forte San Leonardo (Verona)
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Rovereto Vallagarina Ala Palazzo Pizzini
Panorama Rovereto
Rovereto Foto Trentino
Rovereto Vallagarina
 Castello Beseno Vallagarina Etschtal Valle Del Adige Trentino
Castello di Castellano Vallagarina Etschtal Valle del Adige Trentino


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