detaillierte Routen-Beschreibung
Fernwander-Routen-Variante "Altinate"
(von Trento über Feltre nach Castelbrando)

Oberhalb des Levico-Sees, zwischen Castello di Pergine und Levio Terme

Das Inhaltverzeichnis am Anfang der Routenbeschreibung erlaubt direkt in einzelne Teilabschnitte zu springen. Aktuell gibt es nur eine Fernwanderroute entlang der "Altinate", bis Castelbrando, am Nordrand der venetianischen Ebene.. Gemeinsam mit den hier downzuloadenden Wanderkarten Bayern / Tirol / Reschenpass-Trento / Trento-Castelbrando, kann die detaillierte Routenbeschreibung auch als Unterlage während einer Fernwanderung dienen. Alternativ gibt es Offline-Navi-Apps für iPhone und Android oder gedruckte Tourenbücher.

Übersichtskarte Teilabschnitt 01
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 01

Donauwörth im Donau-Ries
Start der ersten Straße
über die Alpen

  • 01

Der Startpunkt der Via Claudia Augusta liegt in der Stadt Donauwörth. Gründe dafür sind die Donau, die beim Weitertransport schwerer Güter half, und die Nordgrenze des Römischen Reiches, die zu Beginn und nach dem ersten Rückzug vor den Germanen dort verlief. Der nördlichste Teil der Römerstraße liegt heute im Landkreis Donau-Ries, der im Norden bis fast zum Limes reicht. Neben der Donau wird das Land vom 25 km Durchmesser großen Ries-Krater geprägt, den ein Meteoriten-Einschlag vor 14,5 Mio. Jahren geformt hat. Der Name „Ries“ soll von der römischen Provinz Rätien stammen. Die Stadt Donauwörth, auf deren Gebiet das Ende der Römerstraße liegt, gab es zur Römerzeit noch nicht. Anstatt dessen machten sich dort immer wieder die Wasser von Donau, Wörnitz, Zusam, Schmutter und Lech breit, die sich im Raum Donauwörth vereinen. Die Entwicklung der Stadt begann mit einer Fischersiedlung auf der Insel Ried in der Wörnitz. Heute liegt der Großteil der Altstadt nördlich des Flusses. Dieser Teil lockt mit einem der schönsten Straßenzüge Süddeutschlands, der Reichsstraße.

Luftbild von Goldberg in Donau Ries
Donauspitz, Mündung, Wörnitz, in die Donau, Donauwörth, Via Claudia Augusta, Bayern, Foto Donauwörth
Der Frühling in Donauwörth
Reichsstraße in Donauwörth, Foto von Lois Lammerhuber
Foto von einer Staudammmauer in Donauwörth
Donauwörth, Frühling, Zusammenfluss
Wanderer Donauwörth
Anreise-Tipp

Am Besten reist man mit dem Zug bis zum IC-Bahnhof Donauwörth. Es gibt aber auch einen Parkplatz in der Neuen Obermayerstraße, auf dem man während der Radreise sein Auto abstellen kann. Um die Fern-Wanderung gemütlich sowie gut ausgeschlafen zu beginnen und auch ein wenig von der schönen Stadt zu haben, empfiehlt es sich schon am Vortag anzureisen.

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Vom Bahnhof aus führt die Wanderroute über die Insel Ried, wo die Besiedelung von Donauwörth ihren Anfang nahm, ins heutige Stadtzentrum mit der prächtigen Reichsstraße. Hier kann man sich in der Tourist-Info noch die letzten fehlenden Unterlagen holen, bevor es über die Donau und dann stetig südwärts geht.  

Nach der Fernwanderung zurück nach Donauwörth

Nach der Wander-Reise zurück nach Donauwörth gelangt man am bequemsten mit dem Shuttle, den man auf www.viaclaudia.org online buchen kann. Link

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Städtische Tourist-Information Donauwörth
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Rathausgasse 1
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0049 906 78 91 51

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Übersichtskarte Teilabschnitt 01
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 01
Übersichtskarte Teilabschnitt 02

Durch das Lechtal
Von Submuntorium
nach Gersthofen

  • 02

Das Mündungsgebiet von Wörnitz, Schmutter und Lech und das Lechtal bis Augsburg waren schon in der Römerzeit besiedelt. Auf der unscheinbaren, ersten kleinen Anhöhe zwischen Mertingen und Druisheim befanden sich die römischen Festungsanlagen Submuntorium-Burghöfe. Auch in Langweid am Lech soll sich ein Militärlager befunden haben. Die Orte bis Druisheim zählen noch zum Landkreis Donau-Ries. Dann beginnt das Augsburger Land. Die größten Orte sind das 1989 zum Markt erhobene Meitingen und Gersthofen, das seit 1969 Stadt ist. Die Römerstraße führt zielstrebig am Lech in Richtung Augsburg. Teilweise ist sie noch ein Weg. An einigen Stellen zeichnet sie sich als Damm im Gelände ab. Ein Großteil ist heute Trasse der Bundesstraße 2. Die Aulandschaft des Lech, die die Römerstraße streift, teilt das Augsburger Land vom Wittelbacher Land.

Ehemaliger Standort Submuntorium Burghöfe Druisheim Mertingen Lechtal, Foto Deininger
Kloster Holzen Allmannshofen im Lechtal, Foto Kloster Holzen Hotel GmbH
Mertingen Nordendorf
Wanderer Bank Nordendorf
Merkurheiligtum Gersthofen Lechtal, Foto Deibler
Ballonmuseum Gersthofen Lechtal, Foto Gersthofen
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Die Wanderoute führt über malerische Wiesen und Felder durch das Lechtal südwärts. Unterwegs immer wieder größere oder kleinere Dörfer. Zwischen Mertingen und Druisheim zeigt eine Thementafel den Standort des Kastells Submuntorium-Burghöfe, das das letzte Bauwerk vor der Donau war, deren Flussbett vermutlich damals sehr weitläufig war. Bald danach folgt das Kloster Holzen. Ab Nordendorf führt die Wanderroute an der Ostflanke des Lechtales und quert schließlich bei Gersthofen das Tal und den Fluss. Im Zentrum der Stadt ist das Ballonmuseum unbedingt sehenswert. Nach Augsburg und in die Stadt hinein führt die Wanderroute schließlich entlang des Lech, den sie auf der Lechhausen Brücke Richtung Altstadt quert.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 02
Übersichtskarte Teilabschnitt 03
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 03

Augsburg
Römische Provinzstadt
Augusta Vindelicum

  • 03

Nach dem Alpenfeldzug 15 v. Chr. richteten Kaiser Augustus Adoptivsöhne Drusus und Tiberius im nördlichen Stadtteil Oberhausen ein Militärlager ein. Es war der Grundstein für Augusta Vindelicum, der späteren Hauptstadt der Provinz Rätien. Augsburg ist somit wahrscheinlich die zweitälteste Stadt Deutschlands, auf alle Fälle war es aber eine der größten römischen Städte nördlich der Alpen. Die Siedlung umfasste über 25 ha, zählte in ihrer Blütezeit 10 bis 15.000 Einwohner und hatte alles was eine römische Provinzstadt zu bieten hatte: Tempel, Markthalle, Stadthalterpalast, Theater, Thermen, ... Jedes Stadthaus war mit Fließwasser ausgestattet. Die Via Claudia Augusta zog im Westen an der Stadt vorbei und ist im zentralen Bereich vom Rathaus bis zum Merkurbrunnen ident mit der historischen Hauptstraße durch die Altstadt. Noch bedeutender war Augsburg, als die reichen Fugger Ende MIttelalter, Anfang Neuzeit von ihrer Heimatstadt aus wirtschaftlich die Welt eroberten. Später regierten die Fürstbischöfe von Augsburg aus ein weites Land bis nach Tirol.

Augsburg bei Nacht, Maxstraße, Foto Regio Augsburg
Augsburg Goldener Saal im Rathaus, Foto Regio Augsburg
Wanderer Fuggerei
Römermauer in Augsburg, archäologische Nischen, Dom, Foto Regio Augsburg
Augsburg Rathausplatz, Foto Regio Augsburg, Christine Pemsl
Augsburg Stadtwald Wanderweg
Wanderroute zum Rathausplatz (Tourist-Info)

Über die Lechhausen Brücke geht es vom Lech in die Stadt. Lechhauser Straße, Jakoberstraße, Barfüßerstraße, Metzgplatz und Am Perlachberg (1,5 km) — schon ist man am zentralen Rathausplatz mit dem Perlachturm und dem Goldenen Saal, und hat schon auf dem Weg hin einen ersten Eindruck von der jüngeren und älteren Stadt.

Am bequemsten ist die Zeitreise mit Stadtführern am Taxi-Lenkrad um 29 Euro pro Stunde, für bis zu 4 Personen. Die Sehenswürdigkeiten liegen aber auf relativ engem Raum, weshalb die Zeitreise auch zu Fuß gut möglich ist. Wir beginnen bei der fürstbischöflichen Residenz, von wo aus lange Zeit die Geschicke des umliegenden Landes bis nach Tirol regiert wurde. Heute hat dort die Bezirksregierung von Schwaben ihren Sitz. Von dort umrundet der Streifzug durch die Stadt den Dom und bietet im Garten im Äußeren Pfaffengässchen archäologische Einblicke in das römische Augsburg. Seit 2014 gibt es in einem Renaissance Gartenhaus in der Fugger und Weser Erlebnismuseum zu entdecken, das mit Multimedia und Interaktionsmöglichkeiten einen Eindruck von der Bedeutung Augsburgs und vom wirtschaftlichen Einfluss seiner Handelsgeschlechter im Europa und der Welt des 16. Jh. vermittelt. Nach der Besichtigung des Doms sind am südlichen Vorplatz an der Römermauer Steinskulpturen zu entdecken. Gegenüber steht in der Peutingerstraße 11 das Haus des Humanisten Peutinger. Der Kaufmann war Sammler von römischen Münzen und Steindenkmälern und begründete die Augsburger Römerforschung. Nach ihm ist übrigens auch die erste Straßenkarte Europas der Römer benannt, deren Kopie aus dem 12. Jh. er veröffentlichen wollte. An der Tordurchfahrt des Hauses wurden römische und jüdische Steindenkmäler eingemauert. Als nächstes wartet das Rathaus, das eines der bedeutendsten Profanbauten der Renaissance nördlich der Alpen darstellt. Gemeinsam mit dem Perlachturm, von dem man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt genießt, bildet es das Wahrzeichen von Augsburg. Im Inneren des Rathauses findet sich mit dem Goldenen Saal eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Spätrenaissance in Deutschland. Über den Vorplatz wacht — vom Monumentalbrunnen aus — Stadtgründer Augustus. Vom Rathaus bis zum weiter südlich gelegenen Merkur-Brunnen ist die Maximilianstraße ident mit der Römerstraße, die im Westen an der Stadt vorbeiführte. Noch ein wenig westlicher, am Fuggerplatz 1, befindet sich das Maximilianmuseum. Es ist das Stammhaus der Kunstsammlungen und Museen der Stadt und umfasst drei Abteilungen: Skulpturen, Kunsthandwerk und Stadtgeschichte. Zu den Glanzstücken zählen eine Sammlung von Skulpturen aus der Spätrenaissance oder Goldschmiedearbeiten aus der Zeit, in der  die Fuggerstadt eine der bedeutendsten Goldschmiedemetropolen Mitteleuropas war. Hauptattraktion des Museums ist aber der glasüberdachte Innenhof. Im Viermetzhof befinden sich die restaurierten Hauptfiguren der Augsburger Prachtbrunnen: Augustus-, Herkules- und Merkurbrunnen. Etwas weiter, am Zeugplatz 4, ist das barocke Zeughaus, einst Kaserne und Waffenarsenal, zu entdecken. Natürlich hatten auch die Fugger ihren Palast in der Maximilanstraße, nämlich auf Nr. 36. Ihre Sozialsiedlung „Fuggerei“ nimmt die Zeitreise durch Augsburgs Geschichte am Rückweg mit. 

Vom Rathausplatz südwärts geht es zunächst über die Prachtstraße Augsburgs, die Maximilianstraße, oder Max-Straße, wie sie die Augsburger liebevoll nennen. An ihrem Ende liegt die Ulrichskirche. Von dort ist man relativ rasch wieder aus der Innenstadt draußen und im Siebentisch-Wald am Lech, dem Naherholungsgebiet der Augsburger, durch den die Wanderroute weiter südwärts führt.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 04
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 04

Durch das Lechfeld
Von Augsburg
bis Landsberg am Lech

  • 04

Das Lechfeld ist eine markant ffllflache Schotterebene, die durch die Schlacht am Lechfeld 955 gegen die Ungarn traurige Berühmtheit erlangte. Schon zur Römerzeit war die Ebene besiedelt. Es wird vermutet, das sich die römische Straßenstation ad novas, die in der antiken Straßenkarte Tabula Peutingeriana vermerkt ist, in Igling befand. Auch in Untermeitingen soll es eine spätrömische Befestigungsanlage gegeben haben. Im Süden von Augsburg schließt die junge Stadt Königsbrunn an, in der ein Mithras-Heiligtum zu bestaunen ist. Neuerlich besiedelt wurde der Ort erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Wie die Orte bis Obermeitingen gehört Königsbrunn zum Landkreis Augsburg. Südlich grenzt der Landkreis Landsberg am Lech an. Die weiter zielstrebig Richtung Alpen ziehende Römerstraße ist im Lechfeld über weite Strecken besonders gut zu sehen. Die Reiseroute führt auf der alten Landstraße durch malerische Orte. Graben ist übrigens Heimatort von Hans Fugger.

Mercateum Königsbrunn Lechfeld Augsburger Land, Foto Königsbrunn
Mythräeum Heiligtum Lechfeld Augsburger Land, Foto Tschaikner
Schloss Igling Landkreis Landsberg, Foto Tschaikner
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Durch den Siebentisch-Wald am Lech, dem Naherholungsgebiet der Augsburger, geht es zunächst nach Haunstetten und dann nach Königsbrunn, wo die Wanderoute beim Königsbrunner Naherholungsgebiet Ilsesee ins Zentrum der Stadt mündet. Von dort folgt man durch Königsbrunn, das Lechfeld und seine Dörfer weitgehend der Trasse der Römerstraße. In Klosterlechfeld wechselt die Wanderroute schließlich die Lechseite und führt nach Kaufering und Landsberg am Lech weiter.

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Touristinfo Landsberg am Lech / Region Ammersee-Lech
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Hauptplatz 152, 86899 Landsberg am Lech
kontakt@landsberg.de
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Übersichtskarte Teilabschnitt 04
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 04
Übersichtskarte Teilabschnitt 05
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 05

Landsberg am Lech
Brücke zur
Via Claudia Augusta

  • 05

Die bedeutende Salzstraße von Reichenhall über München kreuzte auf ihrem Weg in die Schweiz in der Gegend die Via Claudia Augusta. Herzog Heinrich der Löwe verlegte sie 1158 von Kaufering etwas weiter nach Süden. In diesem Zuge ließ er eine Brücke errichten und zu deren Schutz die bestehende Burganlage zum „Castrum Landespurch“ ausbauen. In ihrem Schutz entstand — eingebettet zwischen Lech und Lechhochufer — die rasch wachsende Siedlung, die schon im 13. Jh. zur Stadt Landsberg erhoben wurde. Das heute weitaus größere Stadtgebiet westlich des Lech entwickelte sich ab dem 19. Jh. Die Via Claudia Augusta führt noch ein Stück weiter westlich durch das Gemeindegebiet, hatte aber — wie die Wasserstraße Lech — große Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Die mittelalterlich geprägte Altstadt ist nur über die Lechbrücke oder ihre Tore zugänglich und verfügt auch noch über einen Teil ihrer mehrfach erweiterten Stadtmauern. Glanzstück ist der neu gestaltete Hauptplatz.

Landsberg Am Lech, Foto Landsberg
Hauptplatz Landsberg Am Lech, Foto Landsberg
Landsberg Am Lech Mutterturm, Foto Landsberg
Wanderung Teufelskueche
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Bei Klosterlechfeld quert die Via Claudia Augusta Wanderroute den Lech und führt durch malerische Wiesen und Wälder entlang des Flusses zunächst in den östlichen Teil Kauferings und dann nach Landsberg am Lech. Die mittelalterliche Stadt erblickt der Wanderer zuerst vom Hochufer aus, bevor er über die ehemalige Salzstraße und das Sandauertor auf den malerischen historischen Hauptplatz gelangt, der eben erst neu organisiert und wiederbelebt wurde. Ringsum laden Geschäfts, Cafès, Eisdielen zum Verweilen. Die heutige Lechbrücke am Lechwehr liegt genau dort, wo auch die Salzstraße den Fluss querte.  Die Wanderroute bleibt weiter auf der Ostseite des Lech und verlässt die Stadt durch das Tor des ehemaligen Wasserhauses. Die im Süden folgenden Orte Pöring und Pitzling gehören noch zur Stadt Landsberg. Die Natur entlang des Lech und die beschaulichen Dörfer vermitteln aber einen ganz und gar ländlichen Eindruck.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 05
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 05
Übersichtskarte Teilabschnitt 06
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 06 Lechrain

Fuchstal & Lechrain
Von Landsberg am Lech
nach Schongau

  • 06

Zwischen Landsberg und Schongau führt die Reiseroute durch das Fuchstal nach Epfach, dem römischen Abodiacum, und dann am Lechhochufer nach Kinsau, Hohenfurch und in Schongaus Urpfarre Altenstadt. Fuchstal, so nennt sich das Tal des Wiesbaches zwischen Lechhochufer und einem bewaldeten Geländerücken im Westen, mit den Orten Unterdießen, Asch, Leeder und Denklingen. „Fuchs“ wird auf die Form des Tales bzw. die bräunliche Färbung der Felder im Herbst zurückgeführt. Vor Hohenfurch, das schon zum Landkreis Weilheim-Schongau zählt, wird es erstmals nach dem Donau-Ries sanft hügelig. Die Orte in diesem Abschnitt sind besonders ursprünglich und beschaulich. Geschichtliches Highlight ist sicherlich der Standort des ehemaligen Römerkastells Abodiacum am Lorenzberg, auf einer Halbinsel in der Lechschleife bei Epfach.

Lech bei Epfach, Denklingen, Fuchstal, Foto Tschaikner
Wanderung Landsberg Schongau
Lechschleife Epfach Denklingen, Foto Tschaikner
Lorenzberg, Epfach, Denklingen, Foto Tschaikner
Römisches Museum Epfach, Kastell Abodiacum, Foto Tschaikner
Claudius Paternus Clementianus, Epfach, Denklingen, Foto Tschaikner
Epfach Schongau
Kinsau, Lechrain, Lechhochufer, Ammersee, Foto Kinsau
Lech Erlebnisweg, Hohenfurch, Kinsau, Foto Hohenfurch
Hohenfurch Auerberland Pfaffenwinkel, Foto Hohenfurch
Wandern Kinsau
Wandern

Der Abschnitt führt entlang des Lechhochufers, erst östlich und dann westlich des Flusses, weiter in den Raum Schongau. Romantische Wälder, idyllische Wiesen und immer wieder sagenhafte Blicke auf den Lech sorgen auf dem Weg von Landsberg nach Mundraching und Reichling für Abwechslung. Bei Epfach, dem  einstigen Standort eines Römerkastells und regionalen Hauptort der Römerzeit, quert die Wanderroute den Lech. In der Heimat des vermutlich berühmtesten „Bayern“ im römischen Reich, Claudius Paternus Clementianus, der es bis zum Statthalter in Noricum gebracht hat,  warten der Lorenzberg, ein römisches Nymphäum und das das kleine römische Museum Abodiacum, das das Militärlager auf dem Lorenzberg dokumentiert. Danach gehts am Lechhochufer weiter nach Kinsau, von dessen terrassenförmiger Anlage die Wanderoute einen guten Eindruck gibt. Über malerische Wiesen, hoch über dem Lech geht es weiter nach Hohenfurch und Schongau.

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Detailfragen zur Region bis inkl. Reichling / Epfach beantwortet am Besten die

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Detailfragen zur Region ab inkl. Kinsau beantwortet am Besten der

Tourismusverband Pfaffenwinkel
www.pfaffen-winkel.de
Bauerngasse 5, 86956 Schongau
info@pfaffen-winkel.de
0049 8861 21 13 00

Übersichtskarte Teilabschnitt 07
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 07 Schongau Peitingen

Schongau & Peiting
An der wichtigen Wegkreuzung

  • 07

Über Garmisch und den Brennerpass querte in der späteren Römerzeit eine weitere Römerstraße die Alpen. Sie wurde auch Via Claudia genannt, aber ohne „Augusta“ (= kaiserlich). Im Mittelalter hießen die beiden weiterhin genutzten Straßen Oberer und Unterer Weg. An ihrer Kreuzung ließ sich in der Römerzeit und auch danach gut wirtschaften. Östlich des Lech, in Peiting, dokumentiert eine Villa Rustica die hochstehende römische Wohnkultur. Auch das im 13. Jh. von der Urpfarre Altenstadt auf die sicherere Anhöhe verlagerte Schongau, konnte sich an dem Straßenknoten prächtig entwickeln. 1331 erhielt die Stadt sogar das Münzrecht. Die Altstadt hat noch heute ihre komplette Stadtmauer und ist nur über eines der Tore zu erreichen. Auch die zahlreichen Sakralbauten im Umland erzählen vom Wohlstand. Die Region nennt sich Pfaffenwinkel. Schongau und Peiting sehen sich als Tor dazu. Der wohl bekannteste Sakralbau ist das Weltkulturerbe Wieskirche.

Wanderung
Luftbild Altstadt Schongau, Foto Schongau
Wandererin Schongau
Schongau, Gaukler, Ballenhaus, Lechrain
Peiting Panorama, Pfaffenwinkel, Foto Peiting
Peitinger Villa Rustica, Frühling, Pfaffenwinkel, Foto Peitinger Villa Rustica
Villa Peiting Hypocausten Ausgrabung Pfaffenwinkel, Foto Peitinger Villa Rustica
Schongau
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Auch wenn die Wanderroute nicht nach Altenstadt führt, wollen wir auf diesem Wege kurz dorthin abschweifen, denn Altenstadt ist der römische Vorläufer von Schongau und seine Urpfarre. Von der großen Geschichte zeugt die romanische Gewölbe-Basilika. Die Wanderroute führt, durch malerische Wiesen und romantisch Wälder, direkt nach Schongau weiter. Durch das Stadtgebiet verläuft sie entlang der malerischen Lechschleifen, einem Naherholungsgebiet der Schongauer. Die Altstadt liegt direkt an der Route, leicht erhöht über dem Lech, und ist komplett von ihrer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, durch die man nur über eines der Tore gelangt. Auf der anderen Lechseite, südlich der Marktgemeinde Peiting, sind Teile der Ausgrabungen eines ausgedehnten Land-Sitzes zu bestauen, die„Peitinger Villa Rustica“. Einen Abstecher dorthin unternimmt man am Besten kurz nach dem Schongauer Stadtzentrum, über die Staumauer. Retour zur Wanderroute gelangt man in diesem Fall über die imposante Lechbrücke. Altenstadt, Schongau und Peiting liegen übrigens schon seit der Römerzeit an einer bedeutenden Wegkreuzung. In der Römerzeit trafen hier die Römerstraße über Scharnitz und Garmisch und die Via Claudia Augusta aufeinander. Später, im Mittelalter nannte man die beiden weitergenutzten Straßen „Unterer Weg“ und „Oberer Weg“.

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Detailfragen vor allem zur Stadt Schongau beantwortet die

Touristinfo Schongau
www.schongau.de
Münzstraße 1 - 3, 86956 Schongau
touristinfo@schongau.de
0049 8161 214 181

Detailfragen zur Region beantwortet am Besten der

Tourismusverband Pfaffenwinkel
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Bauerngasse 5, 86956 Schongau
info@pfaffen-winkel.de
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Übersichtskarte Teilabschnitt 08
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 08 Auerbergland

Auerbergland
Rund um den Tausende
Jahre besiedelten Berg

  • 08

Von den Gemeinden im Hügelland, rund um den Auerberg, ging die Initiative zur Wiederbelebung der Via Claudia Augusta über ihre ganze Länge aus. Im Auerbergland ist die Römerstraße auch an besonders vielen Stellen zu erkennen und die Gemeinden und ihre Bürger haben sich einiges einfallen lassen, die Augen dafür zu öffnen. Mit dem jahrtausende-alten Siedlungsort am Auerberg, dem Flößerdorf Lechbruck am See, dem bayerischen Via Claudia Augusta Infozentrum oder der Forggensee-Schifffahrt auf den Spuren der Römerstraße, gibt es auch einige geschichtliche Highlights. Landschaftlich besticht die Region mit ihren saftig grünen Hügeln mit sattgrünen Wäldern und zahlreichen Seen vor der Alpenkulisse. Dazwischen liegen malerische Ferienorte, die ihren dörflichen Charakter erhalten haben. Die Römerstraße führt im Auerbergland weitgehend dem Lech entlang und teilweise sogar durch den Lech, wo dieser zum Forggensee aufgestaut wurde.

Weg Litzauer Schleife
Burggen Bauernhof Baum St Anna Strasse Pfaffenwinkel, Foto Via Claudia Augusta
Bernbeuren Haslacher See Auerbergland, Foto Tschaikner
Auerberg
Bernbeuren
Kirche, Auerberg, Bernbeuren, Foto Anton Vorauer
Lechbruck
Lechfloss, Lechbruck Am See, Ostallgäu, Foto Tschaikner
Lechbruck
Wanderung Viele Wanderer
Rosshaupten, Pfannerhaus, Dokumentationszentrum, Foto Via Claudia Augusta
Forggensee, Schiff, Meilenstein, Tiefental, Rieden Am Forggensee, Ostallgäu, Foto Lois Lammerhuber
Lecherlebnis
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Bald nach Schongau trifft die Wanderoute, nach der Querung eines ausgedehnten Waldgebietes, wieder auf die historische Römertrasse, der sie im Auerbergland zwischen Schongau und Füssen immer wieder folgt. Auf der Höhe von Burggen wartet einer der beeindruckendsten Blicke auf den Lech, auf die “Litzauer Schleifen”. Danach führt die Wanderroute auf den Auerberg, der schon in vorrömischer und römischer Zeit besiedelt war. Unterwegs, im Ort Bernbeuren, liegt das Auerbergmuseum, das auch die Geschichte des Berges erzählt. Weiter geht es ins Flößerdorf Lechbruck, das heute, nicht nur wegen des aufgestauten Lechsees, ein beliebter Urlaubsort ist.  Entlang der Via Claudia Augusta durch das Auerbergland hat man genau das, womit man das Allgäu verbindet, Hügelland mit einer sagenhaften Mischung aus saftigen Weiden, sattgrünen Wäldern und vielen kleineren und größeren Seen und Weihern. Einige davon liegen auch am Weg von Lechbruck nach Rosshaupten, dem Sitz des bayerischen Dokumentations-Zentrums Via Claudia Augusta. Direkt an der Route liegt auch der Via Claudia Augusta Kunstpark. Nach Rieden und Füssen folgt die Wanderroute schließlich dem Ufer des Forggensees. Die Direttissima, die einst die Römerstraße beschrieb, ist heute nicht mehr möglich, weil die Trasse der Römerstraße am Grund des aufgestauten Sees begraben liegt, und nur wenige Wochen im Jahr begehbar ist, wenn der Wasserspiegel zur Stromgewinnung außerhalb der Saison abgesenkt wird.

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Detailfragen zur ganzen Region "Pfaffenwinkel" bis inkl. Bernbeuren beantwortet der

Tourismusverband Pfaffenwinkel
www.pfaffen-winkel.de
Bauerngasse 5, 86956 Schongau
info@pfaffen-winkel.de
0049 8861 21 13 00

Detailfragen zum Ort Bernbeuren und zum Auerberg beantwortet am Besten die

Touristinfo Bernbeuren am Auerberg
bernbeuren.de/informationen.0.html
Marktplatz 4, 86975 Bernbeuren
info@bernbeuren.de
0049 8860 210

Detailfragen zum Ort Lechbruck beantwortet am Besten die

Touristinfo Lechbruck am See
www.lechbruck.de
Flößerstraße 1, 86983 Lechbruck am See
info@lechbruck.de
0049 8862 987 830

Detailfragen zum Ort Rosshaupten beantwortet am Besten die

Touristinfo Rosshaupten 
www.rosshaupten.de
Hauptstraße 10, 87672 Rosshaupten
info@rosshaupten.de
0049 8867 364

Detailfragen zum Ort Rieden am Forggensee beantwortet am Besten die

Touristinfo Rieden am Forggensee
www.rieden.de
Lindenweg 4, 87669 Rieden am Forggensee
info@rieden.de
0049 8362 37025

Übersichtskarte Teilabschnitt 08
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 08 Auerbergland
Übersichtskarte Teilabschnitt 09
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 09 Füssen Schwangau

Füssen & Schwangau
Königliches Allgäu vor den Alpen

  • 09

Schon zur Römerzeit war das herrliche Stück Land, in dem der Lech aus den Alpen springt, besiedelt.  Ein Römerkastell thronte am Schlossberg von Füssen, an dessen Fuß die Via Claudia Augusta vorbeiführte. Die heutige Flaniermeile Reichenstraße in der Altstadt liegt direkt auf der römischen Trasse. An der Talstation der Tegelbergbahn in Schwangau zeugen Überreste eines privaten Badehauses einer Villa Rustica von der hohen Wohnkultur römischer Zeit. Die Gründung der mittelalterlich geprägten Stadt Füssen mit ihrer großen Tradition im Geigenbau geht auf den heiligen Magnus zurück, der sich hier im 8. Jh. als Einsiedler niederließ. Am Ort seiner Zelle wurde im 9. Jh. ein  Benediktinerkloster gegründet und nach ihm St. Mang benannt. Später entdeckten die Wittelsbacher, und insbesondere König Ludwig, die malerische Gegend vor den Alpen für ihre Königsschlösser. Sie stehen in Schwangau, wo der Gast in der Königlichen Kristall-Therme — wie die Römer — der Wellness frönen kann.

Der Lech und die berge bei Nacht in Füssen
Rathaus, Klosterhof, Museum, Foto Tschaikner
Reichenstraße, Fußgängerzone, Füsse, Foto Tschaikner
Füssen Neuschwanstein
Schwangau, Kristalltherme
Römerbad, Foto Schwangau
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Entlang des Forggensees führt die Wanderroute zunächst zum Festspielhaus und dann in die Altstadt von Füssen, wo sich einst am Schlossberg ein Römerkastell befunden haben soll. Die Route führt von der Ostseite, entlang des Lechs, in die Altstadt, deren historische Hauptstraße, die Reichenstraße — heute Fußgängerzone — mit der Römerstraße ident ist. Einen Abstecher nach Schwangau und zu den Königsschlössern unternimmt man am Besten von der Lechbrücke aus, die im Osten Füssens liegt. Anschließend gelangt man am selben Weg wieder retour oder über den „Fürstenweg“ direkt in den Tiroler Ort Pinswang. Nach der Stadt Füssen geht es zunächst auf der orografischen linken Uferseite weiter, bis zum Lechfall, wo der Fluss tosend aus den Alpen springt. Diesen quert man auf einer Brücke die einen sagenhaften Blick darauf ermöglicht. Auf dem Weg nach Tirol liegt auch noch das Walderlebniszentrum Füssen und ein Baumkronenpfad, der einen Eindruck von den Auwäldern aus Gipfelhöhe gibt.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 09
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 09 Füssen Schwangau
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Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 10 Lechauen

Flug durch Tirol
entlang der Via Claudia Augusta
in der Römerzeit

Übersichtskarte Teilabschnitt 11
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 11 Reuttener Becken, Ehrenberg

Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Naturparkregion Reutte)

Übersichtskarte Teilabschnitt 11
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 11 Reuttener Becken, Ehrenberg

Text der historischen Karte von ...
100 n. Chr.

Tor in die Alpen

Wie durch ein Tor führte die Römerstraße in die Alpen. Da der Lech oft das ganze Tal einnahm, musste sie bis in den Reuttener Talkessel bereits 2 Anhöhen überwinden — zwischen Stiglberg und Kratzer sowie am Kniepass. Noch bis 1784 wurde die römische Straßentrasse weitergenutzt. Die Landesstraße verläuft noch heute über den Kniepass. Vor dem Anstieg nach Ehrenberg führte die Via Claudia Augusta durch das Gemeindegebiet von Breitenwang, wo sich vermutlich eine Straßenstation (mansio) und die erste kleine Siedlung im Talbecken befand. Reutte entwickelte sich erst später — an der Salzstraße. Noch heute ist Breitenwang kirchliches Zentrum des Bezirkes.


1504

Reutte blüht auf

Der Lech mit seinen ausgedehnten Überschwemmungsgebieten prägte auch 1504 das Talbecken, das ganz wesentlich von der Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodensee-Raum lebte. 1464 war zwischen Lechaschau und Reutte eine Brücke errichtet worden, die die Lechfurt bei Höfen ersetzte. Ein Salzlager und zahlreiche Straßengasthöfe ließen Reutte zum Zentrum des Tiroler Außerfern wachsen. 1489  erhielt es von Sigismund „dem Münzreichen“ das Marktrecht. Über dem Tal thronte das Schloss Ehrenberg. Eine Mauer versperrte die Talenge. Jeglicher Verkehr musste durch das Tor der Zollstation. Bei Pflach bestand eine Eisenhütte. Das noch nicht zu Tirol gehörige Vils war seit 1327 Stadt und verfügte über eine Stadtmauer mit zwei Toren im Norden und Süden.


1780

stark befestigt

Zahlreiche Festungsanlagen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol prägten um 1780 die Gegend.  Zusätzlich zur Talsperrre Ehrenberg, die um zwei weitere Festungen gewachsen war, gab es mehrere Vor-Festungen. Die Marktgemeinde Reutte zu ihren Füßen zählte bereits rund 1000 Einwohner. Mehrere neue Straßen wurden soeben fertig gestellt. Jene von Reutte über Vils nach Kempten führte nun im Süden an der ummauerten Stadt vorbei, die Straße von Füssen nach Pinswang um den Stiglberg herum. Die Ulrichsbrücke wurde erst 1914 gebaut. Kurz nach der Jahrhundertwende verlängerte man auch die bestehende bayerische Lokalbahn zur Außerfernbahn, die vorerst bis Reutte führte. Selbst rund um Reutte war der Fluss weitgehend unreguliert.

v
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 10 Lechauen

Naturfluss Lech
Am Tor zu Tirol
und zu den Alpen

  • 10

Die ersten Bergkämme bilden an der deutsch-österreichischen Grenze ein Tor, durch das die Via Claudia Augusta in die Alpen und in die Naturparkregion Reutte, in Tirol, führt. Dort beginnt jener Teil des Lech, der als einziger in den Nordalpen auf weiten Strecken ursprünglich bleiben durfte. Ausgedehnte Schotterbänke und mitunter das ganze Tal umfassende Aulandschaften dominieren das Reich des letzten Wilden, wie der Fluss in der Naturpark-Ausstellung genannt wird. Der Lech bestimmt auch seit jeher, wo Siedlungen entstehen und Straßen verlaufen konnten. Weil immer wieder Teile des Tales komplett überflutet waren, führte die römische Trasse der Via Claudia Augusta schon von Füssen bis ins Reuttener Becken über 2 Anhöhen — über den Bergrücken zwischen Stiglberg und Kratzer und über den Kniepass.

Lechfall Magnus
Baumkronenpfad
Vilseck
Scheiben Schießen Pinwang
Blick Vom Vogelbeobachtungsturm in Lechau, Foto Tschaikner
Pinswang
Mösle
Mösle
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Von der Füssener Altstadt geht‘s über den Lech. Von der Südseite hat man einen herrlichen Blick zurück nach Füssen. Nach Österreich führt die Wanderroute parallel zum Lech und der malerischen alten Landstraße, die teilweise eine Allee ist. Nach Pinswang geht es über den Bergrücken zwischen Stiglberg und Kratzer, wo auch der Übergang der Römerstraße vermutet wird. Danach führt die Wanderroute durch das malerische Unter- und Oberpinswang, bevor es über den Kniepass geht. Nach Breitenwang und Reutte gelangt der Wanderer schließlich über‘s Mösle, einem feuchten Waldgebiet, wie der Name vermuten lässt, und über den Urisee, einem beliebten Badesee.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 11
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 11 Reuttener Becken, Ehrenberg

Außerferns Zentrum
Der Markt Reutte
und Breitenwang

  • 11

Im Reuttener Becken führte die Via Claudia Augusta durch Breitenwang, Richtung Ehrenberg. Im Ort befand sich wahrscheinlich eine römische Straßenstation, bevor die Römerstraße anstieg. In den frühen Zeiten der Salzstraße von Hall in Tirol in den Bodenseeraum wurde die Straße 1464 nach Reutte verlegt und die Marktgemeinde entwickelte sich zum Zentrum des Bezirkes. Zahlreiche Gebäude zeugen aus dieser Zeit. Charakteristisch für Reutte sind die Architekturmalereien an den Fassaden, von denen viele von der Künstlerfamilie Zeiler stammen. Südlich von Reutte thront das Burgenensemble Ehrenberg, dessen vier Festungsanlagen einst eine Talsperre gegen Bayern bildete. Es gab sogar Vorfestungen zwischen Pflach und Pinswang bzw. Musau, wo einst die Grenze verlief. Vils war übrigens eine bayerische Stadt mit Stadtmauer.

Urisee
Dekanatspfarrkirche Breitenwang, Foto Breitenwang
Museum Grünes Haus Reutte Untermarkt Architekturmalerei
Kellerei Saal
Denar Lugdunum
Wandern Familie
Fort Claudia
Via Claudia Augusta Fernwanderer Paul Iacob Ehrenberg
Museum Ausstellung Dem Ritter Auf Der Spur Ehrenberg Burgenwelt
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Von Breitenwang kommend mündet die Wanderroute direkt ins Zentrum der Marktgemeinde Reutte. Der Kreisverkehr ist die Grenze zwischen dem Untermarkt und dem Obermarkt. Die Straße durch den Obermarkt entspricht dem Verlauf der Salzstraße, die zwischen Lechaschau und Reutte den Lech querte. Achtung, versäumen Sie nicht die Abzweigungen Richtung Spital und etwas später Richtung Ehrenberg.  Der relativ steile Schotterweg zur Burgenwelt Ehrenberg hinauf entspricht wiederum der Salzstraße. Die stetig ansteigende Römerstraße gibt es noch in Teilen, rechts und links, zu entdecken.

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v
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 10 Lechauen
Übersichtskarte Teilabschnitt 13
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 13 Zugspitz Gebiet

"4 KARTEN DURCH DIE JAHRTAUSENDE" (EDITION TIROLER ZUGSPITZ ARENA)

  • 12
Übersichtskarte Teilabschnitt 13
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 13 Zugspitz Gebiet

Text der historischen Karte von ...
400 n. Chr.

Meisterliche Straßen

Ziel der römischen Straßenbaumeister war der schnellste Weg von der Adria bzw. dem Fluss Po an den Limes. Selbst in Tirol zählt die Via Claudia Augusta deshalb nur 4 Kehren. Trotzdem hat die erste trans-europäische Straße auch über die schwierigen Passpassagen eine relativ gleichmäßige Steigung. Eine Meisterleistung ist auch der Straßenabschnitt auf Tausenden Baumstämmen durch das Feuchtgebiet „Moos“ zwischen Lermoos, Ehrwald und Biberwier, in deren Nähe sich  2 Siedlungen befanden: eine bereits vor den Römern bestehende Siedlung in Ehrwald, die in der Römerzeit weiterbestand und eine von den Römern begründete, rund um die Straßenstation in Biberwier, unmittelbar vor dem Fernpass.


1599

Leben von der Straße

Lebte die Römerstraße vom ersten europäischen Binnenmarkt, ganz ohne Zoll und Maut, war die Zeit der „Salzstraße“ vom Rodfuhrwesen geprägt. Die Anrainer hatten das ausschließliche Privileg, bestimmte Güter wie Salz von einem Ort zum nächsten zu transportieren. Die Bevölkerung entlang der Straße profififfiitierte vom einen wie vom anderen System. Richtig bewusst wurde das  der Bevölkerung von „Zwischentoren“, dem Gebiet zwischen den Toren Ehrenberg und Fernstein, vermutlich erst, als der Arlbergpass wieder befahrbar gemacht wurde. Der Verkehr verlagerte sich und sie wurden bitterarm. Viele Außerferner mussten als Bauhandwerker in die nördlichen Nachbarregionen ziehen, nachdem sie sich zum Abschied in der einzigen Zunftkirche Österreichs in Bichlbach getroffen hatten. Auch Kinder zogen als „Schwabenkinder“ in die Ferne.


1926

Neuerliche Erschließung

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. begann eine neue Erschließungs-
welle von „Zwischentoren“, dem Gebiet zwischen den 2 Toren Ehrenberg und Fernstein, durch die die Fernpassstraße bis 1856 führte. Dann wurde die heutige Straße gebaut. 1913 wurde die Außerfernbahn verlängert, die davor in Reutte endete. Als Alternative zur realisierten Streckenführung über Garmisch weiter nach Innsbruck, wurde auch eine Bahnstrecke über das Gaistal, Leutasch und Seefeld  diskutiert. Außerdem gab es Pläne für eine Bahnverbindung nach Imst, mit einem Fernpass-Scheitel-Tunnel, wie er heute für Autos geplant ist. Die „Tiroler Zugspitzbahn“ war eine der ersten Bergbahnen und förderte den Tourismus in der Region. Ein jährliches Ereignis in der Region ist sogar UNESCO Weltkulturerbe, die Sonnwendfeuer die um den 21. 6. im gesamten Talkessel zu bestaunen sind.

Übersichtskarte Teilabschnitt 12
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 12 Nördliches Zwischentoren

Zwischentoren
Leben an und
mit der alten Straße

  • 12

Ab Heiterwang mutet die Landschaft deutlich alpiner an. Man sieht ihr an, dass sie im Frühjahr länger vom Schnee bedeckt ist. Was dem Urlaub besonderen Reiz verleiht, bedeutete für die Bauern seit jeher besonders viel Arbeit für wenig Ertrag. Das Gebiet zwischen den zwei Toren Ehrenberg und Fernstein, „Zwischentoren“, lebte deshalb lange Zeit zu einem besonders großen Teil von der Straße. Viele hatten eine kleine Bauernschaft zur Selbstversorgung und arbeiteten zudem als Fuhrunternehmer oder verdienten mit anderen Leistungen für die Durchreisenden Geld. Um für die eigenen und fremden Tiere genügend Futter zu haben, wurden die Berghänge — zwischen Heiterwang und Bichlbach heute noch sichtbar —  bis zu den Gipfeln gemäht. Als die Straße erst mit dem Bau der Arlberg Passstraße und noch mehr mit der Arlberg-Bahn ihre Bedeutung verlor, war die Bevölkerung bettelarm und zog als Wanderhandwerker und Schwabenkinder in die Ferne.

Heiterwang
Heiterwanger See
Heiterwanger See
Heiterwanger See Schiff
Heiterwanger See Schiff
Heiterwanger See Schiff
Blick auf Bichlbach
Panoramaweg
Zunftkirche Bichbach Tiroler Zugspitz Arena, Foto Anton Vorauer
Zunftmuseum Bichlbach
Radweg Heiterwang Bichlbach Tiroler Zugspitz Arena, Foto Anton Vorauer
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Wie die römische Trasse und die Salzstraße führt die Wanderroute durch das Tor der Klause Ehrenberg. Über viele Jahrhunderte war das die einzige Möglichkeit, um die Talsperre zu passieren, an der Fuhrleute Zoll zu zahlen hatten. Dann geht es auf Forstwegen durch den Klausenwald nach Heiterwang am See. Bis an den Ortsrand führt die Wanderroute im Bereich der Römerstraße, durch den Ort dann auf der Salzstraße, die dort einen weiten Bogen machte. Danach führt die Wanderroute ein Stück Richtung Heiterwanger See und anschließend auf dem „Panoramaweg“ leicht über dem Talgrund bis ins Becken zwischen Lermoos, Ehrwald und Biberwier — mit herrlichen Blicken auf den bis weit ins vergangene Jahrhundert hinein bis zum Gipfel gemähten „Mähberg“, die  Dörfer Bichlbach, Wengle, Lähn und die sie verbindende Originaltrasse der  Römerstraße.

Übersichtskarte Teilabschnitt 12
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 12 Nördliches Zwischentoren
Übersichtskarte Teilabschnitt 13
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 13 Zugspitz Gebiet

Die Naturarena
auf der Tiroler Seite
der Zugspitze

  • 13

Wenn man nach Lermoos kommt, versteht man, warum sich die Region „Tiroler Zugspitz Arena“ nennt. In der Manege liegt das malerische Feuchtgebiet „Moos“, durch das einst — auf 1000en Baumstämmmen gelagert — die Via Claudia Augusta führte. In den Logenplätzen rundum sitzen die quirligen Ferienorte Ehrwald, Lermoos und Biberwier. Die Tribünen der Arena bildet die sagenhafte Bergwelt. Der bekannteste Gipfel ist die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, auf den man seit 1926 mit der Tiroler Zugspitzbahn ab Ehrwald gelangt. Ihr Bau war nach dem wirtschaftlichen Bedeutungsverlust der alten Straße ein Symbol für den Start in eine neue wirtschaftliche Zukunft  „Zwischentorens“ im Tourismus.

Tiroler Zugspitz Arena Panorama
Grabung Prügelweg Lermoos
Moos
Blick auf Lermoos
Ehrwald Kirchplatz
Durchs Moos
Moos
Moos
Moos
Moos
Moos
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Am Ortsrand von Lermoos verlässt die Wanderroute den Berghang. Sie führt zunächst durch das Ortszentrum von Lermoos und dann im Bereich der alten Römerstraße durch das malerische Feuchtgebiet „Moos“ zwischen den 3 Orten. Unterwegs gibt es Möglichkeiten für eine Abstecher nach Ehrwald und auf die Zugspitze. Fast am Weg steht eine transparente Panorama-Tafel, durch die man sieht, wie die römische „Prügelstraße“ durch‘s Moos nach Biberwier führte.  Dort führt die Route an der Stelle vorbei, an der Archäologen vor einigen Jahren eine römische Straßenstation freilegten. Nach dem malerischen kleinen Ort folgt der Anstieg zum Fernpass.

Übersichtskarte Teilabschnitt 13
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 13 Zugspitz Gebiet
Übersichtskarte Teilabschnitt 16
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 16 Imst

"4 Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Imst)

Übersichtskarte Teilabschnitt 16
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 16 Imst

Text der historischen Karte von ...
100 n. Chr.

Alter Siedlungsraum

763 wird von einem „Oppidum Humiste“ geschrieben. Oppidum bezeichnet eine befestigte vorrömische Siedlung. Ihre Erwähnung nach der Römerzeit deutet auf eine durchgehende Besiedelung seit vorrömischer Zeit hin, die sich am „Bergl“ oberhalb des Imster Stadtzentrums befunden haben dürfte. Auch in Dormitz bei Nassereith gibt es Hinweise auf frühgeschichtliche Besiedelung. Da wie dort richteten die Römer entlang der Via Claudia Augusta Straßenstationen ein. Rund um diese entwickelten sich Siedlungen. In Imst, das der bedeutendste Siedlungsort zwischen Füssen und Meran war,  vermutlich parallel zur vorrömischen. Frühgeschichtliche und römische Besiedelung gibt es übrigens auch auf der Sonnenseite des Tschirgant, in Karrösten und Karres.


1550

Bergbau-Hochburg

Das Gebiet an der Via Claudia Augusta zwischen Biberwier und Inntal war im mehrfachen Sinne eine Hochburg des Bergbaus.  Im Mieminger Gebirge im Osten, in den Lechtaler Alpen im Norden und an den Hängen des Tschirgants im Süden befanden sich bedeutende historische Bergbau-Reviere. Vor allem im der Felswand „Söllberg“, vor der Nassereith liegt, entdeckt man bei näherem Hinsehen zahlreiche Mundlöcher. Abgebaut wurde Bleiglanz für die Gewinnung von Silber aus den silberhältigen Erzen von Schwaz und in späterer Zeit Zinkblende. Ausserdem war Imst, neben seiner Bedeutung als Marktplatz und Verkehrsknoten, Sitz des Berggerichts, dessen Wirkungsbereich bis in das Ausserfern und nach Vorarlberg reichte.


1901

Lange verhinderte Stadt

Imst ist schon seit Jahrtausenden die bedeutendste Siedlung zwischen Füssen und Meran und ein wichtiger Verkehrsknoten. Seit dem Spätmittelalter ist es ein Markt und vom 15. bis 17. Jh. befand sich dort der Sitz eines Berggerichts, dessen Wirkungskreis ins Außerfern und nach Vorarlberg reichte. Wären nicht die einflffllussreichen Herrn von Starkenberg dagegen gewesen, weil Imst dann direkt dem Landesfürsten unterstanden hätte, wäre die Gurgltal-Metropole schon seit 700 Jahren eine Stadt mit Stadtmauer. Nach einem Brand im Jahr 1822, dem 206 von 220 Häusern zum Opfer ffiielen, wurde Imst neu aufgebaut und schließlich 1898 doch noch zur Stadt erhoben. Bekannt ist Imst übrigens auch durch seine Vogelzüchter und Händler.

Übersichtskarte Teilabschnitt 14
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 14 Ferpass

Fernpass-Bergsturz
alte Wege durch
faszinierende Natur

  • 14

Der Fernpass ist ein Bergsturz, der sich den Reisenden vor ca. 4000 Jahren in den Weg legte. Fauna und vor allem Flora mussten sich die Landschaft mühsam zurückerobern. Auch heute ist die Humusschicht noch bescheiden und man sieht das der Vegetation an, die trotz relativ geringer Höhe des Passes hochalpin anmutet (aktuelle Passhöhe 1216 Meter, römische Passhöhe 1260 Meter). Die faszinierende Landschaft wird von Pfaden und Straßen aus vorrömischer und römischer Zeit durchquert, aus der frühen Neuzeit, aus dem 19 Jh. und aus heutiger Zeit. Aktuell wird eine Untertunnelung diskutiert. Die Römerstraße Via Claudia Augusta führte von Biberwier kerzengerade auf die alte Fernpasshöhe. Ihre Trasse deckt sich in dem Bereich weitgehend mit jener der Starkstromleitung. Vom höchsten Punkt ging es, mit stetigem Gefälle am Hang entlang,  zum Sameranger See hinunter. Ab dem späten Mittelalter führte die Fernpass-Straße über die heute noch aktuelle Fernpass-Höhe.

Römerweg Fernpass
Fernpass Blindsee, Foto Anton Vorauer
Fernpass Salzstrasse Mittelalter, Foto Anton Vorauer
Fernpassseen
Fernstein
Fernsteinsee Fernstein
Fernstein
Fernstein
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Weitgehend im Bereich der römischen Straßentrasse steigt die Wanderroute durch die hochalpin anmutenden Wälder des Fernpass-Bergsturzes zur „alten Fernpasshöhe“ hinauf.  Direkt am Weg liegt der Weissensee. Nur wenig entfernt der Blindsee, ein beliebter alpiner Badesee. Von der römischen Fernpasshöhe hat man einen herrlichen Panoramablick  auf die Landschaft, Wege und Straßen aus vorrömischer, römischer Zeit, Mittelalter und Neuzeit. Auf ähnliche Art wie die Römerstraße gleitet die Wanderroute auf dem Nassereither Almweg den Hang hinunter. Nach Querung der heutigen Via Claudia Augusta, der Fernpass-Bundesstraße, führt sie weitgehend entlang des Gurglbaches, mit einer weiteren Querung der Bundesstraße, zum Sammeranger- und Fernstein-See hinunter. Nach deren malerischen Ufern wartet das Ensemble Schloss Fernstein. 

Übersichtskarte Teilabschnitt 15
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 15 Gurgltal
Übersichtskarte Teilabschnitt 15
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 15 Gurgltal

Gurgltal, Hochburg
historischen Bergbaus
und der Fasnacht

  • 15

Das Gurgltal ist ein Landschaftsidyll, das Naherholungsuchende und Touristen in seinen Bann zieht. Schon früh war das malerische Tal besiedelt, wovon ein Heiligtum in Dollinger-Lager am Nordhang zwischen Nassereith und Tarrenz zeugt, das wahrscheinlich von der Hallstatt bis in die Römerzeit genutzt wurde. Die Römerstraße führte von Fernstein kommend kerzengerade zur Pfarrkirche von Nassereith und dann auf der südlichen Talseite weiter, um der sonnenseitigen Steinschlaggefahr auszuweichen. Zwischen Strad und Tarrenz querte sie aber das Tal und führte, dem Sonnenhang entlang, Richtung Imst. Nassereith war schon in der Urgeschichte und Römerzeit ein Verkehrsknoten, an dem sich Straßen durch das Gurgltal und über das Mieminger Plateau trafen. Etwas abseits der Römerstraße Via Claudia Augusta, in Dormitz, ist eine römische Siedlung nachgewiesen. Im Strader Wald ein römischer Straßengasthof. Außerdem wird im Bereich Dormitz eine römische Straßenstation angenommen. Das Gebiet zwischen Fernpass und Imst war auch eines der bedeutendsten Bergbaugebiete Tirols, wovon in Tarrenz ein authentisch nachgebautes Bergbaudorf erzählt, die „Knappenwelt Gurgltal“. Abgebaut wurden vor allem Bleiglanz, der zur Gewinnung des Schwazer Silbers benötigt wurde, und Zink. In der Bezirksstadt Imst befand sich das Berggericht, dessen Gebiet bis ins Ausserfern, zum Reschenpass und nach Vorarlberg reichte. Die Via Claudia Augusta wurde also auch als Transportweg für den Bergbau genutzt. Nicht zuletzt verbindet die große Tradition der Fasnacht die drei Gurgltaler Gemeinden Nassereith, Tarrenz und Imst.

Fernstein
Fernstein Nassereith
Dormitz Nassereith Richtung Fernstein
Nassereither See
Fasnachtshaus Nassereith
Gurgltal Imst
Dormitzt
Knappenwelt
Knappenwelt Bergbau Pochwerk
Gurgltal
Tarrenz Richtung Imst
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Die Wanderroute führt von Schloss Fernstein durch einen malerischen Wald an den Eingang des Gafleintales, in dem noch im vergangenen Jahrhundert Bergbau betrieben wurde und die Bergbau-Siedlung St. Wendelin. Dann geht es durch das sehenswerte beruhigte Ortszentrum von Nassereith und nach Dormitz, ein Nikolaus-Wallfahrtsort, am Jahrtausende alten Straßenknoten, der schon seit der Römerzeit besiedelt ist. Der Weg am Fuße des Holzleitensattels bietet herrliche Blicke ins Gurgltal. Anschließend führt die Wanderroute auf die Originaltrasse der Römerstraße durch den Strader Wald in den kleinen Ort Strad, der seinen Namen von den Römern hat. Direkt an der Wanderroute wartet auch die Knappenwelt Gurgltal, bevor die Route das Tal Richtung Tarrenz quert. Vom malerischen Ortszentrum geht‘s schließlich zur Brauerei Schloss Starkenberg hinauf, deren Bier man nicht nur trinken kann, sondern sogar in Teilen davon baden kann. Auf dem Weg nach Imst folgen der Starkenberger See und Waale zur Bewässerung der trockenen Sonnhänge. 

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Übersichtskarte Teilabschnitt 16
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 16 Imst

Oppidum Humiste
Rätische & römische
Wurzeln von Imst

  • 16

Aus dem 7. Jh. ist ein „Oppidum Humiste“ überliefert. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um Imst, das auch eine Straßenstation an der Via Claudia Augusta war. „Oppidum“ deutet sogar auf eine befestigte Siedlung aus vorrömischer Zeit hin. Die Bezirksstadt dürfte von der Zeit der Räter über die Römer bis zum 7. Jh. durchgehend besiedelt gewesen sein. Das Laurentiuskirchlein am markanten „Bergl“ oberhalb des Stadtzentrums, das seine Wurzeln schon im 5. Jh. nach Christus hat, zeigt, dass die Siedlung ziemlich groß gewesen sein muss. Wahrscheinlich war sie die größte Siedlung zwischen Füssen und Meran. Das römische Imst liegt allerdings unter der Altstadt begraben, weshalb nicht viel davon übrig sein dürfte und das wenige schwer zu erforschen ist. In späterer Zeit war der heutige Bezirkshauptort Imst Sitz der Berghauptmannschaft und Heimat der in der gleichnamigen Operette besungenen Vogelhändler. Der ganze Stolz der Imster ist ihre Fasnacht, die alle vier Jahre stattfindet. Ihr ist auch ein Museum gewidmet.

Imst Meran Des Nordens
Laurentiuskirchlein Imst
Kramergasse Imst
Imst Rosengartenschlucht
Imst Schemenlaufen
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Die Wanderroute betritt die Stadt Imst über die Hintertür. Vom Starkenberger See kommend quert sie die Bergstraße über das Hahntennjoch ins Lechtal  und führt dann über idyllisch ländlich wirkende Wälder und Wiesen zum Bergl direkt oberhalb des Stadtzentrums von Imst, auf dem die Besiedelung der Stadt schon in vorrömischer Zeit ihren Ausgang nahm und wo heute das malerische Laurentiuskirchlein steht. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf den historischen Ober- und Untermarkt und die sie verbindende Kramergasse, die weitgehend dem Verlauf der Römerstraße entspricht. In die Stadt hinunter gelangt der Wanderer über  einen Kreuzweg.  Im linker Hand liegenden Obermarkt warten unter anderem die Pfarrkirche und das Haus der Fasnacht entdeckt zu werden, im rechter Hand liegenden Untermarkt die Kramergasse, ihre Seitengassen und das Museum im Ballhaus. Die Wanderroute führt auf römischen Spuren auf der Kramergasse und dann entlang der alten Landesstraße aus der Stadt hinaus.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 16
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 16 Imst
Übersichtskarte Teilabschnitt 18
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 18 Tirol West

"4 Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Landeck, TirolWest)

Übersichtskarte Teilabschnitt 18
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 18 Tirol West

Text der historischen Karten von ...
vor dem Jahre 0

Früh dicht besiedelt

Schon in der Frühgeschichte war die Gegend rund um Landeck relativ dicht besiedelt. Oberhalb von Schönwies, in Stanz und Grins, in Perjen, in Fließ, am Eingang ins Kaunertal, in Fiss und Serfaus, ... — auf jedem sonnigen Hang und jeder Hochterrasse sind Siedlungen nachgewiesen oder es gibt zumindest Hinweise auf Besiedelung. Die Siedlungen waren durch Karrenwege miteinander verbunden. Neben einem im Inntal gab es auch eine Abkürzung vom Kaunertal über den Piller Sattel nach Imst. Oberhalb von Fließ befand sich ein Brandopferplatz, an dem Jahrhunderte lang, bis in die Römerzeit, Götter angerufen wurden. Im archäologischen Museum Fließ sind frühgeschichtliche Funde aus dieser Zeit zu bestaunen, wie man sie in dieser Fülle und Qualität sonst nur in großen Städten fifindet.


450

Frühchristliche Kirchen

Im Raum Landeck führte die Römerstraße Via Claudia Augusta weitgehend am Hang entlang — dem Abschnitt zwischen der Innsbrücke bei Starkenbach und Landeck folgte der markante und malerische Abschnitt über die „Platte“ nach Fließ, wo aus verschiedenen Epochen stammende Wagenspuren im Fels Straßengeschichten erzählen. Nur im Bereich von Schloss Landeck verließ die Via Claudia Augusta einmal den Hang — vermutlich weil sich dort eine Straßenstation befand und die Straße über den Arlberg abzweigte. Die wichtige Verkehrsverbindung brachte nicht nur wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch regen kulturellen Austausch, was sich unter anderem in der frühen Christianisierung zeigt. Die Pfarrkirche in Landeck und die Laurentiuskirche am Imster „Bergl“ haben Wurzeln im 5. Jh. Die Maaßkirche beim archäologischen Museum in Fließ im 6. Jh.


1787

Verkehrsknoten Landeck

Schon in der Römerzeit trafen an der Mündung der Sanna in den Inn erstmals zwei überregionale Straßen aufeinander. 1787 wurde die schon längere Zeit nicht mehr fahrbare Straße nach Vorarlberg erneuert, wiederbelebt und der Talkessel wurde endgültig zum Verkehrsknoten. Ein Übriges dazu tat der Bau der Arlbergbahn 1884, in dessem Zuge auch 800 Arbeitsplätze entstanden und die Bevölkerung stark zunahm. Um 1900 wurden die Gemeinden Perfuchs und Angedair zu Landeck vereinigt, das 1904 zum Markt und 1923 zur Stadt wurde. Bezirksort ist Landeck schon seit 1868, als es noch gar keinen Ort mit dem Namen gab, sondern nur das Schloss Landeck. Verlierer der Verlagerung des Ost-West-Verkehrs auf die Arlberg-Strecke war übrigens „Zwischentoren“ zwischen Fernstein und Reutte. Viele der bitterarmen Außerferner wurden in der Folge zu Gastarbeitern im  in den wohlhabenderen Nachbarregionen im Norden.

Übersichtskarte Teilabschnitt 17
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 17 Mils, Schönwies

Auf Römerspuren
von Imst
in den Raum Landeck

  • 17

Das Inntal zwischen Imst und Landeck besticht mit beschaulichen Dörfern, einer der wenigen erhaltenen Auen am Inn und der Kronburg, die hoch oben auf einem Felsen thront. Darüber hinaus warten tolle Blicke auf die umliegende Bergwelt — besonders reizvoll der Blick zurück, auf den Tschirgant, zwischen Inn- und Gurgltal. Ungefähr auf halbem Weg nach Landeck, in Mils, wartet mit dem Erlebnisdorf „Trofana Tyrol“ eine Raststation, die alle Funktionen erfüllt, die auch die Raststationen für die Reisenden hatten, die die Römer in regelmäßigen Abständen entlang der Via Claudia Augusta einrichteten, und noch einiges mehr.

Kornburg Imst Schönwies
Mils Au, Foto Imst Tourismus
Mils bei Imst
Mittelalterliche Geleise Mils
Mils Schönwies
Schönwies
Kronburg
Kronburg
Kronburg
Bild Landschaft
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Zunächst führt die Wanderroute am sonnigen Nordhang des Tales weiter, wo auch die Römerstraße verlief. Leider gibt es im zweiten Teil des felsigen Hanges neben der Straße nicht mehr genügend Platz für eine Wanderroute, weshalb die Route zum Talgrund führt, die Autobahn unterquert und ein Stück auf dem Innradweg folgt. Entlang des Weges liegen das Erlebnisdorf Trofana Tyrol und die Milser Au. Die Dorfstraße von Mils und ihre Fortsetzung bis Starkenbach, wo die Römerstraße den Inn querte, entspricht exakt der Römerstraße. Die Wanderroute führt schon früher über den Inn, nach Schönwies. Auf Höhe der Kirche geht es schließlich den Schattenhang des Inntales hinauf, an dem sie über das Kloster Kronburg am Fuße der gleichnamigen Burg und das Naherholungsgebiet Trams zum Schloss Landeck führt, mit herrlichem Ausblick auf Zams, die Innschleife und die Stadtteile von Landeck.

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An der Au 1, Erlebnis-Rast-Stätte Trofana Tyrol, 6493 Mils bei Imst
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Detailfragen zur Region ab inkl. Kronburg beantwortet am Besten die

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www.tirolwest.at
Hauptplatz 6, 6511 Zams
info@tirolwest.at
0043 5442 65600

Übersichtskarte Teilabschnitt 17
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 17 Mils, Schönwies
Übersichtskarte Teilabschnitt 18
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 18 Tirol West

TirolWest
Genuss-Region
an des Landes Eck

  • 18

Die Sonnenhänge rund um Landeck sind schon seit vorrömischer und römischer Zeit besiedelt. Davon zeugen zahlreiche Funde: In Fließ, in Stanz, Grins oder auch bei der Kronburg. Seit Kurzem weiß man auch, dass Landecks Pfarrkirche frühchristliche Wurzeln hat, was auf eine größere Siedlung schon in der Römerzeit hindeutet. Archäologen gingen schon vorher von einer römischen Straßenstation in der heutigen Bezirksstadt aus, da die Römerstraße dort vom Hang ins Tal führt. Landeck wird von zahlreichen Festungsanlagen umgeben, von denen der ehemalige Gerichtssitz Schloss Landeck der besterhaltene und bedeutendste ist. Die Stadt entwickelte sich vor allem im Zuge des Baus der Arlbergbahn. Die Sonnenhänge begünstigen nicht nur die Besiedelung, sondern auch die Landwirtschaft. Die Genussregion lädt ein, ihre Früchte zu kosten.

Schloss Landeck, Foto Albin Niederstrasser
Zammer Lochputz
Brennereidorf Stanz, Foto Tirol West - Albin Niederstrasser
Keimlinge Closeup Genussregion Tirol West
Schnaps, Likör, Brot, Marmelade, Genussregion Tirol West
Tiroler Edle
Genussregion Sortiment
Wanderweg Richtung Fliess
Fliess
Fliess
Fliess
Museum Fliess Aussen
Bronzezeitlicher Kammhelm Museum Fliess
Kaunergrat Murmeltier Naturpark Tirol West
Via Wanderweg Landeck Fliess
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Die Wanderroute führt am Hang entlang zum Schloss Landeck, dem ehemaligen Gerichtssitz, der der Stadt und dem Bezirk den Namen gab. Etwas unterhalb des Schlosses liegt die Pfarrkirche und das Stadtzentrum mit der Malerstraße. Die Wanderroute führt wieder den Hang hinauf und auf den Originalspuren der Via Claudia Augusta über die Fließer Platte in die Gemeinde Fließ. Direkt auf der Fließer Platte sind Wagenspuren aus verschiedenen Zeitaltern im Fels zu bestaunen. Etwas vorher Schleifspuren in der Felswand. Im Ort Fließ warten das Tiroler Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta und das Archäologische Museum Fließ. Danach geht es auf den Trockenhängen mit ihrer typischen und vielfältigen Vegetation hinunter ins Tal, zur Pontlatzbrücke über den Inn.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 18
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 18 Tirol West
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Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 19 Tiroler Oberland

"4 Karten durch die Jahrtausende"
(Edition Nauders, Tiroler Oberland)

Übersichtskarte Teilabschnitt 19
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 19 Tiroler Oberland

Text der historischen Karte von ...
100 n. Chr.

Strasse meist in Talsohle

Wegen der Talenge, die steinschlag-gefährdet war und oft ganz vom Inn in Anspruch genommen wurde, verlief die Via Claudia Augusta zwischen Landeck und Fließ am Hang entlang, über die Fließer Platte, auf der die Wagen in den verschiedenen Epochen Spuren im Fels hinterließen. Wieder im Tal konnte die Römerstraße dann bis Altfinstermünz — mit einigen Fluss-Querungen — durch die Talsohle führen, weil die Natur den Inn in dem Bereich in engen Bahnen hielt. Ab Finstermünz stieg die Straße stetig mit 11 % durch die Schlucht hinauf, zur einzigen schriftlich überlieferten Straßenstation Inutrium, kurz vor dem höchsten Punkt der Straße, und dem Reschenpass. Vermutlich gab es 2 weitere Straßenstationen zwischen Prutz und Pfunds. Sicher besiedelt waren Fließ und Inutrium.


1530

Straße und Bergbau

Die Römerstraße wurde im Mittelalter und in der Neuzeit großteils weiter genutzt. Burgen wie Pidenegg, Pernegg, Laudegg, Siegmundsriedt, Finstermünz und Naudersberg säumen die Verkehrsrouten. Abgesehen von den Hauptstraßen gab es fast nur Saumpfade. Neben Landwirtschaft zur Selbstversorgung und Verdienstmöglichkeiten in Verbindung mit der Straße brachte der Bergbau Einkommen — erst im Kaunertal, dann im Berglertal, später  im Platzertal. Weiters wurde in Serfaus Erz abgebaut und in Fließ verhüttet.


1910

Neue Verkehrswege

Lange wurde diskutiert, wie man die Reschenstraße erneuern soll. Schließlich setzten sich die modernen Baumeister durch und es wurde 1852 - 1856 die Straße mit Kehren und Galerien gebaut, die noch heute über weite Teile in Verwendung ist. Auch ins Engadin, ins Samnaun und zum Bergbau im Platzertal wurden Straßen errichtet. Das Erz wurde außerdem mit einer Materialseilbahn befördert. Neben Investitionen in die Straßen, gab auch 2 unterschiedliche Pläne für eine Bahnverbindung über den Reschenpass, für die zahlreiche Tunnel notwendig gewesen wären. Von der strategisch wichtigen Position des Passes zeugt die nördlichste Festung von Österreich-Ungarn gegenüber Italien.

Übersichtskarte Teilabschnitt 19
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 19 Tiroler Oberland

Im Oberen Gericht
Von der Pontlatzbrücke
bis Altfinstermünz

  • 19

Das „Obere Gericht“ reicht von Landeck bis Nauders und hat seinen Namen vom Gerichtssitz, der sich erst im Schloss Laudegg, oberhalb Prutz und dann ab dem 17. Jh. in Schloss Siegmundsried befand. Es handelt sich um einen der ursprünglichsten Abschnitte der Via Claudia Augusta, in dem man sieht, welchen Einfluss die wichtige Straße auf die Siedlungs- Entwicklung hatte. In weiten Bereichen entspricht die alte Landesstraße, die heute als Hauptstraße großteils durch die parallel B180 ersetzt wurde, der Römerstraße. Malerische Orte und Weiler, Schlösser und Festungen, stattliche Häuser, Gasthöfe, Bauernhöfe und Sakralbauten sowie einige alte Brücken begleiten sie. Die beeindruckendste Brücke ist sicherlich jene der im Mittelalter errichteten Zollstation Altfinstermünz am jungen Inn, wo auch die Römerstraße den Fluß querte.

Nebelstimmung Tiroler Oberland Oberinntal
Sonnen Badeplatz
Schloss Siegmundsried
Oberinntal
Gams am Wegrand
Gams am Wegrand
Tösens Römerbrücke
Tösens Pfunds
Minifundus
Altfinstermünz Pfunds Nauders Reschenpass, Foto Lammerhuber
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Auf der alten Landesstraße, die weitgehend der alten Römerstraße entspricht und heute nur mehr den Wanderern, Radfahrern und Anrainern gehört, führt die Wanderroute durch malerische Wiesen, am Fuße der Burg Laudegg, nach Prutz. Im Unterschied zur Radroute bleibt die Wanderroute auf der orografisch linken Seites des Flusses, dem sie über Ried im Oberinntal bis Tösens folgt, wo sie gegenüber des Dorfes über die sogenannte „Römerbrücke“ führt, eigentlich eine der ältesten mittelalterlichen Steinbrücken, aber im römischen Stil gebaut. Danach führt die Wanderroute, mit kurzen Unterbrechungen, am Berghang entlang, bis zur Zollstation bei der Kajetansbrücke, mit herrlichen Blicken auf Pfunds und seine Fraktionen entlang der alten Landstraße, die weitgehend der Römerstraße entspricht. Schließlich geht es entlang des Inn zur historischen Zollstation Altfinstermünz. Zuvor bildet die Römerstraße, heute ident mit der Wanderroute, ein kurzes Stück die EU-Außengrenze zur Schweiz.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 19
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 19 Tiroler Oberland
Übersichtskarte Teilabschnitt 20
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 20 Reschen

Der Reschenpass:
Das Dach der Tour

  • 20

Die Pässe waren in historischer Zeit eine große Herausforderung. Deshalb richteten die Römer bevorzugt vor, nach und auf den Passhöhen Raststationen ein. Der Reschenpass ist mit 1507 Metern der höchste Punkt der Via Claudia Augusta. Die Passhöhe liegt auf italienischem Staatsgebiet. Etwas nördlich, im österreichischen Nauders, befand sich die einzige schriftlich überlieferte römische Straßenstation Tirols, Inutrium. Heute rasten im Hochtal viele Urlauber. Sie genießen im Winter wie im Sommer die Bergwelt rund um Nauders, Reschen, Graun und St. Valentin. Die vier Orte liegen in zwei Staaten und Tourismusregionen, gehören aber geografisch alle zum Vinschgau. Die Gäste schätzen auch die Seen, die auf der Passhöhe aufgestaut wurden. Aus dem Reschensee ragt mit dem Altgrauner Kirchturm eines der bekanntesten Fotomotive der Route.

Altfinstermünz
Wanderer Altfinstermünz
Altfinstermünz
Festung Nauders
Nauders am Reschenpass von Oben, Foto Manuel Baldauf
Nauders am Reschenpass Schloss burg Naudersberg, Foto Daniel Zangerl
Nauders am Reschenpass Naturdenkmal Schwarzer See, Foto Martin Lugger
Nauders am Reschenpass Goldwasser, Foto Daniela Zengerl
Dorf Reschen Von Oben
Reschenpass
Reschensee Schiff
Reschenpass
Reschensee Ufer
Graun
st valentin
Graunhaidersee
Haidersee
Wanderweg Um Den Reschensee
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Von der im Mittelalter begründeten Zollstation Altfinstermünz führt die Wanderroute über einen schmalen Wandersteig hinauf nach Hochfinstermünz, wo ein ehmaliges Luxus-Hotel einen Dornröschenschlaf schläft. Von dort fährt der Wanderer momentan mit dem öffentlichen Bus bis Nauders. An einer durchgängigen Wanderroute im Bereich der einstigen Festung Nauders wird aber schon gearbeitet. Von Nauders ins Dorf Reschen gehts — durch malerische Wiesen — erst über die österreichisch-italienische Staatsgrenze und dann über die Passhöhe. Ab Reschen führt die Wanderroute  am Ostufer des Reschensees weiter. Auch die Römerstraße verlief einst auf dieser Seite des noch kleineren Sees. Heute liegt sie, wie das alte Dorf Graun, am Seegrund begraben. Nur mehr der Kirchturm ragt als bekanntes Fotomotiv aus dem Wasser. Von St. Valentin geht es, auf römischen Spuren, weiter über die Malser Haide nach Burgeis und Mals.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 20
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 20 Reschen
Übersichtskarte Teilabschnitt 21
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 21 Oberer Vinschgau

Oberer Vinschgau
Ein Ortskern schöner
als der andere

  • 21

Kaum eine Region an der Via Claudia Augusta hat so viele historische Ortskerne und Gebäude. Schon lange vor den Römern war der klimatisch begünstigte Vinschgau als Siedlungsplatz entdeckt. Seinen Namen hat er vom rätischen Stamm der Venosten, die z. B. auf dem Tartscher Bichl oder am Ganglegg oberhalb Schluderns siedelten. Die historische Trasse der Via Claudia Augusta führte über die Malser Haide, wo Archäologen eine römische Straßenstation orten konnten, und dann ab Mals am Sonnenhang entlang. Dichter besiedelt und urbar gemacht wurde die Gegend ab dem 10. Jh. durch romanische Bauern. Ab dem 12. Jahrhundert wurden sie dabei vom Kloster Marienberg unterstützt. Von dieser Zeit zeugen mehrere Burgen, das mittelalterlich geprägte Städtchen Glurns mit seiner noch vollständig erhaltenen Stadtmauer, aber auch die Dorfkerne der Dörfer rundum. Der Vinschgau baut auf dieses reiche Erbe und präsentiert sich als geschichtsträchtige Kulturregion Südtirols.

Malser Haide
Malser Haide
Suedtirol, Vinschgau, Mals, zwischen Mals und Burgeis, Kloster Marienberg, Fuerstenburg,
Waalweg Mals
Mals Sonnsteig
Tartscher Bichl Mals Marienberg
Mals Sonnsteig
Vinschgau, Glurns, Tor, Gasse, Foto: Vinschgau Marketing, Frieder Blickle
Waalweg Mals
Waalweg Mals
Waalweg Mals
Ganglegg Waalweg
Ganglegg
Ganglegg
Ganglegg
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Die Wanderroute führt erst in die malerische Ortschaft Dörfl und durch den Rand eines Waldgebietes, bevor es durch die Malser Haide geht, dem größten Schwemmkegel der Alpen mit seinen markanten Waalen. Dort verlief auch die Römerstraße und mitten drin wurde eine römische Straßenstation geortet. Bei Alsack führt die Route auf den Hang hinauf, quert in Planeil das Planeiltal und führt dann nach einem kurzen Abschnitt auf der Straße, auf dem Malser Waalweg nach Schluderns. Unterwegs warten immer wieder herrliche Blick auf Mals, auf das Städtchen Glurns, den historischen Siedlungsplatz Tartscher Bichl, ... Natürlich gibt es auch Steige, um nach Mals oder Glurns hinunter zu gelangen. Oberhalb von Schluderns wartet schließlich die teilweise freigelegte rätische Siedlung am Ganglegg, wo auch einzelne Häuser rekonstruiert wurden. Die Wanderroute führt nun ins malerisch Dorf Schludern hinunter. Von dort steigt die Route schließlich, vorbei an der Churburg, wieder den Sonnenberg mit seiner typischen Trocken-Rasen-Vegetation hinauf, dessen Hang sie über weite Teile des Vinschgaus folgt.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 20
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 20 Reschen
Übersichtskarte Teilabschnitt 22
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 22 Schlanders Laas

Schlanders und Laas
das Herz des
„Obstgarten Vinschgau“

  • 22

Im Herzen des „Obstgartens Vinschgau”,  am Fuße des Sonnenberges — über den auch vermutlich die Römerstraße verlief — liegen das Marmordorf Laas und der Hauptort des Vinschgaus, die Marktgemeinde Schlanders. Schon in der Jungsteinzeit hielten sich in der sonnenreichen und wegen den hohen Bergketten im Norden und Süden sehr niederschlagsarmen Gegend nomadisierende Hirten und Jäger auf. Zumindest seit der Römerzeit wird der bekannte Laaser bzw. Göflaner Marmor abgebaut, wie der Meilenstein der Via Claudia Augusta von Rabland belegt. In den Urkunden tauchen Schlanders und Laas Ende 11. / Anfang 12. Jh. erstmals auf. Im 14. Jh. wurde Schlanders Gerichtssitz.

Via Claudia Augusta Wanderer Eurohike Blick Ortler
Tröghöfe Laas
Laas
Laaser Marmorwerk
Marmorwerkstatt Laas
Allitz
Tröghöfe Laas
Laas
Schlanders
Fussgängerzone Schlanders
Schlanders
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Auf kaum einer anderen Etappe bekommt man einen besseren Eindruck von der typischen Trocken-Rasen-Vegetation am Sonnenberg, der sich von Mals, über den ganzen Vinschgau, nach Partschins zieht. Die karge Flora und mit ihr verbundene Fauna haben ihren ganz besonderen Reiz und öffnen besonders viele reizvolle Blicke ins Tal. In einigen wenigen Abschnitten geht es durch Nadelwald - eine willkommene Abwechslung. Die Wanderroute führt weitgehend am unteren Berghang. Sie führt aber auch immer wieder an den Rand von Orten oder auch in Orte hinein: Eyrs, Laas, Allitz, Kortsch, Schlanders, Vetzan. Besonderen Reiz haben der Sonnenhang über Eyrs, die Talquerung bei Allitz und das Stück zwischen Kortsch und Schlanders.

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Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 22 Schlanders Laas
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Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 23 Talenge

An der Talenge
Goldrain, Latsch
und Kastelbell

  • 23

An der Engstelle in der Mitte des geografischen Vinschgau, der bis zur Töll reicht, gibt es rund 10 Burganlagen und Ansitze auf engem Raum, die zum Teil auch dazu dienten, den strategisch wichtigen Punkt zu sichern. Die bedeutendsten sind sicherlich Schloss Goldrain, das Bildungs- und Kulturzentrum des Vinschgau, Kastelbell mit Dauerausstellung zur Via Claudia Augusta und Reinhold Messners Sommerresidenz Juval hoch oben am Berg. Das vielfältige Microklima mit viel Sonne, geringen Niederschlägen und frischer Brise in der Nacht begünstigt einen relativ jungen, vielfältigen und qualitätvollen Weinbau. Kastelbell- Tschars ist mit 25,5 ha der größte Weinbauort im Vinschgau, in dem Chardonnay, Weißburgunder, Ruländer, Gewürztraminer, Riesling, Vernasch, Zweigelt und Blauburgunder reifen.

Sonnenpromenade
Sonnenpromenade
Goldrain
Goldrain
Kastelbell Mythenweg
Latscher Waal
Latscher Waal
Latscher Waal
Latscher Waal
Kastelbell
Kastelbell
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Dieser Abschnitt der Wanderroute führt entlang besonders schöner Waale, wie sie für Südtirol so typisch sind, und von ihnen bewässerte Obstgärten: der Vetzan- oder Roppenwaal, wie er auch genannt wird, oder der Latschander-Waal. Vetzan, das zu Schlanders gehört und das vom gleichnamigen Schloss dominierte Goldrain, das zu Latsch gehört, liegen eng beieinander, nur durch einen Bach getrennt. Ab hier entspricht die  Wanderroute vermutlich bis Kastelbell der Römerstraße. Die Straßen der Römer führten, wenn möglich, am Hangfuß der Sonnenseite eines Tales entlang, wo die Straße schneller wieder trocken bzw. schneefrei war. Auch ist dieser Abschnitt als Panoramaweg bekannt und bietet besonders viele herrliche Blicke. In Kastelbell erwartet den Wanderer, direkt an der Wanderroute, ein weiteres Schloss. Schließlich geht es über Wein- und Obstgärten nach Tschars, bevor die Route den Hang hinauf und nach Schloss Juval führt.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 24
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 24 Unterer Vinschgau

Unterer Vinschgau
Naturns, Plaus, Rabland
und Partschins

  • 24

Die Gemeinden Naturns, Plaus und Partschins bis zur Töll gehören zwar geografisch zum Vinschgau, sind aber Teil der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt und des Tourismusverbandes Meraner Land. Erste Siedlungsspuren am südlich gelegenen Joch stammen aus dem Mesolithikum. Der Name Naturns stammt aus keltischer Zeit und heißt so viel wie „Siedlung in der Au“. Die Gegend war durchgehend besiedelt. Einer der beiden Meilensteine der Via Claudia Augusta wurde in Rabland gefunden. Die Wurzeln des Prokuluskirchleins im östlichen Teil von Naturns gehen auf das 7. Jh. zurück. Fresken im Inneren dürften aus dem 8. Jh. stammen und damit die ältesten im deutschsprachigen Kulturraum sein. Die Geschichte der Gegend ist mit multimedialer Unterstützung im Prokulusmuseum vis-a-vis zu erleben.

Juval
Juval
Juval
Malereien Prokuluskirche
Sonnenhang Zwischen Naturns Und Partschins
Naturns
Naturns
Naturns Waal
Schreibmaschinenmuseum Partschins
Partschinser Waal

Diese Etappe hat zwei grundverschiedene Teile. Der erste Teil führt etwas höher, am Berghang, mit herrlichen Blicken von oben aufs Tal. Der zweite Teil führt entlang des Marlinger Waals, einem der bekanntesten und schönsten Waale Südtirols. Der erste Teil der Etappe führt Sie außerdem zu Reinhold Messners Schloss und Wohnsitz Juval. Unterhalb liegt Naturns, mit dem einzigartigen Prokulus-Kirchlein und dem gegenüberliegenden Prokulus-Museum. Naturns bildet ungefähr die Mitte der Etappe. Dann geht’s nochmal den Hang hinauf. Im malerischen Ort Partschins, den die Wanderroute durchquert, gibt es übrigens ein Museum, das dem von dort stammenden Erfinder der Schreibmaschine gewidmet ist.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 24
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 24 Unterer Vinschgau
Übersichtskarte Teilabschnitt 25
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 25 Algund, Meran, Marling

Am der alten
Etschbrücke in Algund,
Marling und Meran

  • 25

Über die 200 Meter hohe Geländestufe bei Töll gelangt der Reisende vom Vinschgau hinunter ins mediterrane „Gartendorf Algund“. Die geringere Höhe und die geschützte Lage machen die Gegend zu einer der wärmsten Italiens und lassen — neben Birke und Ahorn — Palmen, Zypressen oder Olivenbäume wachsen. In zahlreichen Gärten sind südländische Pflanzen zu entdecken. Sie verstärken noch den Eindruck, dass man hier die Brücke zwischen alpinem und mediterranem Raum quert. Eine Brücke hatte hier auch die Römerstraße. Sie führte im Bereich des Schlosses Forst über den Etschfluss, wieder auf den Hang hinauf und weiter ins Panoramadorf Marling am Westhang über Meran. Bis heute führen zwischen Algund und Marling Brücken über die Etsch. Den historischen ist das Museum Brückenkopf in Algund gewidmet. Die Gegend besticht nicht nur mit einer malerischen Kulturlandschaft zwischen Wein und Äpfeln, durch das mit dem Algunder und Marlinger Waal zwei der schönsten Waalwege führen. In und rund um Meran befinden sich auch die einzige Wellness-Therme entlang der Via Claudia Augusta, die Gärten von Schloss Trauttmansdorf oder Schloss Tirol. Die Region ist eine ganzheitliche Wohlfühlregion, in der auch herrlich die Früchte der Natur zu genießen sind.

Töll Waalweg
Algunder Waal
Algunder Waal
Brücke Algund
Ponte Algund
Panorama Algund Marling Foto Tschaikner
Waal Meran
Lauben Meran Foto Meranerland
Terme Merano
Marlinger Waal
Marlinger Waal Vinschgerbahn
Waal Wasser Erfrischung
Marling Berge Äpfel
Marlinger Waal Burg
Marlinger Waal
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Wenn wir an Waalwege in Südtirol denken, dann haben wir Wasserrinnen in Kopf, die durch üppige Weinberge und Obstgärten führen. Genau das erwartet den Wanderer, fast durchgehend, auf diesem Abschnitt der Wanderroute. Er geht fließend von Partschinser in den Algunder Waalweg über. Immer wieder gibt es herrliche Blicke ins Gartendorf Algund und in die Kurstadt Meran. In Algund verlässt die Wanderroute den Hang und führt ins Gartendorf. Hier quert sie das Tal, wie das auch die historischen Straßen schon immer taten, weil es die letzte Möglichkeit ist, bevor die Etsch Raum vom ganzen Tal nahm. Das Museum „Brückenkopf“ zeigt Reste der mittelalterlichen Brücke. Über einen hölzernen Holzsteg quert der Wanderer schließlich die Etsch. Auf der anderen Fluss-Seite liegt der Ortsteil Forst, mit dem Schloss Forst und der gleichnamigen, bekannten Brauerei. Dann geht es wieder den Berghang hinauf. Die Wanderroute folgt jetzt dem Marlinger Waal, mit sagenhaften Blick auf Meran, Marling, das Tal und die umliegenden Berge, Angeblich ist der Marlinger Waal der Schönste, aber urteilen Sie selbst.

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39022 Algund, Hans-Gamper-Platz 3
39012 Meran, Freiheitsstraße 45
39020 Marling Kirchplatz 5

info@algund.com, info@meran.euinfo@marling.info
Algund 0039 0473 448 600, Meran 0039 0473 447 147, Marling 0039 0473 447 147

Übersichtskarte Teilabschnitt 25
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 25 Algund, Meran, Marling
Übersichtskarte Teilabschnitt 26
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 26 Meran, Bozen

Burgen-reich
Das Land zwischen
Meran und Bozen

  • 26

Durch das Etschtal zwischen Meran und Bozen führte die Römerstraße am Westhang. Auf den zahlreichen Hügeln befanden sich schon urgeschichtlichen Siedlungen. In Nals entdeckten Archäologen ein spätantikes Haus mit Bodenheizung, Badeanlage und einer Apsis. Der Aschbach in Gargazon bildete die Grenze zwischen den römischen Provinzen Rätien I und Rätien II. Die Gegend war immer Grenzgebiet und ist es bis heute. Ab dem 13. Jahrhunderten entstanden zahlreiche Festungen, die sie zur burgenreichsten Europas machten. Die Wurzeln der beiden Kirchen St. Georg und St. Margareten in Lana im 9. Jh. zeigen, dass einige Orte bereits sehr alt sind. Die Bevölkerung lebte von dem, was der Boden hergab, von der Straße und einige auch vor Bergbau. In Nals und in Terlan befanden sich bedeutende Silberminen. Im 15. Jh. schürften alleine in Terlan 1000 Knappen in mehr als 30 Gruben nach Erz. Ab Andrian war die Etsch schiffbar und das Silber konnte auf dem Wasserwege Richtung Süden gebracht werden.

Lana
Burg Lana
Lana
Lana
Lana Brandis
Tisens
Tisens Hipolit
Nals
Nals
Nals
Andrian
Andrian
Andrian
Missian
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Dieser Abschnitt der Wanderroute glänzt durch eine Vielfalt an unterschiedlichen Teilabschnitten: Waalwege durch Wein- und Obstgärten, Laubwald, Nadelwald, Wanderpfade, gemütliche Spazierwege, ... Die Wanderroute führt auch durch das an Burgen und Ansitzen reichste Gebiet Europas. „Burggrafenamt“ ist nicht bloß ein Name.  Kaum an einem Waalweg findet man außerdem so viele Buschenschanken, die zur Einkehr laden, wie am Marlinger Waal. Bei Lana verlässt die Wanderroute den Berghang, führt durch‘s Dorf und dann malerisch über den Brandis-Waalweg und Schloss Brandis,  hinauf auf das malerische Plateau, wo die Orte Tisens und Prissian liegen. Ein Steig führt auf historischen Spuren wieder hinunter ins Tal, nach Nals, das Dorf der Rosen. Schließlich geht es vor Bozen noch einmal den Berghang hinauf, durch malerische Wälder, vorbei an Ansitzen und Burgen, von denen Hocheppan wohl die bekannteste ist. Jetzt bieten sich erste Blicke Richtung Bozen, der Landeshauptstadt Südtirols. 

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Übernachtungs- und Camping-Möglichkeiten

Übersichtskarte Teilabschnitt 26
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 26 Meran, Bozen
Übersichtskarte Teilabschnitt 27
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 27 Bozen

Bozen
Landeshauptstadt an der
vermuteten Pons Drusi

  • 27

Man vermutet, dass sich die überlieferte Pons Drusi der Römerstraße dort befand, wo heute in Bozen die Drusus-Brücke ein wenig wesstlich der Einmündung der Talfer den Eisack-Fluss quert. Zuvor musste sie am Fuße von Schloss Siegmundskron die Etsch und den Talkessel queren, der heute fast komplett von der Hauptstadt der Autonomen Provinz ausgefüllt wird. Sie wurde 1170 - 1180 als planmäßige Marktsiedlung mit einer zentralen Gasse und einem Marktplatz (Kornplatz) errichtet, und in der Folge mehrfach erweitert.

Bozen Museion Fassade Brücke
Bozen Stimmung Abend Waltherplatz
Bozen Panoramaaufnahme
Meilenstein Foto
Bozen Laubengasse, Foto: Tourismusverein Bozen
Bozen Öthi Reconstruction Ochsenreiter
Bozen Funivia Del Renon, Rittner Seilbahn
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Die Römerstraße querte vermutlich bei Bozen das Tal und führte über die Talfer und die „Pons Drusi“ nach Süden weiter. Die Wanderroute bleibt am westlichen Hang und führt durch das Überetsch in die bekannten Weindörfer der Gemeinde Eppan, St. Pauls, St. Michael, ..., und nach Kaltern am See. Die Beste Möglichkeit für einen Abstecher in die Südtiroler Landeshauptstadt, das nicht nur über eine sehenswerte archäologische Zone in Stadtteil Gries verfügt, sondern auch die heutige Heimat von „Ötzi“ ist, bietet sich von St. Pauls oder St. Michael aus.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 28
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 28 Südtirols Süden

Südtirols Süden
Castelfeder, Endidae und
die Weinstraße

  • 28

Brücken waren teuer und aufwändig zu errichten bzw. zu erhalten. Deshalb gab es wenige und es war notwendig beidseits des Flusses am Hang entlang eine Straße zu führen. Eine Römerstraße dürfte ungefähr dort verlaufen sein, wo heute die Südtiroler Weinstraße durch die bekannten Weindörfer St. Pauls, St. Michael, Kaltern am See, Tramin, Kurtatsch, Margreid und Kurtinig führt. Die eigentliche Via Claudia Augusta, dürfte dem Osthang entlang südwärts geführt haben, am Fuß des bereits Jahrtausende besiedelten markanten Berges „Castelfeder“ in Auer, zur nachgewiesenen römischen Straßenstation Endidae im heutigen Neumarkt nach Salurn, wo sich einst die vielbesungene „Salurner Klaus“ befand. Ab Branzoll bei Südtirols südlichster und zugleich jüngster Stadt Leifers war übrigens die Etsch floßbar und war bis zum Bau der Eisenbahn der wichtigste Wirtschaftsfaktor von Südtirol und dem Trentino.

St Pauls Eppan
St Pauls Eppan
St Pauls Eppan
St Pauls Eppan
Blick auf Kaltern
Kalterer See
Tramin
Castelfeder
Neumarkt
Dürerweg
Strassenstation Endidä
Neumarkt Lauben
Dürerweg Laag Salurn
Dürerweg Salurn
Salurner Klause
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Obwohl der Bewegungs-Radius eines Wanderers natürlich eingeschränkt ist, versucht die Wanderroute ein Bisschen was von alldem mitzunehmen, was der Südtiroler Süden zu bieten hat: Zuerst geht es entlang der Südtiroler Weinstraße durch die Weinberge und malerischen Zentren der Weinbau-Gemeinden Eppan, Kaltern und Tramin. Besonders reizvoll ist der Abschnitt entlang des Kalterer Sees und am Berghang nach Tramin. Danach quert die Route das Tal. Am Fuße von Castelfeder geht es nach Neumarkt, wo eine der beiden einzigen nachgewiesenen römischen Straßenstationen lag. Reste davon sind zu besichtigen. Außerdem verfügt der Ort, wie Bozen und Meran, über malerische Laubengassen. Danach führt die Wanderroute über den Dürerweg, den der Künstler auf seinen Kunst-Reisen, bereist haben soll, nach Salurn an der markanten Talenge „Salurner Klause“ mit der Haderburg. Anschließend quert die Wanderroute das Tal und präsentiert Ihnen ein wenig von der Piana Rotaliana an der Kreuzung zwischen dem Etschtal und dem Nonstal.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 28
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 28 Südtirols Süden
Übersichtskarte Teilabschnitt 29
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 29 Piana Rotaliana

Piana Rotaliana
Die fruchtbare Weinebene
an der Sprachgrenze

  • 29

Das Geschiebe, das der Fluss Noce aus dem Nonstal mitbrachte, staute einst die Wasser des Etsch zu einem weitläufigen See, der das ganze Tal ausfüllte. Er lag als natürliche Grenze zwischen den Gemeinden von Südtirols Süden, des Nonstales und jenen nördlich der Stadt Trento. Gemeinsam mit anderen Ursachen erklärt der so erschwerte Kontakt zwischen den Orten, dass sich hier die Grenze zwischen dem deutschen und italienischen Sprachraum bildete. Die Bevölkerung der Piana Rotaliana spricht heute durchwegs italienisch. Das Wasser zog aber auch eine Grenze durch die Region. Mezzocorona (Kronmetz), ihr heutiges Landwirtschaftszentrum, ist eher deutsch geprägt, während z. B. die traditionellen Handelszentren Mezzolombardo am Eingang ins Nonstal und Lavis am Eingang ins Tal des Avisio mit ihren stattlichen Palazzi eher italienisch geprägt sind. Heute ist der See Geschichte. Die Ebene auf den Erden, die der Noce-Fluss mitgebracht hat, ist besonders fruchtbar. Die ganze Piana Rotaliana und ihre Hänge sind von Weingärten überzogen, in denen als regionale Spezialität die bekannten Teroldego-Trauben reifen. Die gedeihliche Entwicklung der Gegend wurde wesentlich vom ehemaligen Stift San Michele all‘Adige geprägt, das noch heute mit dem Istituto Agrario das landwirtschaftliche Kompetenzzentrum des gesamten Trentino beherbergt und im Landesmuseum für Volkskunde das Leben und die Gebräuche im ganzen Land abbildet. Von den Schlössern und Festungen ist wohl die Höhlenburg San Gottardo im Fels hinter Mezzocorona die bekannteste.

Piana Rotalina von oben
Castello Corona
Mezzocorona
Piana Rotalian
Mezzolombardo historisches Zentrum aus der Luft
Lavis Giardino Dei Ciucioi
San Michele
Piana Rotalian
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Es wird erzählt, dass das Geschiebe des Noce einst den Etsch zu einem See aufgestaut haben soll, der bis Laag reichte (Laag soll von Lago = See kommen). Mit dem See, der die Piana Rotaliana ausfüllte, erklärt man sich die Sprach- und Kulturgrenze. An der Westseite der Etsch beginnt das italienisch-sprachige Italien. Auf der Ostseite geht Deutsch fließend ins Italienisch über. Die Wanderroute führt durch die ausgedehnte Weinebene nach Roverè della Luna und Mezzocorona und dann über das vordere Nonstal nach Mezzolombardo. Schließlich quert sie das Tal, hinüber zum ehemaligen Kloster und heutigem landwirtschaftlichen Kompetenzzentrum und Volkskundemuseum in San Michele all‘Adige. Von dort steigt die Wanderroute wieder den Berghang hinauf, den sie, bis Trento, nur in Lavis einmal kurz verlässt. Unterwegs geht es durch malerische kleine Dörfer, Wälder und Weinberge.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 29
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 29 Piana Rotaliana
Übersichtskarte Teilabschnitt 30
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 30 Val Di Cembra

Hochtal Val di Cembra
Altopiano di Piné
Wein und Seen

  • 30
Val Di Cembra da San Floriano
Val Di Cembra, Cembra e Faver Visti da Sevignano
Panorama Verla Di Giovo
Piramidi Di Segonzano
Albiano Porphyry Quarry
Übersichtskarte Teilabschnitt 31a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 31a Trento

Trento (Richtung Feltre, Treviso, Altino, Venedig)
Römischer Verkehrsknoten
Tridentum

  • 31a

Trento geht - wie auch der Name zeigt - auf die Räter zurück und war schon zu dieser Zeit ein wichtiger Verkehrsknoten. Die Via Claudia Augusta gabelte sich in Tridentum in die Via Claudia Augusta Altinate Richtung Adriahafen Altinum, nahe dem heutigen Venedig, und die Via Claudia Augusta Padana zum Flußhafen Ostiglia am Po. Von dort führte eine Straße weiter nach Rom. Die spätere historische Bedeutung der Stadt geht vor allem auf das Konzil von Trento (1545 — 1563) zurück, das der Gegenreformation zu ihrem Auftrieb verhalf und ihren geistigen Rahmen bestimmte. In dieser Zeit wurde auch ganz wesentlich das Bild der heutigen Altstadt geprägt. Der Reinaissancestil wurde später vom Barock ergänzt. Bis zum Einmarsch der Napoleonischen Truppen herrschten die Fürstbischöfe von Trento vom mächtigen Schloss Buonconsiglio aus über die Stadt und das umliegende Land.

Weinberg vor Lavis Wanderroute
Trento
Paganella Brenta Trento, Foto: Gemeinfrei Wikipedia
Trento
Meano
Unterirdisches Tridentum Zotta
Buonconsiglio, Foto: Jakub Halun
Loggia Del Buonconsiglio
Trento, Fest, Domplatz
Trento Campanile, Foto: Wikipedia Markus Bernet
Trento
Martignano
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Nach der Querung des Avisio, der Gemeindegrenze zwischen Lavis und Trento, führt die Wanderroute wieder dem östlichen Berghang entlang, dort wo auch einst die Römerstraße verlief. Zunächst geht es durch das Dorf Meano, das heute Teil von Trento ist. Anschließend führt die Wanderroute durch malerische Wälder in den Stadtteil Argentario, dessen Name vom einstigen Silber-Bergbau kommt. Unterwegs warten herrlichen Blicke auf das Tal und die Trentiner Provinz-Hauptstadt. Von Martignano geht es hinunter ins Stadtzentrum oder weiter in die Valsugana.

Übersichtskarte Teilabschnitt 32a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 32a Obere Valsugana

Obere Valsugana:
Seen und Kurstadt
der Habsburger

  • 32a

Ausgrabungen zeugen von der frühen Besiedelung des Tales zwischen Trento und dem Veneto. Burgen wie jene über Pergine, dienten auch der Kontrolle der wichtigen Straße. Die Alta Valsugana gehörte seit jeher zum Einflussbereich Trentos. Während des 1. Weltkrieges war die Gegend hart umkämpft, verlief doch die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien in unmittelbarer Nähe, südlich der Hochebene von Lavarone. Von dieser Zeit zeugen zahlreiche Festungsanlagen. Mit dem Caldonazzosee und dem Levicosee prägen zwei große Badeseen die Gegend. Die Valsugana ist außerdem schon seit den Habsburgern eine beliebte Kurgegend mit der Kurstadt Levico Terme und dem Kurort Roncegno Terme.

Civezzano
Alta Valsugana, Laghi Seen
Pergine
Castell Pergine, Alta Valsugana
Oberhalb des Levico-Sees, zwischen Castello di Pergine und Levico Terme
Lago Levico
Gran Hotel Levico, Terme, Alta Valsugana, Trentino
Levico Parco Delle Terme
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Die Wanderroute führt durch das Ecomuseo Argentario, das die Silberbergbau-Vergangenheit der Gegend dokumentiert, von Trento in die Valsugana. Dort angelangt, geht es zunächst durch schmucke Dörfer, malerische Natur und sogar durch ein Naturschutzgebiet nach Pergine Valsugana, wo sie auch durch die Renaissance-Straße Via Maier führt. Anschließend geht es — am Fuße von Schloss Pergine und über den Berghang oberhalb des Levicosees — in die von den Habsburgern begründete Kurstadt Levico Terme.

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38057 Pergine Valsugana, Piazza Serra, 10
38056 Levico Terme, Viale Vittorio Emanuele III, 3
38051 Borgo Valsugana, Piazza De Gasperi
38053 Castello Tesino, Via Dante, 10
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0039 0461 727 700

Übersichtskarte Teilabschnitt 32a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 32a Obere Valsugana
Übersichtskarte Teilabschnitt 33a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 33a Mittlere Valsugana

In der Mitte des Tales:
Borgo Valsugana und
malerische Schlösser

  • 33a

Das Torre Quadra in der Wiese neben der Straße vor Novaledo zeugt von der Talsperre, die einst quer durch das Tal verlief. Dort befand sich einst die Grenze zwischen dem Einflussbereich Trento und Feltres. Im mittelalterlich geprägten Borgo Valsugana ist unschwer der venetianische Einfluss erkennbar. Die Römerstraße verlief vermutlich auch in der mittleren Valsugana am Sonnenhang. Mehrere Festungen säumen ihren Weg. Im Talkessel östlich von Borgo führte die Via Claudia Augusta schließlich bergwärts, da sich im Tal immer wieder die Brenta breit machte und es so nicht dauerhaft passierbar war.

Levico Borgo
Castello Telvana Media Valsugana Borgo Trentino
Borgo Ausugum
Borgo Flair Di Venezia Media Valsugana Trentino
Borgo
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Von Levico führt die Wanderroute weiter in den malerischen Ortsteil Selva, von wo sie in die Talsohle hinunter führt, wo sie bis  Marter der Brenta folgt. Immer wieder begegnet man hier dem in der Valsugana sehr verbreiteten Anbau von Waldbeeren.  Von Marter geht es dann in den 2. Thermalort der Valsugana, Roncegno Terme. Von dort geht es — immer das Castel Telvana im Blick — über malerische Wiesen nach Borgo, dem Hauptort der Media und Bassa Valsugana.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 33a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 33a Mittlere Valsugana
Übersichtskarte Teilabschnitt 34a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 34a Vor den Dolomiten

Vor den Dolomiten
Hochtal Tesino, Lamon
und Sovramonte

  • 34a

Die Römerstraße führte vom Valsugana Tal hinauf ins Hochtal Tesino, querte das tiefe Tal des Wildbaches Senaiga an der Regionsgrenze zwischen Trentino und dem Veneto und führt dann über den Croce D‘Aune-Pass nach Feltre. Auf ihren Spuren führt die Reiseroute durch abwechslungsreiche Landschaften und malerische Dörfer am Tor zu den Dolomiten. Die wichtige alte Straße hat entlang des Weges zahlreiche Spuren hinterlassen. Lamon ist übrigens auch Heimat der international geschätzten Lamon-Bohnen.

Valle Senaiga
Castello Tesino Via Claudia Augusta
Castello Tesino
Lamon San Donato
Vor den Dolomiten Parcon Nazionale Dolomiti
Lamon Chiesa Kirche San Pietro
Lamon Montagna Berge Dolomiti
Sorriva
Sovramonte
Croce D Aune
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In Bieno angelangt, hat man die Steigungen weitgehend hinter sich. Deshalb empfindet man den Ort schon als Teil des Hochtals Tesino. Durch eine idyllische Landschaft führt die Route, über einen Wildbach, einem See entlang, bis in den malerischen Ort Pieve Tesino, den sie in voller Länge durchquert. Dann geht es durch den vorderen Teil des Tales entlang des Grigno-Wildbaches. Auf dem Hügel oberhalb von Castello Tesino soll sich einst ein Römerkastell befunden haben. Von dort führt die Route auf historischen Spuren über einen Naturpark, den nur im Sommer bewohnten Weiler Coronini, die Senaiga-Schlucht nach Sovramonte und Lamon. Auf keiner anderen Etappe entlang der Via Claudia Augusta gibt es so wenig Bewohner. Lamon und das folgende Sovramonte liegen am Rand des Nationalparks Dolomiti Bellunesi. 

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Übersichtskarte Teilabschnitt 34a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 34a Vor den Dolomiten
Übersichtskarte Teilabschnitt 35a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 35a Feltre Pedavena Cesiomaggiore Santa Giustina

Das Feltrino
Feltre, Pedavena, Santa
Giustina, Cesiomaggiore

  • 35a

Feltre ist schon sein prähistorischer Zeit ein Verkehrsknoten. Der schmale Bergrücken, auf dem die sehenswerte Altstadt liegt, und die umliegenden Sonnenhänge waren auch durchwegs besiedelt. Das belegen der etruskische Name Feltres und zahlreiche archäologische Befunde. Die Römerstraße Via Claudia Augusta führte nicht direkt in die Stadt, sondern geradewegs vom Croce D‘Aune Pass am Hang entlang nach Cesiomaggiore. Feltria war aber eine bedeutende römische Stadt. Der Einfluss der Dogen von Venedig ist im Stadtbild ist unverkennbar. Der Einflussbereich Feltres reichte zeitweilig bis in die Valsugana.

Lamen
Feltre vor den Alpen
Fabbrica Pedavena Museo Birra Bier Museum
Feltre Area Archeologica Citta Romana
Cesiomaggiore
Villa Tauro
Meilenstein Pietra Miliare Cesiomaggiore
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Vom Croce D'Aune Pass führte die Römerstraße kontinuierlich den Hang hinunter. Die Wanderroute folgt der römischen Trasse bis auf die Höhe von Pedavena, wo man eine Straßenstation vermutet. Der Wanderer macht heute am besten eine Rast in der größten Birreria Italiens, der Birreria Pedavena, oder im Zentrum der historischen Stadt Feltre, in den die Route einen Abstecher macht. Anschließend geht's durch malerische Ortschaften nach Cesiomaggiore, wo einer der 2 Meilensteine gefunden wurde, die die Geschichte der Via Claudia Augusta überliefern, und nach Busche. Der Weg führt auch an einigen Ville Venete vorbei, wie man sie fast im ganzen Veneto findet.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 35a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 35a Feltre Pedavena Cesiomaggiore Santa Giustina
Übersichtskarte Teilabschnitt 36a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 36a Mel Lentiai Quero Vas

Am Piave
Mel, Lentiai, Quero-Vas
Segusino, Alano

  • 36a

Das südliche Piavetal, zwischen der Provinzhauptstadt Belluno und der Grenze zur Provinz Treviso, im Süden, nennt sich Valbelluna. In früherer Zeit wurde es auch Val Serpentina genannt. Das malerische Tal ist eingebettet zwischen den Ausläufern der Dolomiten und dem letzten Bergrücken vor der venezianischen Ebene und wird vom weitläufigen, weitgehend naturbelassenen Bett des Piave-Flusses beherrscht. Wie heute gab es in der Römerzeit wenige Fluss-Übergänge. Einer davon befand sich zwischen Santa Giustina und der Gemeinde Borgo Valbelluna, genaugenommen seinem Hauptort Mel, das malerisch auf einem Hügel liegt. An den historischen Flußübergäng erinnert der Name der Franktion Nave (=Schiff). am Südhang zwischen Mel und Lentiai thront das Castello di Zumelle. In diesem Bereich kletterte auch die Römerstraße hinauf auf ihren südlichsten Pass, dem Praderadego. Zwischen Borgo Valbelluna und den Gemeinden Quero Vas bzw. Alano di Piave ist das Tal sehr eng, wurde mitunter vom Wasser der Piave eingenommen und war deshalb ungeeignet für eine Straße wie die Via Claudia Augusta, die für den militärischen Nachschub errichtet wurde. 

Piave Regenstimmung Pieno Di Acqua
Lentiai Frasenetto
interno chiesa 2014
Lentiai Piave Frasenetto
Piave Lentiai
Visita Guidata Führung Museo
Chiesett
Castello Di Zumelle
Valbelluna
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Schon in der Römerzeit dürfte zwischen Busche und Cesana ein Piave-Übergang bestanden haben. Dort quert auch heute die Wanderroute den Fluss. Unterhalb der Staumauer gibt es einen Strand und sogar ein Strand-Lokal, im Dorf Cesana die sehenwerte Kirche San Bernardo. nach Lentiai, Bardies und Mel führt die Wanderrung am Piave entlang und gibt so einen guten Eindruck von der weitläufigen Flusslandschaft. Führt der Fluss viel Wasser nutzt er sein gesamtes Bett. Führt er wenig Wasser, trauen sich mutige Einheimische sogar mit dem Auto durch‘s Flussbett zu fahren, um ein paar Kilometer zu sparen. in der Fraktion Nave, kurz vor Mel, soll die Via Claudia Augusta den Piave gequert haben, worauf auch der Ortsname hindeutet, Nave = Schiff. Leicht oberhalb, auf einem Hügel thront der Hauptort der Gemeinde Borgo Valbelluna, Mel, mit seiner malerischen Piazza.

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Übersichtskarte Teilabschnitt 37a
Übersichtskarte rechts Teilabschnitt 37a Alta Marca

Altamarca
Prosecco-Weinhügel am
Süd-Rand der Alpen

  • 37a

Die Alpen gehen nicht abrupt in die Venetianische Ebene über. Südlich des letzten Bergrückens und Passes der Via Claudia Augusta liegen - wie der Vorgarten der Alpen — die Prosecco-Weinhügel der Altamarca, dem nördlichen Teil der Provinz Treviso. Zwei Weinstrasse durchziehen das malerische Weinbaugebiet und zeigen den Weg zu Sehenswürdigkeiten, hübschen Weinorten und den besten Tropfen: Die Strada del Prosecco e Vini dei Colli Conegliano Valdobbiadene und die Strada del Vino del Montello e dei Colli Asolani.

Romans Romani Römer Praderadego Mel Lentiai
Albergo Praderadego
Serpentinen Praderadego Radroute Wanderroute
Valmarino Castelbrando Alta Marca
Prosecco Weinstraße Veneto Altamarca
Susegana
Colli Prosecco
Ponte Romano Susegana
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Zwischen der Valbelluna und den Pro-sec-cohü-geln, die fließend in die weite Ebene Venetiens übergehen, liegt noch eine malerische Pass-Höhe, der Pra-de-ra-de-go. Der Weg zur Passhöhe hinauf führt durch kleinere und größere Dörfer der Gemeinde Borgo Valbelluna, Wiesen und Wälder und am malerisch über dem Tal thronenden Castello di Zumelle vorbei.  Auf der Passhöhe gibt es eine Schutz-hüt-te und einen privaten Aus-flugs-gast-hof. Bevor das Berg-sträß-chen in zahl-rei-chen Ser-pen-ti-nen hinunter in die Pro-sec-co-Hü-gel der Altamarca führt, wartet ein herrlicher Blick in das Hügelland und die Ebene Venetiens. Bei guter Sicht sieht man von dort aus schon die Lagune. Schließ-lich geht es ins Örtchen Valmareno hinunter, über dem das Re-nais-sance-schloss Ca-s-tel-bran-do thront. Ins Castello gelangt man von der Hin-ter-sei-te des Felssporns, wo die Gemeinde Cison di Valmarino liegt. Valmareno gehört zur Gemeinde Follina, deren Zentrum etwas weiter westlich liegt. Dort gibt es ein sehenswertes altes Kloster.  

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Momentan gibt es leider noch keine Wanderroute von Cison di Valmarino bzw. Follina südwärts. Man kann die Wanderung aber auf der bestehenden Radroute fortsetzen.

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